Diskussionsforum der stw-boerse: Deutsche Nebenwerte: Lang+Schwarz
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prof - Samstag, 23. Februar 2019 - 11:43
Für mich ergibt sich die Frage. Was passiert im Worst Case mit dem künftigen Geschäftsmodell? Ist das Unternehmen dann noch überlebensfähig?

chfin - Samstag, 23. Februar 2019 - 20:57
>Aus Gründen kaufmännischer Vorsicht muss die L&S AG in 2018 für den Fall der Versteuerung nach §8b (neue Fassung ab 2017) eine Rückstellung bilden, da dieses finanzielle Risiko heute höher ist, als das Risiko nach §8b (alte Fassung).

Ich dachte eigentlich immer, dass man Rückstellungen für Ereignisse bildet, die möglicherweise eintreten werden. Nach jetzigem Rechtsstand ist die Besteuerung nach 8b neuem Stand gültig. Da müssten m.E. keine Rückstände gebildet werden, sondern schlicht und einfach Steuern abgeführt werden.

Was verstehe ich da nicht richtig?

levdul1 - Mittwoch, 15. Mai 2019 - 09:07
Lang & Schwarz hat Quartalszahlen geliefert und das Publikum ist nicht begeistert. Begründet wird dies mit einem Rückgang des Handelsvolumens aufgrund der unsicheren Börsenlage.

Ich hätte gedacht, dass die Einnahmen aus dem Wikifoliobetrieb das zyklische Brokergeschäft etwas abfedern. das scheint nicht der Fall zu sein. Deswegen bin auch ich enttäuscht. Übersehe ich das etwas ?

prof - Mittwoch, 15. Mai 2019 - 09:47
Die Adhoc haut mich auch nicht vom Hocker und kein Wort über die Steuerproblematik. Damit dürfte die Kröte von L&S geschluckt worden sein.

al_sting - Mittwoch, 15. Mai 2019 - 10:13
http://www.ls-d.de/investor-relations/finanznachrichten/2019/330-lang-schwarz-verhaltener-jahresauftakt-2019-ergebnis-fuer-2018-bestaetigt

Lang & Schwarz: Verhaltener Jahresauftakt 2019, Ergebnis für 2018 bestätigt

vom 15.05.2019 08:30

Konzernüberschuss TEUR 450 im ersten Quartal 2019 (Vorjahr: TEUR 2.711)
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit TEUR 648 im ersten Quartal 2019 (Vorjahr: TEUR 4.219)
Ergebnis pro Aktie EUR 0,14 im ersten Quartal 2019 (Vorjahr: EUR 0,86)
Konzernergebnis 2018 bestätigt

Düsseldorf, 15. Mai 2019 - Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft weist im ersten Quartal 2019 einen Konzernüberschuss nach HGB in Höhe von TEUR 450 aus. Hiermit wurde das Ergebnis des Rekordquartals des Vorjahres (TEUR 2.711) deutlich unterschritten. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit stellte sich zum 31. März 2019 mit TEUR 648 ein, nach TEUR 4.219 im Vorjahreszeitraum. Der Rohertrag der geschäftlichen Tätigkeit (Zinsergebnis zzgl. Provisionsergebnis und Handelsergebnis) ging um 48% im ersten Quartal 2019 auf TEUR 4.094 nach TEUR 7.843 im Vorjahreszeitraum zurück. Die Verwaltungsaufwendungen (Personalaufwendungen zzgl. sonstige betriebliche Aufwendungen) nahmen auf TEUR -3.318 ab, nach einem Vorjahreswert von TEUR -3.540. Steuern vom Einkommen und Ertrag wurden in den ersten drei Monaten 2019 in Höhe von TEUR -196 berücksichtigt, gegenüber TEUR -1.506 im Vorjahresvergleichszeitraum.

„Der anhaltenden Unsicherheit an den Finanzmärkten konnten sich auch unsere Kunden nicht entziehen. Die verhaltene Handelstätigkeit ist an unserem Ergebnis für das erste Quartal 2019 abzulesen. Diese Entwicklung steht im absoluten Gegensatz zur Entwicklung noch vor einem Jahr, als das börsliche und auch politische Umfeld unsere Kunden zu deutlich höheren Handelsaktivitäten animierte“, führt Vorstand André Bütow aus.

