Diskussionsforum der stw-boerse: Strategiediskussionen: Strategie Al Sting
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al_sting - Mittwoch, 19. Dezember 2018 - 12:03
Meine Cashquote liegt jetzt bei etwa 33%.

@Prof: Den Ansatz von max. 50% Cashquote auch im Crashmodus habe ich ja von dir übernommen. Deine Argumente bei einem der Dresdner Treffen überzeugten mich. :-)

stw - Mittwoch, 19. Dezember 2018 - 16:09
Ich verstehe nicht, warum ihr Euch immer wieder am Markt-Timing versucht. Das bringt m.E. wenig, zumindest mir bringt es nichts.
Ich kann nur raten, sich mehr mit den realen Unternehmenswerten und weniger mit den Aktienkursen zu beschäftigen, die in diesen Zeiten anscheinend völlig verrückt spielen.

:-) stw

prof - Mittwoch, 19. Dezember 2018 - 16:28
Unterschiedlicher Ansätze...
;-)

prof - Donnerstag, 20. Dezember 2018 - 18:17
@al: Die 50% Cash wurden in den letzten Tagen bei mir überschritten, ich stehe bei 63%. Was stört mich mein Geschwätz von gestern?

Es sieht in den Indizes derart böse aus und ich sehe die zwei Szenarien:
1) Alles war nur Spaß, das war der Tiefpunkt. Wir laufen eine Weile seitwärts und steigen wieder. Dann verliere ich etwa 10% gegenüber dem S&P 500 bevor ich wieder reingehe.
Als Trigger sollte der GD 200 im S&P 500 dienen, wobei ich dort nur schrittweise einsteigen würde.
2) Es kommt ganz dicke, hier erhalte ich wertvolles Kapital.

Beide Szenarien sehe ich bei 50:50.

al_sting - Samstag, 29. Dezember 2018 - 00:09
Depot -9,2% (Q1:-2,9%; Q2:-4,1%; Q3:+2,9%)
versus DAX: -18,3% (Q1:-6,4%; Q2:-4,7%;Q3:-5,4%)
Outperformance zum DAX (also Depot/DAX): 11,1% (Q1: 3,7%; Q2: 0,6%;Q3: 8,8%)

Ich führe das Musterdepot seit 2010, nunmehr im 9. Jahr. 2018 war das zweite Jahr überhaupt mit einer negativen Performance (nach 2011 mit -4,2%) und mit -9,2% erreichte ich die schlechtestes Gesamtperformance aus allen Jahren.
Das ist unbefriedigend.

ABER: Das war auch das zweite Jahre mit einer negativen Gesamtperformance des DAX, ebenfalls nach 2011 mit -14,7%. Ich halte mir zugute, dass ich mein relatives Renditeziel DAX +5% auch in diesem Jahr deutlich erreicht habe.

Es kann nicht nur aufwärts geben, neben guten Jahren gibt es naturgemäß auch weniger gute Jahre. Die Gesamtrichtung muss stimmen.
Die beiden vorherigen Jahre liefen bei mir sehr erfreulich. Das erwähne ich aus einem Grund: Der DAX steht zum Jahresende 2018 mit 10.559 Punkten etwa = 1,5% UNTERHALB des Jahresendes 2015 (10.715). Die jährliche Rendite war in den letzten 3 Jahren also leicht negativ.
Mein Depot hingegen liegt 53,8% ÜBER dem Stand Ende 2015, die jährliche Rendite lag in diesen 3 Jahren bei 15,4%.

Auf die gesamten 9 Jahre gerechnet liegt mein Musterdepot um 224% im Plus, +13,9% per anno.
Der DAX liegt in diesen 9 Jahren um 77% im Plus, +6,6% per anno.
Über die gesamte Zeit erreiche ich also meine beiden selbstgesteckten Ziele: Mit einer durchschnittlichen Jahresrendite von +13,9% mein Ziel von 10-15% p.a. und mit einer jährlichen Outperformance zum DAX von 6,9% mein zweites Ziel von DAX+5,0% p.a.

Neben dem DAX führe ich in meinem Musterdepot noch zwei Referenzwerte als weitere Benchmarks:
1. Berkshire Hathaway
2. Katjuschas Wikifolio Aktientrading (http://www.wikifolio.com/de/de/w/wfkatshare), Schwerpunkt deutsche Nebenwerte

1. Berkshire Hathaway konnte, in Euro gerechnet, seinen Aktienkurs in diesem Jahr um 6,3% steigern. Für dieses Jahr - Wow!
Seit der Depotaufnahme im Sommer 2013 ist Berkshire um 95% gestiegen, das Musterdepot um fast 150%. Diese Benchmark wird also erreicht.

2. Katjuschas Wiki wurde in diesem Jahr schwer gerupft. Von 249,50 Punkten zum Jahresbeginn fiel es auf aktuell 182,90 Punkte zurück, -26,7%. Nicht nur DAX-Werte, auch deutsche Nebenwerte hatten es in diesem Jahr sehr schwer.
Nach meiner Rechnung steht damit mein Depot erstmals seit Aufnahme dieses Benchmark-Wertes im Frühjahr 2014 besser da al +60% Kats Wikifolio mit +48,9%.
(Disclaimer: Ich bin nach wie vor schwer überzeugt von Katjuschas Fähigkeiten. Und ich sollte anmerken, dass Wikifolios durch diverse Gebühren und Abzüge spürbar ausgebremst werden, anders als dieses Musterdepot. Nach einer früheren Abschätzung lag der Bremseffekt bei meinem Anlagestil bei etwa 5% per anno.)
Aber das Jahr zeigt eben auch, dass eine Überperformance in guten Zeiten oft mit erhöhten Risiken in schweren Zeiten einher geht.

Tja. Nach diesem schlechtesten Jahr bislang besteht mein Musterdepot in der Langstrecke erstmals(!) alle vier selbstgewählten Benchmarks:
1. Jahresperformance von mindestens 10%
2. Jahreserformance besser als 5% über DAX-Performance
3. Besser als Berkshire Hathaway
4. Beser als das Wikifolio Katjuscha Research Aktientrading

Allerdings hinke ich meilenweit hinter Helmuts Musterdepot hinterher. Man kann nicht alles haben...
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Ich war in diesem Jahr oft eher skeptisch eingestellt und wollte mein Depot defensiver aufstellen. Bis zum Ende des 3. Quartals ging das leidlich auf. Aber im vierten Quartal brach mein Depot geradezu ein, einige Wetten gingen deutlich schief. Das lohnt einen näheren Blick:

1. Zum Herbst setzte ich auf eine Jahresendralley und ging fast komplett in Aktien, auch in weniger defensive Werte, um diese Ralley mitzunehmen. Tja, danebengelegen, das vierte Quartal wurde tiefrot und riss mein Depot mächtig mit nach unten. Erst im Dezember habe ich mit Panikverkäufen die Cashquote deutlich erhöht, aber das änderte auch nicht mehr viel.
Würde ich diese Wette wiederholen? Wahrscheinlich ja, nicht jede Wette auf Wahrscheinlichkeiten kann aufgehen.

2. Meine Autowette ging bislang mächtig daneben. Hier bin ich offensichtlich, wie auch bei Covestro, viel zu früh aufgesprungen. Die folgenden Gewinnwarnungen führten zu schmerzlichen Kursverlusten. Lediglich der Tesla-Put funktionierte leidlich als Hedge meiner deutschen Autowerte und pufferte die Verluste ab.
Würde ich diese Wette wiederholen? Wahrscheinlich nein, nicht so früh. Bei absehbaren Gewinnrückgängen lohnt es sich auch bei bereits niedrigen Kursen offensichtlich, mit dem Einstieg auf weitere Gewinnwarnungen zu warten.

3. Meine Panikverkäufe im Dezember waren großenteils britische Werte als Reaktion auf die Eskalation beim Brexit-Prozess.
Würde ich die Wette wiederholen? Also erst auf ein gutes Ergebnis bauenund nach schlechten Zwischenergebnissen panisch aussteigen?
Wahrscheinlich ja. Der Verhandlungsprozess beim Brexit ist ausreichend untypisch und tritt ausreichend selten auf, um eine Wette dagegen zu wagen. Und auch den Ausstieg halte ich für gerechtfertigt.

4. Cegedim hat sich auffallend schlecht entwickelt. Der Teilverkauf im Sommer war richtig, aber zu zurückhaltend.
Würde ich das wiederholen?
Wahrscheinlich nein. Ein Komplettverkauf wäre angesichts meiner Sorgen richtig gewesen. Mehr Konsequenz wagen.

5. Der ukrainiche Wert MHP hat seine Gewinne aus dem Sommer abgegeben und in Verluste umgewandelt.
Hätte ich angesichts der Eskalation im Asowschen Meer dem ukrainischen Wert den Rücken kehren sollen?
Wahrscheinlich nein. MHP scheint mir nicht betroffen zu sein, und daher warte ich gerne die Veröffentlichung neuer Zahlen ab. Und die stehen noch aus. Nach deren Vorlage ist sogar eine Aufstockung denkbar, sofern die anderen Anleger trotz guter Zahlen übermäßig ängstlich agieren.

al_sting - Samstag, 29. Dezember 2018 - 07:41
Als Nachtrag eine Depoteinschätzung:
1. Amaysim: Laut Berichten steht die geplante Fusion der NEtzbetreiber Nr. 3 und 4 in der Kritik des australischen Kartellamtes. Falls diese untersagt wird, kann der Wettbewerb auf dem Markt noch einmal sehr hässlich werden. Falls nicht, ist Amaysim eher Aufstock- als Verkaufswert.
2. Berkshire: Stabiler Referenzwert, als virtuelle Cashreserve derzeit nicht geeignet
3. BMW Stämme: Antizyklischer Autowert, Bestandsschutz.
4. Cegedim: Mit 39% Kursverlust ein Kandidat für die "Verkaufen oder Aufstocken"-Frage. Diese wird bis zur Lektüre von Jahreszahlen und -bericht 2019 vertagt.
5. Covestro: Mit 28% Kursverlust auch bald ein Kandidat für die "Verkaufen oder Aufstocken"-Frage. Auch hier Entscheidung erst nach Jahreszahlen 2019, derzeit Tendenz pro Aufstocken.
6. Daimler: Antizyklischer Autowert, Bestandsschutz.
7. Gazprom: Nordstream II gerät politisch immer stärker unter Druck, zugleich schreitet der Bau stetig fort. Nach meiner Wahrnehmung sind die (hohen!) Kosten von NordstreamII schon locker im Kurs abgebildet. Zugleich könnte ein Scheitern des Projektes für Gazprom ökonomisch eine Entlastung darstellen, daher sollte es für den Aktienkurs ein Nonevent darstellen. Bestandsschutz (ohne Aufstockallüren!) für den starken Dividendenzahler und extrem günstig bewerteter Rohstoffwert.
8. MHP Holding:: Bereits gestern beantwortet: "MHP scheint mir nicht betroffen zu sein, und daher warte ich gerne die Veröffentlichung neuer Zahlen ab. Und die stehen noch aus. Nach deren Vorlage ist sogar eine Aufstockung denkbar, sofern die anderen Anleger trotz guter Zahlen übermäßig ängstlich agieren."
9. Mutui Online: Mit den Jahreszahlen sollte die Marge weiter ansteigen (siehe Diskussion zum Wert). Bei guten Kursen (> 17€) steht dann ein Teilverkauf ernsthaft zur Diskussion.
10. Porsche/VW: Antizyklischer Autowert, Bestandsschutz.
11. Svenska Handelsbanken: Beste Retailbank Europas, Bestandsschutz. Eine Abschmelzung auf eine Position ist aber denkbar.
12. Tesla-Put: Hedge auf meine Autowetten. Teil- bis Komplettverkauf bis Mitte Januar sowie Nachkauf Ende Januar bis Anfang Februar nach den Jahreszahlen geplant.
13. Katjuschas Wikifolio: Referenzwert mit Bestandsschutz. (Wobei ich darüber nachdenken könnte, meine beiden Referenzwerte auf jeweils eine halbe Position abzuschmelzen.)

Cashquote: derzeit 33,8%.
Spätestens bei Überschreiten der 50%-Schwelle wird wieder zugekauft.
Aktuelle Stimmungslage und Aussicht: Der Markt wird günstiger und bietet zunehmend interessante Preise, aber die hohe Nervosität ist ein Warnsignal. Ich erwarte im nächsten Jahr eine relativ hohe Vola.
Die Preisfrage ist jeweils, ob günstige Kurse zur Schnäppchenzeit zum Griff in fallende Messer einladen.

prof - Samstag, 29. Dezember 2018 - 10:48
Ja über mehrere Jahre gemittelt hast Du eine hervorragende Performance!

Alle drei deutsche Autoaktien mit Bestandsschutz sind für meine Begriffe relativ viel. Der Tesla Put ist meine Begriffe als Hedge auf deutsche Autoaktien nicht geeignet. Sie sind eher ein volatiler Nasdaq Wert eines Egozentrikers und dürften sich um deutsche Aktien kaum kümmern.

covacoro - Samstag, 29. Dezember 2018 - 19:38
Eine solide Leistung und keinesfalls wegen dem Minus ein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken, auch wenn es 2019 für Autowerte schwierig bleiben könnte und die Erholung sich vielleicht weiter rausschiebt.

Besonders staune ich darüber, wie Du das mit relativ großen Werten hinbekommen hast, das kannst du dir zugute halten.

Den Bestandsschutz für einige Werte sehe ich kritisch, denn es kann immer etwas passieren, was ein Unternehmen zu einem schlechten Investment macht.

Covacoro

al_sting - Dienstag, 5. Februar 2019 - 14:06
Ich bin selber überrascht, wie schnell ich meine Cashreserve wieder reduziere. Aber ein guter Teil meiner Anlagen wettet auch nicht direkt auf eine starke Börse:
- Die Nord-LB-Anleihen, meine neue "virtuelle Cashreserve", ist eine bislang recht erfolgreiche (aber im Potential auch beschränkte) Wette darauf, dass die Sparkassen die NordLB auffangen und damit die NordLB-Anleihen nicht platzen lassen. Das ist nicht vom Börsengeschehen tangiert.
- Die Sparta AG hat in den Jahreszahlen gezeigt, dass sie trotz ihrer Konzentration auf deutsche Nebenwerte dem Markteinbruch auf diesem Gebiet fast komplett trotzen konnte. Ein starker Beleg für eine unabhängige Depotbeimischung
- Im Februar will ich meinen Tesla-Put wieder aufnehmen. Dieser ist wieder u.a. als Hedge auf die deutschen Autowerte laufen und soll damit das Gesamtrisiko im Depot senken.

Diese drei (für mich) eher ungewöhnlichen Anlagen dürften zusammen etwa 20% meines Depots ausmachen. Will sagen: Ja, die Cashquote wird wieder reduziert, aber ich suche dabei eine relative Unabhängigkeit von Börsenstimmungen.
Denn in der m.E. steigende Wahrscheinlichkeit für einen Brexits sehe ich ein deutliches Risiko für die Britischen, aber (etwas abgeschwächt) auch für die kontinentaleuropäischen Börsen.

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