Diskussionsforum der stw-boerse: Strategiediskussionen: Strategie Al Sting
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al_sting - Montag, 30. November 2020 - 21:12
Der November war ein sehr dankbarer Monat.
1. Mein Musterdepot ist das erste Mal seit März in den grünen Bereich gestiegen
2. Es ist sogar gleich in mein langfristiges Zielfenster von 10-15% Jahresrendite gesprungen.
3. Während die Performance lange Zeit hinter dem DAX hinterherhinkte oder diesen mit Müh und Not einholte, wurde jetzt auch das zweite Zielfenster "DAX+5%" erstmals in diesem Jahr erreicht.

Wenn der Dezember nicht zu Rückschlägen führt, kann dieses in vielen Hinsichten unerfreuliche Jahr zumindest börsentechnisch anständig ausklingen.
Die Kurse enthalten mittlerweile eine Menge Hoffnung auf das nächste Jahr.

prof - Montag, 30. November 2020 - 21:44
Gratulation: Du hast das Ding gedreht und dieses Mal waren es eindeutig Deine Ideen wie ENAV, Mutui, Sixt, Trilogiq und Weng, welche den Ausschlag gaben!

Ob man "zur Abschreckung" die zwei Puts bis zum bitteren Ende halten muss, bezweifle ich!

al_sting - Montag, 30. November 2020 - 22:07
Zu den Puts: Wenn sie in einem Jahr verfallen, kann ich damit gut leben. Ist ja nicht mehr viel wert.
Wenn die Puts aber wieder steigen, weil die Blasen platzen, und ich habe zuvor verkauft, würde ich mich massiv ärgern.
Also besser halten, für den eigenen Emotionshaushalt. :-)

prof - Dienstag, 1. Dezember 2020 - 17:44
Hast Du das als alter Hase mit dem Emotionshaushalt nötig? Es ist immerhin Performance.

al_sting - Dienstag, 1. Dezember 2020 - 18:20
Ja, habe ich. :-)

Bezüglich Performance: Gemeinsames Depotgewicht unter 1%, das sind mittlerweile irrelevant.
Aber bei Verkauf und anschließendem Durchstarten des Puts würde das in die Schublade der zu früh verkauften und anschließend verzigfachten Hypoport-Aktie kommen, Rubrik schmerzhaft.

al_sting - Donnerstag, 31. Dezember 2020 - 17:07
Quartals- und Jahresabrechnung: +17,4% gegenüber einem DAX von +3,8%.

Was für ein 4. Quartal!
In der Auswertung zum letzten Quartal schrieb ich noch: "Mit aktuell -3,2% liege ich erstmals in diesem Jahr nicht hinter dem DAX."
Nach diesem Quartal liegt mein Depot sehr duetlich vor dem DAX und mit 17,4% auch sehr deutlich im Positiven, sogar oberhalb des langjährigen Zielkorridiors von 10-15%.
Der Gesamtbörse tat dieses Quartal gut, meinem Portfolio noch viel besser. Dabei half mir in diesem Quartal sehr glückliches Timing beim Kauf von Sixt und ENAV, aber auch das Anspringen alter Depotschwächlinge wie Salzgitter. Und natürlich der ungebremste Anstieg von MutuiOnline.

al_sting - Donnerstag, 31. Dezember 2020 - 17:20
Teil 2 von Rückblick und Ausblick.
Weniger börsentechnisch als vielmehr gesamtgesellschaftlich, daher in einem gesonderten Eintrag gepostet.

Dem Land bekam dieses 4. Quartal leider nicht so sehr wie meinem Depot: Corona verbreitet sich ähnlich wie die Grippe über Aerosole, und mit Beginn der Grippesaison stiegen im Herbst völlig erwartbar auch die Corona-Infektionen an. Mittlerweile sind wir kurz vor überfordert. Einige Freunde berichten von Verwandten, deren notwendige Operationen zeitlich nach hinten verlegt werden, weil die Krankenhäuser mit Corona überlastet sind. Ich hoffe, es kommt in der Wartezeit nicht zu Todesfällen, zu Kollateraltoten der Epidemie selbst ohne Infektion.

Aber immerhin sehen wir mit dem Impfstoff ein Licht am Ende des Tunnels, und darauf ist auch die Börse so beglückt angesprungen.
Das erste Quartal 2021 wird noch hart werden, aber im April sollten einerseits diegefährdetsten (impfwilligen) Menschen geimpft sein und andererseits die winterliche Grippesaison auslaufen, ab dann sollte der Corona-Druck stetig nachlassen.

Dann lässt sich so langsam der Umfang der Corona-Schäden erkennen:
- Die Zahl der zusätzlichen Todesfälle und der durch Coronaspätwirkungen betroffenen Menschen.
- Die betriebswirtschaftlichen Corona-Verwerfungen, die die wirtschaftliche Existenz vieler Menschen bedrohte und zerstörte.
- Die volkswirtschaftlichen Verwerfungen unserer Gesellschaft in Form hoher Schulden für Bund, Länder und Kommunen.
- Die gesellschaftlichen Verwerfungen in Form stark verhärteter Fronten zwischen "Covidioten" und "Schlafschafen".
- Die seelischen Schäden und Verwerfungen, die die monatelange nervliche Überforderung bei einigen Menschen hinterlassen.
Und noch einige andere Kollateralschäden und Kollateralnutzen, die ich noch nicht absehen kann.

Wir werden Trümmer beseitigen, miteinander reden, um Verzeihung bitten müssen, anderen verzeihen und daraus lernen.

Für mich war Corona ein "black-swan"-Ereignis wie aus dem Lehrbuch. Heute vor einem Jahr meldete der Spiegel: "Infizierte unter Quarantäne Zentralchina meldet mysteriöse Lungenkrankheit"
http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/wuhan-zentralchina-meldet-mysterioese-lungenkrankheit-a-1303225.html
Ich las es, aber ich hätte damals nie erwartet, dass diese Lungenkrankheit unser Leben in diesem Jahr 2020 derart umkrempelt - schwarzer Schwan eben.

Heute hörte ich, dass dieses Jahr das zweitwärmste seit Beginn der Aufzeichnungen war. Wieder einmal (fast) ein Hitzerekord.
Die Klimaerwärmung ist kein black swan. Sie kommt langsamer und ist vorhersehbarer, aber sie kommt mit mehr Macht. Sie dürfte uns nicht nur ein Jahr beschäftigen, sondern über viele Jahrzehnte. Eine Impfung alleine reicht da nicht.

In meinen Augen ist Corona ein kurzer (und vergleichsweise softer) Vorbote auf die externen Herausforderungen, Zumutungen und Beeinträchtigungen, die dieses Naturereignis für uns bedeuten wird. Zum Einen können (und müssen) wir versuchen, die Ursachen anzugehen (CO2-Ausstoß reduzieren), damit zumindest die Geschwindigkeit der Veränderung sinkt. Zum Anderen müssen wir uns aber auf die Klimaerwärmung einrichten. Darauf, dass das Klima heißer, trockener, stürmischer und insgesamt unvorhersehbarer wird, wahrscheinlich auch ungemütlicher.
Ich persönlich denke, ebenso wie bei Corona ist ein gemeinschaftliches Herangehen zielführender als ein individuelles "jeder kämpft für sich". Aber ebenso wie bei Corona drohen die notwendigen Herausforderungen und Einschränkungen die Gesellschaft zu überfordern und zu spalten.

Mal sehen, ob wir aus Corona Lehren ziehen können, die uns beim Umgang mit der Klimaerwärmung helfen können. Weniger wissenschaftlich als vielmehr sozialwissenschaftlich, bezüglich der sozialen Dynamiken unserer Gesellschaft, in Deutschland, Europa und der Welt.

In dem Sinn: Auf ein gutes, neues Jahr.
Es bleibt interessant.

al_sting - Donnerstag, 31. Dezember 2020 - 17:36
Nachtrag: Mit einer Jahresrendite von 17,4% und einem Vorsprung auf den DAX von über 10% der Jahresverlierer dieser erlesenen Gruppe zu sein ist wirklich beachtlich!
In diesem Fall sehe ich mich nicht als Jahresverlierer, sondern als vierter Sieger, und ich freue mich über so starke Sparringpartner!

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