Die Jahresabschlüsse der Einzelgesellschaften und der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2018 wurden zwischenzeitlich vom Wirtschaftsprüfer geprüft und das Ergebnis bestätigt. Der Überschuss für das Geschäftsjahr 2018 beträgt im Konzern TEUR 275, welches einem Ergebnis von EUR 0,09 pro Aktie entspricht. Das Ergebnis ist maßgeblich durch die steuerliche Vorsorge im Zusammenhang mit § 8b KStG beeinflusst. Zu Einzelheiten wird auf Ausführungen im Konzernabschluss sowie Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2018 verwiesen. Der Vorstand beabsichtigt, der im Juli 2019 stattfindenden Hauptversammlung eine Dividende in Höhe von EUR 1,00 aus dem Bilanzgewinn von TEUR 3.146 vorzuschlagen. „Damit bleiben wir weiterhin bei einer hohen Ausschüttungsquote für unsere Aktionäre auch vor dem Hintergrund der stabilen und operativ erfolgreichen Tätigkeit unserer Gesellschaft“, führt Herr Zahn weiter aus. „Möglich ist dies auch aufgrund einer Eigenmittelausstattung, die sich in den letzten Jahren stetig aus der eigenen Ertragskraft verbessert hat. Die leichte Verbesserung des Börsenumfeldes im zweiten Quartal 2019 erreichte zwischenzeitlich auch unsere handelsaffinen Kunden. Diese Entwicklung ist mit der Hoffnung verbunden, hieraus vermehrt Handelserträge zu erzielen.“

Das Konzernergebnis je Aktie für das erste Quartal 2019 beträgt EUR 0,14 (Vorjahrszeitraum: EUR 0,86).

Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft verfügt zum 31. März 2019 nach den vorläufigen Zahlen nunmehr über bilanzielle Konzerneigenmittel in Höhe von EUR 30 Mio. (Vorjahr EUR 30 Mio.)

Die Konzernmitarbeiteranzahl zum 31. März 2019 beträgt 56.

Die Zahlen zum 31. März 2019 sind ungeprüft und keiner prüferischen Durchsicht unterzogen worden.

al_sting - Mittwoch, 15. Mai 2019 - 10:30
Für mich wirkt diese Quartalsinformation schlicht abschreckend:

- Schlechte Quartalszahlen, erklärt lediglich mit dem lakonischen Kommentar „Der anhaltenden Unsicherheit an den Finanzmärkten konnten sich auch unsere Kunden nicht entziehen.“
Keinerlei Hinweis auf Entwicklungen bei eigenen Innovationen wie Wikifolio oder dem eigenen Markt, auf dem gerade Trade Republic startete. Diese Innovationen und insbesondere der Start von Trade Republic hatten bei mir Hoffnungen auf eine stabile bis besser Zukunft geweckt.

- Die geradezu schockierende Gewinnentwicklung für 2018 (drohend auch für die Zukunft) wird nur in Nebensätzen randständig erwähnt. „Das Ergebnis ist maßgeblich durch die steuerliche Vorsorge im Zusammenhang mit § 8b KStG beeinflusst. Zu Einzelheiten wird auf Ausführungen im Konzernabschluss sowie Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2018 verwiesen."
Ich hatte gerade hier mit weiteren Informationen zum Quartal 1 gerechnet und auch deshalb gehalten.

- Der weitere Ausblick ist sehr vage gehalten „Die leichte Verbesserung des Börsenumfeldes im zweiten Quartal 2019 erreichte zwischenzeitlich auch unsere handelsaffinen Kunden. Diese Entwicklung ist mit der Hoffnung verbunden, hieraus vermehrt Handelserträge zu erzielen.“
Mit anderen Worten: Bei einer Verschlechterung des Börsenumfeldes (die ich durchaus erwarte) rechnet L&S mit einer weiteren Verschlechterung der Ergebnisse?

Nach dem Jahresbericht 2018 die zweite Enttäuschung, sowohl bezüglich der Zahlen als auch der Kommunikation. Mangelhafte Kommunikation hinter schlechten Zahlen ist nach meiner Erfahrung oft ein schlechtes Zeichen. Sei es Bunkermentalität und/oder das Verdecken größerer Probleme.

Für mich genug Gründe für den Ausstieg:
Verkauf, nächster Kurs Tradegate

prof - Mittwoch, 15. Mai 2019 - 10:45
Meine Verkaufsentscheidung fiel ebenfalls, erst jetzt lese ich Al´s Posting und fühle mich bestärkt!
Alles zum nächsten Tradegat Kurs!

al_sting - Mittwoch, 15. Mai 2019 - 10:53
Nächster Handel, 10:38, Kurs 17,10€

-- 800 x 17,10€ = 13.680€
Verlust: 2.400€ / 17,5%.

