Diskussionsforum der stw-boerse: DAX / MDAX: Deutsche Bank
  Thema Posts Stand
Archivierte Beiträge bis 21. Oktober 2016 20    22.10. - 15:29
Archivierte Beiträge bis 1. Dezember 2015 20    30.6. - 11:47
Archivierte Beiträge bis 2. Februar 2015 20    24.4. - 06:34
Archivierte Beiträge bis 23. Juli 2014 20    26.7. - 13:16
Archivierte Beiträge bis 2. Juli 2014 20    3.7. - 05:56
Archivierte Beiträge bis 26. Juni 2014 20    27.6. - 08:11
Archivierte Beiträge bis 17. Februar 2012 20    10.11. - 12:39
Archivierte Beiträge bis 28. November 2007 20    7.7. - 14:17
Archivierte Beiträge bis 18. Dezember 2005 20    18.12. - 09:19
Archivierte Beiträge bis 13. Mai 2004 20    13.5. - 07:58
Archivierte Beiträge bis 16. April 2003 20    16.4. - 17:36

levdul1 - Freitag, 21. Oktober 2016 - 11:22
Ist eben gerade zu 11,74 € durchgegangen.

al_sting - Freitag, 21. Oktober 2016 - 14:49
Schön, das ist noch einmal gut ausgegangen.

prof - Samstag, 22. Oktober 2016 - 15:29
Gegen so einen mächtigen Abwürtstrend zu spekulieren ist aus meiner Sicht mutig!

levdul1 - Sonntag, 23. Oktober 2016 - 19:25
Bei diesem Trade haebn sich die Vorteile eines Discount-Zertifikates gezeigt. Obwohl es im investiertem Zeitraum mit der Aktie bergab ging, bin ich mit einem leichtem Plus aus der Sache herausgekommen.

al_sting - Samstag, 24. Dezember 2016 - 08:32
Im September schrieb ich hier:

""Deutsche Bank soll Strafe in Höhe von 14 Milliarden Dollar zahlen": http://www.faz.net/aktuell/finanzen/finanzkrise-deutsche-bank-soll-strafe-in-hoehe-von-14-milliarden-dollar-zahlen-14437787.html

Nur zur Einordnung: Die Marktkapitalisierung liegt vor Börsenöffnung bei 18,2 Mrd€. Die angedrohten 12,5 Mrd€ (umgerechnet) entsprechen 68% der MK.
Das nominelle Eigenkapital der Deutschen Bank beträgt 66,5 Mrd€. 12.5 Mrd€ entsprechen 19% des EK.

Zugegeben, in der Vergangenheit sind sich Banken und Staat mehrfach etwa auf halbem Weg entgegengekommen. Aber auch 7 Mrd€ = 10% des EK wären ein Hammer. Gerade da die Beutsche Bank schon jetzt als gefährlichste, weil am höchsten gehebelte Großbank der Welt gehandelt wird.
Die tausenden offenen Klagen entpuppen sich als richtiggehend existenzbedrohend."
-----------------------------------------------------

Gestern wurde die Strafsumme bekannt, auf die sich die Deutsche Bank mit der US-Regierung einigte: 7,1 Mrd $.
3,1 Mrd. als Strafzahlung an den Staat, 4,1 Mrd. als (über mind. 5 Jahre gestreckte) Verbraucherentschädigung an Exkunden.
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/hypotheken-streit-deutsche-bank-willigt-in-hohe-milliardenstrafe-ein-14588759.html

Ich bin fasziniert, wie genau die erste grobe 50%-Schätzung eingetroffen ist. Und ich habe wenig Verständnis dafür, dass verschiedene Medien von einer "Ministrafe" oder einer "schönen Bescherung" reden und Cryan für sein Verhandlungsgeschick loben.

Immerhin wurden für diesen einen Fall mal eben 10% des Eigenkapitals verpulvert. Die Rückstellungen der DB dürften für diesen Betrag nicht reichen, also schlägt ein Teil der 3,1 Mrd. Sofortstrafe auf den nächsten Quartalsbericht durch. Der zweite Teil, die 4,1 Mrd, hängen hingegen belastend über den Ergebnissen der nächsten 5 Jahre.

Ach ja, das betrifft alles nur ein geklärtes Prozessrisiko der DB. Einige Tausend andere Klagen stehen noch aus. Zitat aus dem verlinkten FAZ-Artikel: "Die Deutsche Bank hat aber auch noch andere große Rechtsstreitigkeiten offen, die sie zeitnah abarbeiten will und die sehr teuer werden könnten: der Geldwäsche-Skandal in Russland, mutmaßliche Sanktionsverstöße bei Iran-Geschäften und Manipulationen auf dem billionenschweren Devisenmarkt."

