Diskussionsforum der stw-boerse: DAX / MDAX: Bayer
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stephan - Mittwoch, 16. Februar 2005 - 12:01
Heute wird der Spin off der Bayer AG wieder verkauft. Privat halte ich an dem Unternehmen fest. Lanxess bietet eine tolle Turnaroundstory, allerdings ist der Depotanteil durch den Spinoff zu gering und für eine Aufstockung ist das Risiko für ein konservatives Depot zu hoch.

Verkauf 25 Lanxess Aktien zu 17,20

stephan - Dienstag, 15. März 2005 - 13:59
Verkauf aller 255 Bayer Aktien zum aktuellen Kurs von 25,61 Euro.

chinaman - Sonntag, 27. August 2006 - 15:47
25.08.2006 17:38
AUSBLICK/Pflanzenschutz und Ausblick bei Bayer im Mittelpunkt
DÜSSELDORF (Dow Jones)--Wenn die Bayer (Nachrichten/Aktienkurs) AG am Dienstag über den Verlauf des ersten Halbjahres berichtet, stehen voraussichtlich eine neue Jahresprognose und die Pflanzenschutzsparte im Mittelpunkt des Interesses. Beobachter rechnen mit einer neuen Prognose, weil die Übernahme der Schering AG und der Verkauf des Diagnostik-Geschäfts berücksichtigt werden müssen. Bei der Pflanzenschutzsparte CropScience wird Bayer wohl Umfang und Inhalt des bereits angekündigten Restrukturierungsprogramms nennen.

Analysten erwarten in den Sparten HealthCare und MaterialScience im zweiten Quartal Umsatzerhöhungen. Die Gesundheitssparte dürfte zudem von einer Margenverbesserung im Geschäft mit verschreibungspflichtigen Medikamenten profitiert haben. Dem Kunststoffbereich ist nach Einschätzung der Beobachter voraussichtlich eine gute Nachfrage und anziehende Verkaufspreise zugute gekommen. Die BASF AG hatte bereits erhöhte Absatzzahlen für Kunststoffe vermeldet.

Die Erträge der Pflanzenschutzsparte CropScience dürften dagegen wohl unter den ungünstigen Witterungsbedingungen gelitten haben. Wettbewerber hatten bereits über Umsatz- und auch Preisrückgänge berichtet. Das Umbauprogramm für CropScience wird nach Einschätzung der WestLB jährliche Einsparungen von rund 150 Mio EUR zum Ziel haben - und mit Einmalkosten in gleicher Höhe verbunden sein.

Im Schnitt erwarten die zwölf von Dow Jones befragten Analysten für den Gesamtkonzern einen Umsatz im zweiten Quartal von insgesamt 7,2 (Vorjahr bereinigt: 6,7) Mrd EUR, ein EBIT vor Sondereinflüssen von 871 (813) Mio EUR und einen Nettogewinn von 461 (406) Mio EUR. In den Zahlen für April bis Juni sind Erlöse von rund 150 Mio EUR der Schering AG enthalten, die bereits für einige Tage zum Halbjahresergebnis beigetragen hat.

Bisher hatte Bayer für das Gesamtjahr einen Umsatz von mehr als 28 Mrd EUR und einen leichten Zuwachs beim bereinigten EBIT in Aussicht gestellt. Die Analysten der WestLB erwarten nach den jüngsten Veränderungen nun einen Jahresumsatz von 30,4 Mrd EUR und einen Anstieg beim bereinigten EBIT um 18%.

- von Richard Breum, Dow Jones Newswires, +49 (0) 211 - 13872 15,

Richard.Breum@dowjones.com

DJG/rib/cbr

chinaman - Dienstag, 29. August 2006 - 17:47
29.08.2006 16:14
ROUNDUP 2: Bayer übertrifft Gewinnerwartung - Neues Pflanzenschutz-Sparpaket
(Neu: Analysten, Telefonkonferenz, Aktienkurs.)

LEVERKUSEN (dpa-AFX) - Der Chemie- und Pharmakonzern Bayer <BAY.ETR> (Nachrichten/Aktienkurs) hat im zweiten Quartal dank einer robusten Chemiekonjunktur und hoher Gewinne im Gesundheitsgeschäft den operativen Gewinn überraschend deutlich gesteigert. Der Konzern sei "strategisch und operativ weiter auf Erfolgskurs", sagte Konzernchef Werner Wenning am Dienstag in Leverkusen. Auch für die künftige Entwicklung zeigte sich Wenning vor allem wegen der Verbesserung des Geschäftsportfolios weiter zuversichtlich. Angesichts schwieriger Marktbedingungen kündigte er für das Pflanzenschutzgeschäft aber ein neues Sparprogramm inklusive eines weltweiten Stellenabbaus an.

Die Gesundheitstochter HealthCare blieb im Berichtszeitraum der stärkste Wachstumsmotor. Das Chemiegeschäft MaterialScience prägte im zweiten Quartal ein starkes Polyurethan-Geschäft. Im Pflanzenschutzgeschäft blieben die Marktverhältnisse unterdessen angesichts schwieriger Witterungsverhältnisse und einer ausgeprägten Schwäche in Brasilien weiter schwierig. Vor diesem Hintergrund kappte Wenning die Sparten-Prognose für 2006. Nun werde ein Umsatzrückgang und eine geringere Marge erwartet.

Wenning will mit einem neuen Sparprogramm gegensteuern und das mittelfristige EBITDA-Margenziel von 25 Prozent 2009 erreichen. Durch den Umbau oder die Schließung einer Reihe von Standorten sollen jährlich 300 Millionen Euro eingespart werden. Bis Ende 2009 sollen weltweit - mit Schwerpunkt Nordamerika - rund 1.500 Stellen abgebaut werden. Ab 2008 seien positive EBIT-Beiträge nach Sondereinflüssen zu erwarten.

AKTIE UNTER DRUCK

Am Finanzmarkt war die Reaktion auf den Quartalsbericht und das neue Sparpaket verhalten. Bayer-Aktien gerieten nach anfänglichen Gewinnen im Handelsverlauf unter Druck und büßten in einem behaupteten Marktumfeld am Nachmittag zuletzt 1,04 Prozent auf 39,13 Euro ein. Laut Analyst Björn Wolber von Independent Reseach lieferte der Quartalsbericht "keine großen Überraschungen". Das Bankhaus Merck Finck & Co sprach von "gemischten Ergebnissen".

WestLB-Experte Andreas Theisen sah "Licht und Schatten". Während das Gesundheitsgeschäft in guter Verfassung sei, wachse der Druck im Pflanzenschutzgeschäft. Dies zeige auch der Umfang des Sparkpakets, das doppelt so hoch ausfalle als von der WestLB erwartet. Auch Silke Stegemann von der Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP) hob das neue Restrukturierungsprogramm hervor. Nach Einschätzung von Ludger Mues von Sal. Oppenheim könnte zudem auch der Chemiezyklus seinen Höhe erreicht haben.

QUARTALSZAHLEN - AUSBLICK ANGEPASST

Im zweiten Quartal steigerte Bayer das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sowie vor Sondereffekten im fortzuführenden Geschäft um 14 Prozent auf 928 Millionen Euro. Dabei wurde der Schering-Kauf und der Verkauf des Teilbereichs Diagnostika aus dem Gesundheitsgeschäft berücksichtigt. Die von der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX befragten Experten hatten im Schnitt nur 883 Millionen Euro erwartet. Der Umsatz kletterte um sechs Prozent auf 7,072 Milliarden Euro. Unter dem Strich verdienten die Leverkusener 452 (Vorjahr 406) Millionen Euro. Die befragten Experten hatten im Schnitt bei einem Umsatz von 7,185 Milliarden Euro einen Überschuss von 454 Millionen Euro erwartet.

Die Prognosen für das Gesamtjahr 2006 passte Wenning unterdessen etwas an die veränderten Rahmenbedingungen an. Ohne Schering rechne der Konzern nun mit einem Umsatzplus zwischen vier und fünf Prozent auf Basis eines angepassten 2005er Umsatzes von 25,950 Milliarden Euro. Durch den Schering-Kauf dürften sich die Umsätze zudem um rund 2,9 Milliarden Euro erhöhen. Mit rund 17 Milliarden Euro ist der Schering-Kauf die teuerste Übernahme in der Bayer-Geschichte.

Auch für das um Sondereinflüsse bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) im fortgeführten Geschäft stellte Wenning für 2006 ohne Schering eine Steigerung in Aussicht. Basis seien ohne Diagnostika 4,787 Milliarden Euro für das bereinigte EBITDA sowie 3,158 Milliarden Euro für das bereinigte EBIT. Darüber hinaus sei im zweiten Halbjahr ein positiver Schering-Beitrag zum bereinigten EBITDA von rund 600 Millionen Euro zu erwarten. Unter anderem wegen einer Neubewertung von Vorräten sei unterdessen beim bereinigten EBIT 2006 mit einer Belastung von 520 Millionen Euro und ab 2007 von jährlichen Belastungen von einer Milliarde Euro zu rechnen.

OPTIMISTISCHER FÜR GESUNDHEITSGESCHÄFT

Der alte Ausblick für die bisherige Struktur (ohne Schering, mit Diagnostika) wurde unterdessen bestätigt: Es werde weiter eine leichte Steigerung des um Sondereinflüsse bereinigten EBIT und des bereinigten EBITDA erwartet. Die bereinigte EBITDA-Marge werde bei 19 Prozent liegen. Dabei zeigte sich Wenning nach einem erfreulichen ersten Halbjahr optimistischer für das Gesundheitsgeschäft. 2006 sei ohne Schering im fortzuführenden Geschäft ein Wachstum des bereinigten EBIT von 20 Prozent zu erwarten. Bisher hatte Wenning nur 10 Prozent in Aussicht gestellt. Für das Kunststoffgeschäft strebt der Konzern nun ein bereinigtes EBIT auf Vorjahresniveau an. Die Aussichten seien besser als bislang erwartet./jha/sbi

ISIN DE0005752000

AXC0125 2006-08-29/16:08

chinaman - Mittwoch, 30. August 2006 - 14:32
Handelsblatt Nr. 167 vom 30.08.06 Seite 11


Bayer streicht weitere 1 500 Stellen

Teilkonzern Pflanzenschutz verliert Umsatz und verfehlt Renditeziel - Pharma- und Kunststoffgeschäft laufen gut

SIEGFRIED GRASS | DÜSSELDORF Bayer streicht seine Pflanzenschutzsparte zusammen. Mit Bekanntgabe der insgesamt guten Konzernzahlen zum Verlauf des zweiten Quartals teilte das Leverkusener Pharma- und Chemieunternehmen mit, dass es Standorte schließt und etwa 1 500 Arbeitsplätze abbaut. Nach der Übernahme von Schering hatte Bayer bereits angekündigt, rund 6 000 Stellen zu streichen.

Rund 300 Mill. Euro will Bayer jährlich einsparen. Davon sind vor allem die Produktionsstandorte in Nordamerika betroffen. Die Kosten für das Sparpaket, das bis Ende 2009 umgesetzt sein soll, beziffert Bayer auf rund 330 Mill. Euro. Hinzu kommen Sondereffekte, die mit 120 Mill. Euro zu Buche schlagen. Der Umbau wird das Ergebnis des Bayer-Konzerns in den Jahren 2007 und 2008 belasten.

Die Börse reagierte auf die angekündigten neuen Sparmaßnahmen verunsichert; der Kurs gab leicht nach. Analyst Andreas Theisen von der WestLB sieht "Licht und Schatten": Während das Gesundheitsgeschäft in guter Verfassung sei, wachse der Druck im Pflanzenschutzgeschäft. Dies zeige auch der Umfang des Sparpakets, das doppelt so hoch ausfalle wie erwartet.

Die Probleme im Bereich Pflanzenschutz betreffen nicht nur Bayer. Auch andere große Konkurrenten wie die Schweizer Syngenta, Dow oder die Pflanzenschutzabteilung von BASF sind vom schwachen Marktumfeld betroffen. Eine Dürre in Südamerika und eine lange Trockenperiode in Europa haben in diesem Sommer das Geschäft deutlich beeinträchtigt. Im Bayer-Teilkonzern Crop Science (Pflanzenschutz) ging der Quartalsumsatz um 1,6 Prozent auf 1,58 Mrd. Euro zurück. Aber selbst in diesem Problembereich weist Bayer dank bereits gesunkener Kosten einen um 11,2 Prozent auf 368 Mill. Euro verbesserten Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) aus. Allerdings verfehlten die Manager damit die selbst gesteckten Renditeziele um vier bis fünf Prozentpunkte.

Der Bayer-Konzern, mit der 17 Milliarden teuren Übernahme von Schering zum größten deutschen Pharmaunternehmen aufgestiegen, hat dank seiner beiden anderen Teilbereiche Health Care (Pharma) und Material Science (Kunststoffe) den Konzernumsatz im zweiten Quartal um 5,8 Prozent auf 7,07 Mrd. Euro gesteigert. Das um Sondereinflüsse bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen verbesserte sich um 11,2 Prozent auf 1,34 Mrd. Euro. Im Konzernumsatz des zweiten Quartals sind bereits 144 Mill. Euro aus dem Schering-Geschäft enthalten, das ab dem 23. Juni in den Abschluss einbezogen wird. Bereinigt um Währungs- und Portfolioeffekte wuchs der Bayer-Umsatz um 3,6 Prozent.

Nach der Übernahme von Schering und dem Verkauf der Divison Diagnostika an Siemens gibt sich Vorstandsvorsitzender Werner Wenning zuversichtlich: "Bayer ist strategisch und operativ weiter auf Erfolgskurs." Seine Zuversicht begründet Wenning vor allem mit den deutlich verbesserten Zahlen im Pharmabereich. Auch das Marktumfeld für hochwertige Kunststoffe bewertet der Bayer-Chef immer noch gut. Trotz des deutlichen Anstiegs der Rohstoffpreise verlaufe das Geschäft deutlich besser als erwartet.

Trotz der Absatzprobleme bei Pflanzenschutzprodukten in Nordamerika erzielte Bayer in dieser Region einen wesentlichen Teil des Konzernumsatzwachstums. Dort verbesserten sich die Umsatzerlöse um 7,9 Prozent auf 1,91 Mrd. Euro.

Zugleich verbuchte Bayer einige Erfolge auf juristischem Gebiet. Die Zahl der derzeit noch anhängigen Klagen wegen des Medikaments Lipobay fiel von rund 5 000 Ende März auf noch rund 3 000. Einige US-Landwirte haben jedoch neue Klagen gegen Crop Science eingereicht, weil angeblich in Langkornreis Spuren einer nicht zugelassenen gentechnisch veränderten Sorte gefunden wurden. Ein Bayer-Sprecher wies darauf hin, dass dem Konzern die Klagen noch nicht vorliegen und er sie deshalb nicht kommentieren könne.

MEINUNG SEITE 8

Grass, Siegfried



30. August 2006

chinaman - Mittwoch, 6. September 2006 - 05:07
Handelsblatt Nr. 171 vom 05.09.06 Seite 14


INSIDE: BAYER

Pragmatismus gefragt

SIEGFRIED HOFMANN | FRANKFURT Als Werner Wenning vor vier Jahren die Führung von Bayer übernahm, befand sich der Leverkusener Konzern mitten im Niedergang. Inzwischen ist er fast schon wieder zu alter Stärke zurückgekehrt. So gesehen kann sich die Strategie des Bayer-Chefs durchaus sehen lassen, wenn sie auch nach außen mitunter wankelmütig und opportunistisch erscheint.

Die schmerzhaftesten Einschnitte, mit denen er auf Lipobay-Debakel und Chemieflaute reagierte, bewältigte Wenning in seinen ersten beiden Jahren. Seither hat sich die finanzielle Verfassung von Bayer enorm verbessert. Gemessen an den bereinigten Ertragszahlen und Prognosen dürfte der Konzern 2006 erstmals wieder an die Spitzenwerte der späten 90er Jahre anknüpfen. Und mit der Übernahme von Schering kehrt Bayer nun ins Mittelfeld der Pharmaindustrie zurück.

Die jüngsten Daten der Leverkusener zeigen aber zugleich auch die Grenzen der Strategie. Zwei der drei Teilkonzerne - Crop Science und Material Science - bewegen sich mit ihren Ertragsperspektiven zusehends in dünnerer Luft und lassen sich über Akquisitionen kaum noch ausbauen. Die Agro-Sparte benötigt mangels Wachstum ein neues Sparprogramm, soll sie die vorgegebenen Renditeziele erreichen. Im eher zyklischen Kunststoff-Geschäft profitierte Bayer in den vergangenen beiden Jahren vom Chemieboom.

Inzwischen gehören die Leverkusener in diesem Bereich wieder zu den profitabelsten Herstellern der Branche. Weitere Steigerungen dürften schwierig werden, zumal Konkurrenten wie BASF, GE oder Huntsman derzeit heftig in den Bayer-Paradedisziplinen Polyurethane oder Polycarbonate investieren.

So liegt es auf der Hand, dass die Zukunft des Konzerns von der Gesundheitssparte geprägt wird. Einschließlich Schering dürfte sie inzwischen mehr als die Hälfte des Konzerngewinns erwirtschaften. Und die Wachstumsmöglichkeiten erscheinen zumindest theoretisch unbegrenzt. Die Herausforderung für Bayer (wie für andere Akteure im Pharmageschäft) besteht indessen darin, dass auch hier die Expansion nicht umsonst zu haben ist.

Die wichtigen Transaktionen der letzten Jahre - der Kauf von Schering und der Roche-Selbstmedikamentierungssparte sowie die Trennung von der Labordiagnostik - hinterlassen bei Bayer einen negativen Finanzierungssaldo von immerhin gut 15 Milliarden Euro. Gemessen an den eigenen Wertmanagement-Kriterien muss alleine die Integration von Schering mehr als eine Milliarde Euro zusätzlichen Betriebsgewinn bringen, um die erhöhten Kapitalkosten zu decken. Das ist deutlich mehr als Schering bisher verdient. Will er darüber hinaus Wert generieren, ist Wenning dringend auf die versprochenen Synergien angewiesen.

Deshalb tut der Bayer-Chef gut daran, die weitere Expansion eher vorsichtig und pragmatisch anzugehen. Mittelfristig mag die Schering-Übernahme nur ein Zwischenschritt auf dem Weg zum reinrassigen Gesundheits-Konzern sein. Vorerst aber würden zusätzliche Akquisitionen wohl mehr Kosten und Unruhe bringen als strategische Vorteile. Wichtiger erscheint es statt dessen, das - zuletzt relativ solide - organische Wachstum in der erweiterten Pharmasparte abzusichern. Nur, wenn das gelingt, wird der Schering-Kauf wirklich zum Erfolg.

s.hofmann@handelsblatt.com

Hofmann, Siegfried



05. September 2006

chinaman - Donnerstag, 14. September 2006 - 06:21
Handelsblatt.com


Schering-Ära geht zu Ende

Ohne Netz und doppelten Boden

Wenn sich heute der Saal 2 des Berliner Congresscentrums leert, dürfte der Pharmahersteller Schering Geschichte sein. Lange hat Schering um seine Unabhängigkeit gekämpft - am Ende erfolglos. Ist Schering nur ein weiteres Unternehmen, das der eigenen Schwäche zum Opfer gefallen ist?

Wenn sich am Mittwoch der Saal 2 des Berliner Congresscentrums leert, dürfte der Pharmahersteller Schering Geschichte sein. Die Aktionäre - allen voran der Bayer-Konzern, der über 95 Prozent der Anteile hält - werden per Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag das Ende eines Dax-Unternehmens besiegelt haben.


BERLIN. Lange hat Schering um seine Unabhängigkeit gekämpft - am Ende erfolglos. Schering-Chef Hubertus Erlen bedauert, dass ihm gegen Bayer kein Großaktionär helfen konnte.

Ist Schering nur ein weiteres Unternehmen, das der eigenen Schwäche zum Opfer gefallen ist? Hubertus Erlen bestreitet das. "Aus dem Geschäft heraus wäre Schering allein lebensfähig gewesen", sagte der scheidende Vorstandschef dem Handelsblatt. Im Gegenteil: Die Wettbewerbsfähigkeit zeige sich darin, dass Schering in allen wichtigen Märkten mit vielen Produkten die Nummer eins oder zwei sei.

So stellt das Unternehmen, das 1961 mit dem Marktstart der ersten Anti-Baby-Pille in Deutschland eine ganze Gesellschaft aufrollte, mit "Yasmin" das weltweit am häufigsten verordnete Produkt zur hormonellen Empfängnisverhütung her. Auch das umsatzstärkste Medikament der Berliner, Betaferon, spielt auf dem Weltmarkt der Mittel gegen Multiple Sklerose ganz vorne mit.

Zudem wachse Schering nicht nur doppelt so schnell wie der Weltmarkt, betont Erlen, sondern habe 2005 auch die Rendite auf mehr als 18 Prozent steigern können. Das ist Vergleich mit internationalen Konzernen wie Pfizer, Wyeth und Roche zwar unterdurchschnittlich. Für einen deutschen Hersteller aber sehr viel. Nur Altana verdient hierzulande mehr, dank des Markterfolgs des Top-Medikaments Pantozol. Dessen Patentschutz läuft allerdings bald aus.

Scherings Erfolge dürften die Begehrlichkeiten des Darmstädter Wettbewerbers Merck geweckt haben, der im März unerwartet ein feindliches Übernahmeangebot lancierte. Davor waren schon andere wie BASF interessiert. Es blieb aber bei Planspielen.

Doch Erlen sieht Schering nicht als Opfer des eigenen Erfolgs. "Ein weniger erfolgreiches Unternehmen wäre ja noch leichter anzugreifen gewesen." Aber im Gegensatz zu anderen Pharma-Mittelständlern wie Merck, Schwarz Pharma, Altana oder auch Fresenius konnte sich Schering nicht auf eine Eigentümerfamilie stützen und agierte daher ohne Netz und doppelten Boden. "Als der Aktienkurs nach einigen Rückschlägen in der Forschung unter Druck geriet, waren wir auf Grund unserer Aktionärsstruktur natürlich angreifbar", sagte Erlen.

Aus der Fusion mit Bayer geht jetzt das größte deutsche Pharma-Unternehmen hervor. International rangiert es aber nur auf Platz 20. Und nicht nur Erlen geht davon aus, dass die Konsolidierung fortschreitet. "Der Beweis, dass die Großen es besser machen, steht aber noch aus", sagte er. Zwischen den großen Anbietern, die auf Medikamente gegen Volkskrankheiten setzen, und den forschungsgetriebenen Biotech-Firmen werde es weiterhin einen Platz für Spezialisten wie die neue Bayer Schering Pharma geben. Denn dass Größe nicht alles ist, erlebe Schering tagtäglich: "Unsere härtesten Wettbewerber sind oft kleiner als wir."

Bayer verleibt sich Schering ein

Angebot: Bayer setzte sich im Juni mit seinem Gegenangebot zur feindlichen Merck-Offerte für Schering durch. Das Angebot wurde von 88 auf 89 Euro aufgestockt. Merck hatte 77 Euro geboten. Wenig später hält Bayer bereits 92,4 Prozent.

Konsolidierung: Der Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag wird zwar erst auf der morgigen Hauptversammlung verabschiedet. Bayer darf das Schering-Geschäft aber schon konsolidieren, seitdem die Mehrheit erreicht ist.

Zwangsabfindung: Da Bayer mehr als 95 Prozent hält, wird Bayer ein Squeeze-Out durchsetzen. Dafür wird 2007 wahrscheinlich eine weitere Hauptversammlung einberufen. Für die Zwangsabfindung wird ein neues Wertgutachten erstellt.

Von Anna Sleegers und Dieter Fockenbrock



13. September 2006

chinaman - Samstag, 16. September 2006 - 07:56
Handelsblatt Nr. 178 vom 14.09.06 Seite 8


BAYER

Gen-Hysterie

SIEGFRIED HOFMANN Haben Sie heute Morgen gut gefrühstückt? Wahrscheinlich ist Ihnen gar nicht bewusst, in welche Gefahr Sie sich begeben haben. Allein die Tasse Kaffee, mit der Sie Ihren Kreislauf in Schwung brachten, enthielt vermutlich einige Zehntausend Inhaltsstoffe, die bisher niemand genau analysiert, geschweige denn auf gesundheitliche Gefahren hin untersucht hat. Mit dem Müsli haben Sie gut und gerne einige Hunderttausend unterschiedliche Gene geschluckt, deren Funktion niemand kennt, die nie ein Zulassungsverfahren durchlaufen haben und von keiner Behörde auf der Welt je genehmigt wurden.

Das Genom des Weizens, aus dem ihr Frühstücksbrötchen hergestellt wurde, enthält etwa 16 Milliarden DNA-Bausteine, mehr als fünfmal so viele wie das Erbgut des Menschen. Der Gedanke, dass es sich dabei um ein Naturprodukt handelt, das den Menschen ja schon seit Jahrtausenden satt macht, ist schiere Illusion. Die Nutzpflanzen von heute sind fast durchweg Ergebnis jahrhundertelanger Züchtung, unzähliger Kreuzungen und Auswahlverfahren. Gut möglich, dass sich auf unserem Frühstücksteller auch einige Tausend Substanzen finden, die in den 70er-Jahre durch Mutations-züchtung in Weizen, Mais oder andere Getreidesorten gelangten. Durch Behandlung mit Krebs erregenden Substanzen oder Bestrahlung versuchte man damals, die Mutationsraten zu erhöhen - eine Art Schrotschuss-Technik, um noch leistungsfähigere Pflanzensorten zu erzeugen. Kein Mensch weiß, welche und wie viele Gene bei diesen klassischen Züchtungsverfahren verändert wurden, an neue Orte im Genom oder in andere Pflanzenarten gelangten. Und, wenn überhaupt, wurde vermutlich nur ein winziger Bruchteil dieser Veränderungen je daraufhin untersucht, ob sie gesundheitliche Gefahren bergen.

Gemessen an den Möglichkeiten, die Wissenschaft und Analytik heute bieten, sind die meisten Lebensmittel völlig unerforscht. Im Grunde wissen wir gar nicht genau, was wir essen.

Vergleichsweise sicher können wir dagegen sein, dass ausgerechnet die wenigen Pflanzengene, die relativ intensiv untersucht sind und besonders strengen Genehmigungsverfahren unterliegen - Modifikationen, die mit Hilfe gentechnischer Methoden in die Pflanzen gelangen -, hier zu Lande nicht auf den Tisch kommen. Während die Ergebnisse und mögliche Gefahren der klassischen Züchtung im Grunde niemanden interessieren, werden gentechnische Veränderungen intensiver geprüft als manches Arzneimittel und dennoch von weiten Teilen der Öffentlichkeit behandelt, als drohe eine großflächige Verseuchung mit Zyankali.

Diese absurde Asymmetrie in der Risikowahrnehmung muss im Auge behalten, wer sich mit dem jüngsten "Genreis-Skandal" auseinander setzt.

Die Reissorte LL601 wurde Ende der 90er-Jahre von Aventis CropScience, einer Vorgängerfirma von Bayer Crop Science, in den USA versuchsweise angebaut. Sie hat nie eine Zulassung erhalten, aber auch nie irgendwelche gesundheitlichen Risiken offenbart. Wichtigstes Merkmal war ein künstliches Gen, das den Reis gegen ein bestimmtes Unkrautbekämpfungsmittel resistent macht und das nun überraschend in anderen kommerziell genutzten Sorten auftaucht, die auch nach Europa exportiert wurden.

Die Folgen sind bekannt: Handel und Lebensmittelhersteller mussten groß angelegte Rückrufaktionen starten - für ein Produkt, wohlgemerkt, von dem bisher keinerlei Gefahren bekannt sind und das vermutlich besser analysiert ist als 99 Prozent unserer Lebensmittel.

Angesichts der allgemeinen negativen Stimmung gegenüber der Pflanzenbiotechnologie bleibt den betroffenen Unternehmen derzeit auch gar nichts anderes übrig, als nach den Spielregeln der Anti-Gentechnik-Koalition mitzuspielen. Sie müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, dass sie die möglichen Probleme und Gefahren im Markt unterschätzt haben. Spätestens seit dem Starlink-Skandal vor einigen Jahren musste bekannt sein, dass mit der Gen-Hysterie in Europa nicht zu scherzen ist und Fehler auf diesem Gebiet teuer zu stehen kommen. In dieser Situation darf und sollte es auf keinen Fall passieren, dass ungenehmigte Sorten oder Genmodifikationen in Umlauf geraten.

Dass alles darf aber auch nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch dieser jüngste "Skandal" letztlich auf einer völlig überzogenen und einseitigen Gefahreneinschätzung basiert. Während wir bedenkenlos die natürlichen Insektizide verzehren, mit denen sich der Broccoli in unserem Garten gegen Fressfeinde schützt, wittern wir hinter jeder noch so intensiv geprüften gentechnischen Veränderung grenzenlose Gefahr. Solange sich an dieser Grundhaltung nichts ändert, hat die Pflanzenbiotechnologie wohl keine Chance.

s.hofmann@handelsblatt.com Es gibt eine absurde Asymmetrie in der Wahrnehmung von Gefahren.

Hofmann, Siegfried



14. September 2006

chinaman - Samstag, 16. September 2006 - 08:01
Handelsblatt Nr. 178 vom 14.09.06 Seite 8


BAYER

Gen-Hysterie

SIEGFRIED HOFMANN Haben Sie heute Morgen gut gefrühstückt? Wahrscheinlich ist Ihnen gar nicht bewusst, in welche Gefahr Sie sich begeben haben. Allein die Tasse Kaffee, mit der Sie Ihren Kreislauf in Schwung brachten, enthielt vermutlich einige Zehntausend Inhaltsstoffe, die bisher niemand genau analysiert, geschweige denn auf gesundheitliche Gefahren hin untersucht hat. Mit dem Müsli haben Sie gut und gerne einige Hunderttausend unterschiedliche Gene geschluckt, deren Funktion niemand kennt, die nie ein Zulassungsverfahren durchlaufen haben und von keiner Behörde auf der Welt je genehmigt wurden.

Das Genom des Weizens, aus dem ihr Frühstücksbrötchen hergestellt wurde, enthält etwa 16 Milliarden DNA-Bausteine, mehr als fünfmal so viele wie das Erbgut des Menschen. Der Gedanke, dass es sich dabei um ein Naturprodukt handelt, das den Menschen ja schon seit Jahrtausenden satt macht, ist schiere Illusion. Die Nutzpflanzen von heute sind fast durchweg Ergebnis jahrhundertelanger Züchtung, unzähliger Kreuzungen und Auswahlverfahren. Gut möglich, dass sich auf unserem Frühstücksteller auch einige Tausend Substanzen finden, die in den 70er-Jahre durch Mutations-züchtung in Weizen, Mais oder andere Getreidesorten gelangten. Durch Behandlung mit Krebs erregenden Substanzen oder Bestrahlung versuchte man damals, die Mutationsraten zu erhöhen - eine Art Schrotschuss-Technik, um noch leistungsfähigere Pflanzensorten zu erzeugen. Kein Mensch weiß, welche und wie viele Gene bei diesen klassischen Züchtungsverfahren verändert wurden, an neue Orte im Genom oder in andere Pflanzenarten gelangten. Und, wenn überhaupt, wurde vermutlich nur ein winziger Bruchteil dieser Veränderungen je daraufhin untersucht, ob sie gesundheitliche Gefahren bergen.

Gemessen an den Möglichkeiten, die Wissenschaft und Analytik heute bieten, sind die meisten Lebensmittel völlig unerforscht. Im Grunde wissen wir gar nicht genau, was wir essen.

Vergleichsweise sicher können wir dagegen sein, dass ausgerechnet die wenigen Pflanzengene, die relativ intensiv untersucht sind und besonders strengen Genehmigungsverfahren unterliegen - Modifikationen, die mit Hilfe gentechnischer Methoden in die Pflanzen gelangen -, hier zu Lande nicht auf den Tisch kommen. Während die Ergebnisse und mögliche Gefahren der klassischen Züchtung im Grunde niemanden interessieren, werden gentechnische Veränderungen intensiver geprüft als manches Arzneimittel und dennoch von weiten Teilen der Öffentlichkeit behandelt, als drohe eine großflächige Verseuchung mit Zyankali.

Diese absurde Asymmetrie in der Risikowahrnehmung muss im Auge behalten, wer sich mit dem jüngsten "Genreis-Skandal" auseinander setzt.

Die Reissorte LL601 wurde Ende der 90er-Jahre von Aventis CropScience, einer Vorgängerfirma von Bayer Crop Science, in den USA versuchsweise angebaut. Sie hat nie eine Zulassung erhalten, aber auch nie irgendwelche gesundheitlichen Risiken offenbart. Wichtigstes Merkmal war ein künstliches Gen, das den Reis gegen ein bestimmtes Unkrautbekämpfungsmittel resistent macht und das nun überraschend in anderen kommerziell genutzten Sorten auftaucht, die auch nach Europa exportiert wurden.

Die Folgen sind bekannt: Handel und Lebensmittelhersteller mussten groß angelegte Rückrufaktionen starten - für ein Produkt, wohlgemerkt, von dem bisher keinerlei Gefahren bekannt sind und das vermutlich besser analysiert ist als 99 Prozent unserer Lebensmittel.

Angesichts der allgemeinen negativen Stimmung gegenüber der Pflanzenbiotechnologie bleibt den betroffenen Unternehmen derzeit auch gar nichts anderes übrig, als nach den Spielregeln der Anti-Gentechnik-Koalition mitzuspielen. Sie müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, dass sie die möglichen Probleme und Gefahren im Markt unterschätzt haben. Spätestens seit dem Starlink-Skandal vor einigen Jahren musste bekannt sein, dass mit der Gen-Hysterie in Europa nicht zu scherzen ist und Fehler auf diesem Gebiet teuer zu stehen kommen. In dieser Situation darf und sollte es auf keinen Fall passieren, dass ungenehmigte Sorten oder Genmodifikationen in Umlauf geraten.

Dass alles darf aber auch nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch dieser jüngste "Skandal" letztlich auf einer völlig überzogenen und einseitigen Gefahreneinschätzung basiert. Während wir bedenkenlos die natürlichen Insektizide verzehren, mit denen sich der Broccoli in unserem Garten gegen Fressfeinde schützt, wittern wir hinter jeder noch so intensiv geprüften gentechnischen Veränderung grenzenlose Gefahr. Solange sich an dieser Grundhaltung nichts ändert, hat die Pflanzenbiotechnologie wohl keine Chance.

s.hofmann@handelsblatt.com Es gibt eine absurde Asymmetrie in der Wahrnehmung von Gefahren.

Hofmann, Siegfried



14. September 2006

chinaman - Sonntag, 17. September 2006 - 09:18
Handelsblatt Nr. 179 vom 15.09.06 Seite 21


Bayer Schering peilt höhere Rendite an

Neue Pharmatochter des Leverkusener Konzerns startet mit vorsichtigen Prognosen

SIEGFRIED HOFMANN | BERLIN Mit ehrgeizigen Ertragserwartungen und eher verhaltenen Wachstumsprognosen hat Bayer-Manager Arthur Higgins gestern sein Amt als Chef der neu formierten Bayer Schering Pharma AG angetreten. Hervorgegangen aus der 17 Mrd. Euro teuren Übernahme von Schering durch Bayer, wird die neue Pharmaeinheit rund 70 Prozent des Geschäfts von Bayer Healthcare bestreiten und mittelfristig wohl mehr als ein Drittel zu Umsatz und Gewinn des gesamten Bayer-Konzerns beisteuern.

Während viele externe Beobachter die Perspektiven des nunmehr größten deutschen Pharmaherstellers eher moderat beurteilen, sieht Higgins solide Chancen für das Unternehmen, seine Position als Anbieter von Spezialmedikamenten weiter auszubauen. "Die Logik hinter der Übernahme ist überzeugend und unsere langfristigen Aussichten sind sehr gut", sagte er. Mit seinen Umsatzprognosen bleibt Higgins allerdings eher vorsichtig: Man gehe davon aus, mindestens mit dem Markt zu wachsen.

Zumindest 2006 dürfte das keine Probleme bereiten. Schering und Bayer haben im ersten Halbjahr 2006 ihren addierten Pharmaumsatz um fast zwölf Prozent auf gut fünf Mrd. Euro gesteigert und sind damit doppelt so schnell gewachsen wie der Weltpharmamarkt. Beide Partner haben ihre Ertragsprognosen für das Gesamtjahr angehoben. Mit einem addierten Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) von 1,1 Mrd. Euro und einer Ebitda-Rendite von knapp 22 Prozent liegt Bayer Schering derzeit allerdings mehr als acht Prozentpunkte hinter dem Branchenschnitt zurück.

Higgins machte deutlich, dass Bayer Schering in den kommenden Jahren den Löwenanteil zur angestrebten Ertragssteigerung der Bayer Gesundheitssparte liefern soll. Deren Ebitda-Rendite soll bis 2009 von derzeit 19 auf 25 Prozent zulegen, was viele Analysten als realistische Vorgabe einschätzen. "Mit Hilfe von Synergien und weiterem Wachstum bei wichtigen Produkten sollte dieses Ziel gut zu erreichen sein", schätzt Ulle Wörner von der LBBW. Insgesamt plant Bayer 700 Mill. Euro an Einsparungen im Zuge der Integration.

Was die Wachstumsperspektiven des neuen Unternehmens angeht, überwiegen indes eher verhaltene Einschätzungen. Die Investmentbank Lehman Brothers etwa rechnet für die kommenden Jahre lediglich mit einem mäßigen Umsatzplus von durchschnittlich vier Prozent. Hintergrund sind vor allem Unsicherheiten mit Blick auf Produktprogramm und Forschungs-Pipeline, die als eher mittelmäßig gelten. Hier bringt Schering aus Sicht mancher Investoren wenig Verstärkung: "Wir glauben nicht, dass die Pipeline von Bayer besser geworden ist. Gemessen am größeren Umsatz wird sie eher verwässert", meint Holger Geissler, Fondsmanager von DWS. Schering hatte in den letzten Jahren eine ganze Reihe von Rückschlägen zu verkraften. Zuletzt mussten die Berliner von enttäuschenden Studienresultaten für Leukine im Einsatz gegen chronische Darmerkrankungen berichten.

Was Neuentwicklungen betrifft, konzentrieren sich daher die Hoffnungen stark auf zwei Wirkstoffe aus der Bayer-Forschung - das Krebsmittel Nexavar und das Thrombosemedikament Faktor Xa.

Am günstigsten sieht es dabei für Nexavar aus, ein Nierenkrebsmittel, das in Europa und den USA bereits zugelassen ist und im ersten Halbjahr 44 Mill. Euro Umsatz erzielte. Der Wirkstoff hat aus Sicht von Fachleuten die Chance, einmal über zwei Mrd. Euro Jahresumsatz zu erzielen. Allerdings muss sich Nexavar in der Konkurrenz mit Medikamenten wie Sutent von Pfizer und Avastin von Roche bewähren.

Größer ist die Unsicherheit bei Faktor Xa, für den die abschließenden klinischen Tests erst in diesem Jahr angelaufen sind. Für das interessanteste Anwendungsgebiet, die Vorbeugung gegen Schlaganfälle, ist eine Zulassung frühestens gegen Ende des Jahrzehnts in Sicht. Bis dahin aber muss Bayer mit Konkurrenz durch ein ähnliches Produkt von Boehringer Ingelheim rechnen.

Hofmann, Siegfried



15. September 2006

chinaman - Samstag, 23. September 2006 - 10:30
Handelsblatt Nr. 182 vom 20.09.06 Seite 18


Bayer setzt trotz Hysterie um Genreis auf neue Produkte

Trotz der Aufregung über den Reis LL601 baut Crop Science langfristig auf Genprodukte

SIEGFRIED GRASS | MONHEIM Die Pflanzenschutzsparte des Leverkusener Chemiekonzerns Bayer, Bayer Crop Science, will in den kommenden zehn Jahren das Geschäft mit Saatgut deutlich ausbauen. "Der Anteil des Geschäfts mit Saatgut und Kulturpflanzen, die über gentechnisch optimierte Eigenschaften verfügen, soll am Unternehmensumsatz von heute rund sechs auf 15 Prozent im Jahr 2015 steigen," sagte Vorstandschef Friedrich Berschauer.

Bayer Crop Science war erst kürzlich in Bedrängnis gekommen, weil Genreis des Konzerns in Spuren im Handel aufgetaucht war. US-Farmer hatten wegen des Absatzeinbruchs Schadensersatzklagen gegen Bayer eingereicht. Berschauer sagte dazu nur: "Die Umstände, warum es zu einer Freisetzung von LL601 in den USA gekommen ist, sind nicht klar."

Der Crop-Science-Chef wies aber darauf hin, dass alle bisher durchgeführten Untersuchungen keine Gefährdung für die Gesundheit ergeben hätten: "Wir sind der Überzeugung, dass wir verantwortlich und im Einklang mit allen einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen gehandelt haben."

Bayer werde sich dennoch alle Optionen offen halten, langfristig auch bei der Gemüsesaat in die Gentechnologie einzusteigen: "Das ist nur eine Frage der Zeit." Derzeit werde jedoch das angebotene Saatgut bei Bayer ausschließlich konventionell gezüchtet.

Der Teilkonzern der Bayer AG, der mit einem Umsatz im ersten Halbjahr von 3,35 Mrd. Euro rund ein Viertel zum gesamten Geschäft von 14,2 Mrd. Euro beigetragen hat, spürt das schwierige wirtschaftliche Umfeld. Der weltweite Pflanzenschutzmarkt wird wegen anhaltender Trockenperioden in Nordamerika und Australien sowie der angespannten wirtschaftlichen Situation der Landwirte in Brasilien, auch wegen der Wetterkapriolen in Europa in diesem Jahr wohl um fünf Prozent zurückgehen. Bereinigt um Wechselkurs- und Portfoliobereinigungen bedeutete das für Bayers Pflanzenschutzsparte ein Umsatzminus im ersten Halbjahr von 2,6 Prozent.

Crop Science will nun mit Kostensenkungsmaßnahmen, Innovationen und Investitionen gegensteuern. Von dem bereits angekündigten Abbau von 1 500 Stellen sind in Deutschland die Standorte Monheim und Frankfurt betroffen. Der Stellenabbau soll bis 2009 abgeschlossen sein. Weltweit fällt dieser Abbau bei 19 000 Mitarbeitern nicht so sehr ins Gewicht. Gewichtiger sind die Aussagen von Vorstandsmitglied Wolfgang Welter zu den Standorten: Von weltweit 50 Produktionsstandorten will Crop Science 15 schließen. Insgesamt soll das Paket zur Kostensenkung ab 2010 zu jährlichen Einsparungen von rund 300 Mill. Euro führen. Seit der Übernahme von Aventis im Jahr 2002 beläuft sich das gesamte Einsparvolumen dann auf rund eine Milliarde Euro.

Auch wenn der Weltagrarmarkt schwächelt, geht Berschauer langfristig von einem Wachstumsmarkt aus: "Wir erwarten, dass das Volumen für Pflanzenschutzmittel und Saatgut sowie für das endverbrauchernahe Haus- und Gartensegment von heute 44 Mrd. Euro auf rund 48 Mrd. Euro im Jahr 2015 wachsen wird."

Als Folge der deutlich höheren Forschungsaufwendungen - der Etat soll bis 2015 auf jährlich 750 Mill. Euro erhöht werden - werde Bayer CropScience mit patentgeschützten Pflanzenschutzmitteln in den kommenden zehn Jahren mehr als 50 Prozent des Umsatzes erzielen. "Gezielte Akquisitionen in bestimmten Teilmärkten sind zudem durchaus denkbar", fügte Berschauer hinzu. Bis zu einer Milliarde Euro ständen für Käufe zur Verfügung.

Grass, Siegfried



20. September 2006

chinaman - Montag, 2. Oktober 2006 - 04:55
Handelsblatt Nr. 188 vom 28.09.06 Seite 21


Bayer und BASF droht Durststrecke im Agro-Geschäft

Vormarsch genmodifizierter Saaten dämpft Wachstum bei Pflanzenschutz

SIEGFRIED HOFMANN | FRANKFURT Mit großen Zukäufen haben BASF und Bayer vor wenigen Jahren ihre Pflanzenschutz-Sparten ausgebaut. Die Ambitionen in der Agrochemie entpuppen sich für die Chemiekonzerne indes zusehends als strategische Sackgasse. Das Geschäft mit Unkraut- und Insektenbekämpfungsmitteln liefert zwar ansehnliche Renditen, aber kaum noch Wachstum.

Weitere Ertragssteigerungen sind damit fast nur noch über Kostensenkung möglich, wie das jüngste Sparprogramm bei Bayer deutlich macht. Um die angestrebte Ebitda-Rendite von 29 Prozent zu erreichen, will der Leverkusener Konzern 1 500 Stellen bei seiner Tochter Bayer Crop Science streichen. BASF trimmt die Agrosparte bereits seit Jahren auf Effizienz, konnte dennoch einen Gewinnrückgang im ersten Halbjahr nicht verhindern.

Als Hauptgrund für die jüngste Schwäche gilt die ungewöhnliche Trockenheit im Frühjahr und Sommer. Hinter den vielzitierten "Witterungseinflüssen" kommen indessen auch strukturelle Effekte zum Tragen. Deutliches Wachstum im Agro-Sektor bringt fast nur noch die Pflanzenbiotechnologie - ein Bereich, in dem Konzerne wie Bayer, BASF und der US-Konzern Dow bisher relativ schwach vertreten sind.

Im klassischen Pflanzenschutzgeschäft mit etwa 26 Mrd. Euro Marktvolumen wirken die Perspektiven ausgesprochen bescheiden. Friedrich Berschauer, Chef von Bayer Crop Science, geht davon aus, dass dieser Markt bis 2015 um etwa 0,6 Prozent pro Jahr schrumpft. Dem stehen Wachstumsraten von etwa drei Prozent im Chemiegeschäft und fünf bis sechs Prozent im Pharmasektor gegenüber.

Gebremst wird der Markt vor allem durch den Vormarsch genmodifizierter Saaten (GMOs) in Nord- und Südamerika. Die entsprechenden Pflanzen zeichnen sich dadurch aus, dass sie an einfachere Unkrautbekämpfungsmittel angepasst oder mit Resistenzen gegen Schädlinge ausgestattet sind. "Diese Technologie wird letztlich nicht aufzuhalten sein und hat damit direkten Einfluss auf den Absatz von Pflanzenschutzmitteln", sagt Heinz Müller, Agro-Experte der DZ Bank. Analysten der Citigroup schätzen, dass der Siegeszug der Gensaaten das Volumen des Pflanzenschutzmittel-Marktes inzwischen bereits um etwa drei Mrd. Dollar gedämpft hat.

Motor und nahezu alleiniger Nutznießer der Entwicklung ist der US-Konzern Monsanto, der seit Ende der 90er Jahre auf Pflanzen-Biotechnologie setzt und nun die Früchte dieser Neuausrichtung einfährt. Monsanto bestreitet nach Schätzung der Citigroup knapp 90 Prozent des Weltmarktes für genveränderte Saaten und dürfte auch einen Großteil des künftigen Marktwachstums absorbieren. Mit der geplanten Übernahme des Saatgutherstellers Delta and Pine Land für 1,5 Mrd. Dollar ist der US-Konzern dabei, seine Position noch zu stärken. Insgesamt dürfte der Umsatz mit GMOs bis Ende des Jahrzehnts von 5,3 Mrd. Dollar auf fast neun Mrd. Dollar expandieren. In guter Ausgangsposition sehen Fachleute auch die Schweizer Syngenta und den US-Konzern Dupont, die ebenfalls stark im Saatgutbereich investierten.

Bayer erzielt dagegen nur fünf Prozent seiner Agroerlöse mit Saatgut und hofft, den Anteil bis 2015 auf 15 Prozent zu steigern. BASF ist in dem Sektor lediglich über eine Minderheitsbeteiligung an der schwedischen Firma Svalöf Weibull und verschiedene Forschungsfirmen wie die kürzlich erworbene belgische Firma Cropdesign vertreten. Beide Konzerne setzen auf genmodifizierte Pflanzen der zweiten Generation, die sich durch bessere Erträge und Inhaltsstoffe auszeichnen. F+E-Budgets von 80 bis 90 Mill. Euro pro Jahr dürften indes kaum ausreichen, um zu einem Konkurrenten wie Monsanto aufzuschließen, der fast die kompletten Forschungsausgaben von 600 Mill. Dollar in die Pflanzenbiotechnologie pumpt. "Der Aufholprozess dürfte schwierig bleiben", schätzt Thomas Neck, Pflanzenschutzexperte beim Industrieverband Agrar.

Nennenswerte Umsätze mit genmodifizierte Saaten sind bei den beiden Chemiekonzernen frühestens Anfang des nächsten Jahrzehnts in Sicht. Bis dahin sind sie darauf angewiesen, mit neu entwickelten Pflanzenschutzmitteln Anteile in einem schrumpfenden Markt zu gewinnen. Auch dies wird tendenziell schwieriger, vor allem auf dem wichtigen europäischen Markt. Denn die EU hegt nicht nur die Abneigung gegen Gensaaten. Sie will auch die Zulassungsbedingungen für neue Pflanzenschutzmittel deutlich verschärfen.

Hofmann, Siegfried



28. September 2006

chinaman - Mittwoch, 25. Oktober 2006 - 05:33
Handelsblatt Nr. 205 vom 24.10.06 Seite 25


Bayer-Tochter schrumpft radikal

Bayer und Lanxess wollen bei ihrer Chemieparktochter Bayer Industry Services 2 900 Stellen abbauen oder ausgliedern.

SIEGFRIED GRASS | LEVERKUSEN Deutschlands größter Chemiepark-Betreiber, die Bayer Industry Services (BIS), will seine Wettbewerbsfähigkeit durch ein umfangreiches Sparpaket wieder herstellen. Die gemeinsame Tochtergesellschaft von Bayer (60 Prozent) und Lanxess (40 Prozent) will die Kosten ab dem Jahr 2009 jährlich um 125 Mill. Euro senken. Hierzu sollen 600 Arbeitsplätze durch Altersteilzeit, Abfindungen und natürliche Fluktuation abgebaut werden. Darüber hinaus sind 2 300 Stellen für eine Ausgliederung vorgesehen.

Klaus Schäfer, Geschäftsführer der BIS, begründete die von ihm als unvermeidbar bezeichneten Maßnahmen damit, dass auch die Wettbewerbsfähigkeit der 60 angesiedelten Chemiepark-Partner und der zwei Anteilseigner gewährleistet werden soll: "Wir wollen die BIS neu ausrichten und konkurrenzfähig machen." Betroffen seien die Chemieparks Leverkusen, Dormagen und Krefeld-Uerdingen. An diesen drei Standorten beschäftigen die BIS-Kunden rund 50 000 Mitarbeiter.

Branchenkenner meinen, dass vor allem Lanxess Druck auf BIS ausgeübt habe. Das Chemieunternehmen, das von Bayer vor zwei Jahren ausgegliedert wurde, ist derzeit ebenfalls bemüht, seine eigene Profitabilität durch ein umfangreiches Restrukturierungsprogramm zu verbessern. Dabei beklagt Lanxess-Chef Axel Heitmann immer wieder, dass der Chemiepark-Betreiber als Auftragnehmer zu teuer sei.

Für Eric Thiry, Berater bei A.T. Kearney, sind die Maßnahmen bei BIS daher eine "logische Konsequenz": "Die indirekte Kostenbelastung für die Unternehmen wurde einfach zu groß." Die historisch gewachsenen Chemiestandorte Leverkusen, Dormagen und Uerdingen befinden sich dabei in einer besonders schwierigen Situation. In Leverkusen hat nicht nur Bayer Produktionen aufgegeben, auch die Pleite von Agfa bewirkte, dass viele Anlagen leer stehen. Zudem machen die hohen Strompreise deutsche Standorte nicht gerade attraktiv.

Beschäftigte von BIS wollen am Dienstag nach Betriebsversammlungen an mehreren Standorten gegen den geplanten Stellenabbau protestieren. Einen Arbeitskampf lehnt die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) zur Zeit aber ab. BIS-Gesamtbetriebsratschef Jörg Feldmann sprach von "schockierenden Zahlen". Er räumte ein, dass es bei dem Tochterunternehmen von Bayer und Lanxess Probleme gebe, über die die Arbeitnehmervertreter zu sprechen bereit seien. Der von der Geschäftsführung angekündigte sozialverträgliche Personalabbau könne jedoch nicht bedeuten, dass die gesamte Belegschaft künftig 40 Stunden arbeiten und Lohneinbußen hinnehmen solle.

Namen eines möglichen Partners, dem BIS vor allem seine technischen Dienste mit 1 500 Mitarbeitern übertragen will, nannte BIS-Chef Schäfer nicht: "Diesen Bereich wollen wir an einen leistungsstarken Branchenspezialisten veräußern, der aufgrund seiner Größe und seiner Erfahrung die erforderlichen Dienstleistungen wettbewerbsfähig anbieten kann." Neben den technischen Diensten sollen auch für Bereiche des operativen Werkschutzes (Tor- und Schutzdienste - betroffen sind 180 Mitarbeiter) sowie für Bereiche des Facility-Services (Hausmeisterdienste in den Gebäuden, Gärtnerei, Verkehrsflächenservice, Wäscherei - 360 Mitarbeiter) Käufer aus den jeweiligen Marktsegmenten gesucht werden, die diese Dienstleistungen mit den heutigen Mitarbeitern weiterführen wollen.

Zu den Sanierungsmaßnahmen gehören auch kleinere Bereiche: Die Fortbildung, die Kulturabteilung, die Vereinskoordinierung (Förderung der Bayer-Sportvereine) sowie das Immobiliengeschäft sollen wieder in den Bayer-Konzern übergehen. Davon sind 270 Mitarbeiter betroffen. Schäfer bezeichnete diese Funktionen als strategische, konzeptionelle oder repräsentative Aufgaben. Davon hat zuletzt ohnehin fast ausschließlich Bayer profitiert.

Zum Kerngeschäft von BIS zählt Schäfer künftig das Umwelt-Management, das Werkschutz-Management, die Werksfeuerwehr sowie die Bereiche Energieversorgung, Umweltdienste (Entsorgung) und die Infrastruktur. Ausbildung sowie Verfahrensund Anlagensicherheit sollen ebenfalls zu den künftigen BIS-Diensten gehören. Um auch diese Geschäftsfelder profitabler zu machen, soll die Effizienz sofort mit einem umfangreichen Maßnahmenpaket gesteigert werden. Analytik, der Gesundheitsschutz und die Arbeitssicherheit sollen saniert und ebenfalls innerhalb der BIS weitergeführt werden.

Grass, Siegfried



24. Oktober 2006

Diskussionsforum der stw-boerse: DAX / MDAX: Bayer
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