Schmerzhafte Entwiclung in nur 4 Monaten, aber bei gleich zwei für mich überraschenden Enttäuschungen passiert so etwas halt.

prof - Mittwoch, 15. Mai 2019 - 11:24
Ausführung um 10:53 Uhr zu glatt 17 Euro.
Verlust in dieser zweiten Runde: 26%.
Ich habe wenigstens in der ersten Runde 2017 / 18 recht gut verdient.

al_sting - Mittwoch, 15. Mai 2019 - 17:26
Ja, auch bei mir sind die ersten beiden Runden hochgradig profitabel verlaufen. :-)
In Summe keinerlei Grund zur Beschwerde.

al_sting - Mittwoch, 15. Mai 2019 - 19:30
L&S hat in der Quartalsmeldung bei einem brisanten Punkt auf den Geschäftsbericht 2018 verwiesen - diesen aber nicht zeitgleich mit der Quartalsmeldung online gestellt, sondern erst mit einigen Stunden Verspätung.
Hochprofessionelle Aktion.
Wie auch immer, hier ist er zu finden: http://www.ls-d.de/media/finanzberichte/gesch%C3%A4ftsberichte/2018/Geschaeftsbericht%202018.pdf

Aber auch egal, darin ist auch nicht mehr als Hoffnung formuliert:
"Den Erfolgen auf der Handelsseite, bei gleichzeitig striktem Kostenmanagement, steht nach wie vor eine überaus anspruchsvolle steuerliche Situation gegenüber. DieAnwendbarkeit des neuen § 8b Abs. 7 KStG auf die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft war Gegenstand verschiedener Diskussionen mit der Finanzverwaltung und diversen steuerlichen Beratern der Gesellschaft. Im Geschäftsjahr 2018 wurden in 2017 konzipierte Maßnahmen umgesetztbzw. vorbereitet. Das sind Maßnahmen, bei denen bei der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft selbst keine Aktiengewinne und Aktienverluste mehr erwirtschaftet werden. Diese Maßnahmen können auch Struktur-änderungen beinhalten. Derzeit werden mögliche Maßnahmen mit der Finanzverwaltung abgestimmt. Die Lang & Schwarz Aktiengesellschaft strebt an, von der Finanzverwaltung eine rechtlich bindende Auskunft zu erhalten. Der Ausgang der Abstimmung mit der Finanzverwaltung ist mit Unsicherheiten verbunden und kann daher nicht mit hinreichender Sicherheit vorausgesagt werden. Zurzeit wird eine positive Auskunft zu Gunsten der Lang & Schwarz Aktiengesellschaft durch die Finanzverwaltung als wahrscheinlicher eingeschätzt als das Risiko einer negativen Auskunft."

covacoro - Donnerstag, 29. August 2019 - 17:32
Heute wieder Zahlen:

Rohertrag +7% im zweiten Quartal auf TEUR 4.604
Ergebnis +45% auf TEUR 1.046, also richtig gut.

Ergebnis aber formal aufgezehrt durch eine bereits angekündigte Steuerrückstellung in Höhe von TEUR 2.823! Damit sind insgesamt TEUR 15.638 in die Rückstellungen befördert worden.

Wie geht es weiter?

"Im zweiten Halbjahr 2019 erwarten wir eine abschließende Klarstellung der Finanzverwaltung zu der bereits vorliegenden grundsätzlich positiven Antwort auf unsere beantragte verbindliche Auskunft zur Anerkennung der umgesetzten Maßnahmen. Weiterhin stehen wir mit den Steuerbehörden auch im Hinblick auf die Besteuerung 2017 und 2018 in Kontakt und sind positiv gestimmt, diese Abstimmung kann aber einen längeren Zeitraum in Anspruch nehmen."

Meine Interpretation: für 2019 wird man im H2 Klarheit haben und erwartet Gewinne, die nicht mehr durch die Neuregelung des Paragraphen belastet werden oder zu Rückstellungen führen. Ab 2020 dann Business as usual. Für 2017/18 und ob die Rückstellungen abfließen oder nicht, ist der Ausgang offen.

Aktie heute +1% (wie der DAX).

Covacoro

prof - Freitag, 30. August 2019 - 09:26
Hm das klingt alles gar nicht so schlecht. Besonders, dass die Unsicherheit bald weg ist. Aber für mich ist die Aktie wohl auf Jahre verbrannt.

levdul1 - Freitag, 30. August 2019 - 09:51
@Prof

Das verstehe ich nicht. Wenn eine Aktie stark gefallen ist und die fundamentale Seite sich aufhellt, dann sollte man sich das doch anschauen, oder ?

prof - Freitag, 30. August 2019 - 10:22
Das mag stimmen, nur bin ich hier nachtragend!

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