Angesichts der steigenden Eigenkapitalanforderungen mit Basel I-IV bin ich sehr neugierig, wie die DB mittelfristig um eine Kapitalerhöhung herumkommen will.

PS: Die Börse sieht die Lage etwas rosiger als ich. Seit September ist die MK von 18,2 Mrd.€ auf jetzt 24,8 Mrd.€ angewachsen.

al_sting - Montag, 6. März 2017 - 20:19
Große Überraschung. Die Deutsche Bank muss nach der Riesenstrafe in den USA ihre Kapitaldecke aufbessern und führt eine Kapitalerhöhung um 8 Mrd€ durch. http://www.manager-magazin.de/unternehmen/banken/deutsche-bank-bis-zu-10-milliarden-frisches-kapital-a-1137393.html

Es gibt einige interessante Details:

"Das Aktionsbündel versetzt den Konzern auch wieder in die Lage, eine Dividende zu zahlen. Auf der Hauptversammlung im Mai sollen die Aktionäre eine Dividende von 0,19 Euro je Anteilsschein beschließen."
Eine Kapitalerhöhung durchführen, um daraus Dividenden auszuschütten, hallo?

"Um den Postbank-Verkauf möglich zu machen, hatte die Bank die Tochter in den vergangenen Monaten mit viel Aufwand vom Mutterhaus getrennt. Nun wird eine teure Reintegration folgen. Vorstandschef Cryan bezifferte die Kosten dafür auf einer Telefonkonferenz mit Journalisten am Abend auf 1,5 bis 2 Milliarden Euro."
Respekt, so etwas schafft Vertrauen in das Management und Freude auf eine KE.
Rein in die Kartoffeln, raus aus den Kartoffeln, mal eben mehr als eine Mrd € verbrannt.

Mensch, was für ein Laden!!!

prof - Montag, 6. März 2017 - 22:30
Früher hatte Deutschland mal eine blühende Elektroindustrie, Versorger, Banken, Autoindustrie und Maschinenbauer.

Davon sind nur noch die Maschinenbauer und die Autos übrig geblieben, wobei Opel abhanden gekommen sind und es bei VW kriselt. In der Hightech - Branche kann nur SAP mithalten. Alles nicht so toll ...

levdul1 - Dienstag, 7. März 2017 - 02:24
Prof - Du hast die Chemie vergessen - so gut wie die BASF kann es keiner :-)

Und alle kaufen deutsche Dialyseprodukte von Fresenius

und und und

prof - Dienstag, 7. März 2017 - 13:23
Du hast Recht: Medizintechnik und Chemie sind starke deutsche Branchen. Zumindest im Inland könnte die Chemie auch bald Gegenwind bekommen. Bestimmten Organisationen und Parteien ist jegliche Industrie ein Dorn im Auge ...

al_sting - Dienstag, 7. März 2017 - 13:58
So schlecht ist (West-)Deutschland industriell gar nicht aufgestellt, der Rest der westlichen Welt beneidet uns um unsere produzierende Industrie. (Aufstellungsschwächen sehe ich eher im IT-Bereich)
Aber es dort m.E. ähnlich aus wie an der Börse: Nicht unbedingt die großen Unternehmen mit bekannten Marken brillieren, sondern mehr die Unternehmen aus der 2. und 3. Reihe, die oft als "Hidden Champions" in ihrer Nische sehr stark sind.

Mir gefällt diese Wirtschaftsaufstellung im Kern auch sehr gut. Wenn Firmen aus der ersten Reihe wie die Deutsche Bank richtig schlecht geführt werden, sollen sie scheitern und nicht als "too big to fail" gerettet werden, koste es was es wolle. Dazu braucht man insbesondere die starke zweite und dritte Reihe eher weniger bekannter Läden.

al_sting - Donnerstag, 9. November 2017 - 19:36
Langer Artikel ("Long read") in der FT zur Deutschen Bank
"How Deutsche Bank’s high-stakes gamble went wrong"
https://www.ft.com/content/60fa7da6-c414-11e7-a1d2-6786f39ef675
(Am besten den Titel googeln und dem Link folgen, dann fällt die Zahlschranke)

covacoro - Freitag, 10. November 2017 - 17:51
Danke für den Link.

Diskussionsforum der stw-boerse: DAX / MDAX: Deutsche Bank
Eine Nachricht hinzufügen

Benutzername:   Dies ist ein privater Board-Bereich. Bitte geben Sie Ihre ID und Ihr Passwort an.
Passwort: