Diskussionsforum der stw-boerse: SDAX: W&W - Wüstenrot und Württembergische
stw - Donnerstag, 21. Mai 2015 - 14:49
Habe gerade gesehen, dass die Unicredit ihren Anteil an der W&W AG (Wüstenrot + Württembergische) verkauft hat und der Streubesitz damit von 8% auf 20% steigt. Damit sollte W&W mittelfristig wie ein ganz normaler (konservativer) Finanzdienstleister bewertet werden.
Das ist eine langweilige Aktie mit fürchterlichem Geschäftsmodell rund um Bausparen und Lebensversicherung - sicher kein Highflyer, aber die Kennzahlen machen die Aktie für mich als Value-Investor sehr interessant: KBV<0,5 , KGV=7, KCV<1.
Ich kenne kaum ein ähnlich niedrig bewertetes seriöses Unternehmen in D ehrlich gesagt.
Ich habe das Unternehmen noch nicht genauer analysiert, werde das aber schnellstmöglich nachholen.
Ziel ist hier mit der Aktie 50% innerhalb von 3 Jahren zu verdienen d.h. Kursziel 25-26€.

Die Prognosen des Vorstandes scheinen sehr konservativ zu sein (typisch schwäbisch eben).

:-) stw

Gewinn über Plan und Vorjahr – Starkes Baufinanzierungsgeschäft
Die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W) ist mit Schwung in das Jahr gestartet. Der Vorsorge-Spezialist verzeichnet in den ersten drei Monaten 2015 gute Neugeschäftszahlen und eine positive Gewinnentwicklung. Der Konzernüberschuss liegt mit 54,7 Millionen Euro (Vorjahr: 54,2 Millionen Euro) sowohl leicht über dem Niveau des ersten Quartals 2014 als auch über dem Planwert. Das Vorsteuer-Ergebnis legte auf 88,7 Millionen Euro zu (Vorjahr: 74,2 Millionen Euro). Für das laufende Geschäftsjahr rechnet die W&W-Gruppe weiter mit einem IFRS-Jahresüberschuss von rund 200 Millionen Euro nach Steuern. Voraussetzung dafür ist, dass außergewöhnliche Belastungen insbesondere infolge extremer Schäden oder besonderer Kapitalmarktveränderungen ausbleiben.

Die Wüstenrot Bausparkasse erzielte in einem angespannten Gesamtmarkt im ersten Quartal mit knapp 3,6 Milliarden Euro Bausparsumme ein gegenüber dem Vorjahreszeitraum konstantes Brutto-Neugeschäft. Das Netto-Neugeschäft, das dem Brutto-Neugeschäft zeitlich versetzt nachläuft, lag mit 2,6 Milliarden Euro Bausparsumme leicht unter dem Vorjahr (2,8 Milliarden Euro). Insgesamt hat Wüstenrot seine Position als Nummer 2 der Branche gefestigt.

Sehr erfreulich verlief im ersten Quartal das Baufinanzierungsgeschäft. Konzernweit kletterte es um rund ein Viertel auf rund 1,3 Milliarden Euro (Vorjahr: 1,05 Milliarden Euro). Bei weiterhin bestehender Fokussierung auf ertragsstarke Angebote konnte die insgesamt positive Entwicklung des Baufinanzierungsgeschäftes in Deutschland somit noch vergleichsweise stärker genutzt werden. Eine wesentliche Triebfeder dieser positiven Entwicklung war die Vermittlungstätigkeit an Fremdbanken über die im Jahr 2014 voll etablierte Baufinanzierungsplattform. Das Neugeschäftsvolumen stieg hier um rund 65 Prozent auf 193 Millionen Euro.

Versicherungen stabil auf hohem Niveau

Im Geschäftsfeld Versicherungen lagen die gebuchten Bruttobeiträge bei den Personenversicherungen der Württembergischen in den ersten drei Monaten 2015 mit rund 577 Millionen Euro leicht unter dem Vorjahreswert (596 Millionen Euro). Darin spiegelt sich vor allem der Rückgang bei den Einmalbeiträgen. In diesem Segment verfolgt der W&W-Konzern eine weiterhin vorsichtige Zeichnungspolitik. In der Schaden- und Unfallversicherung konnten die gebuchten Bruttobeiträge hingegen deutlich um mehr als vier Prozent auf 773 Millionen Euro (Vorjahr: 743 Millionen Euro) gesteigert werden. Insbesondere die Sparte Kraftfahrt entwickelte sich dabei positiv.

Dr. Alexander Erdland, Vorstandsvorsitzender der W&W AG: „Das erste Quartal 2015 unterstreicht die solide Marktstellung der W&W-Gruppe, die wir uns in den vergangenen Jahren trotz anhaltend niedriger Zinsen und trotz der Kosten für die deutlich verschärften regulatorischen Auflagen erarbeitet haben. Von dieser Ausgangsposition können wir jetzt verstärkt in neue Services und Produkte investieren. Dies dient der nachhaltigen Qualität unserer Leistungen und damit der Zufriedenheit unserer Kunden.“


Stuttgart, 12. Mai 2015

stw - Donnerstag, 21. Mai 2015 - 14:50
Aufnahme zu 17,23€ ins stw-Musterdepot ist erfolgt.

prof - Donnerstag, 21. Mai 2015 - 18:08
Charttechnisch langweilig neutral. Allerdings könnte die größere Marktkapitalisierung eventuell eine SDAX - Aufnahme befördern?
Prof

al_sting - Donnerstag, 21. Mai 2015 - 18:17
Sehr interessante Idee!
Ich hatte die Firma vor einigen Jahren intensiver auf dem Schirm. Wundert mich, dass wir keinen alten Faden dazu haben.
Werde mir das Unternehmen auch noch mal näher anschauen, hatte es auch als interessante Buchwertspeku in Erinnerung. Wenn jetzt die Zinswende kommt und damit die Falle der Lebensversicherer und der Bauspardarlehen ein Ende findet, kann W&W wirklich spannend werden. Gut möglich, dass ich dir hier auch bald folge.

xenon - Freitag, 22. Mai 2015 - 13:20
Wert ist seit dem 13.05. im "populären" wikifolio Börse Online Nebenwerte-Depot.

al_sting - Montag, 1. Juni 2015 - 17:55
Interessante Entwicklung: Die Hypovereinsbank trennt sich von ihrem W&W-Aktienpaket in Höhe von 7,6%. Die Papiere wurden deutlich UNTER Marktkursen plaziert, zu 16,50€. Interessante Folgen:
- Der Kurs ging auch zurück, zumindest kurzfristig.
- Durch den höheren Free-Float-Anteil könnte die Chance auf Index-Aufnahme (MDAX) steigen.
- Durch den höheren Freefloat-Anteil sollte das mittlerweile allüberall bedrohliche Risiko einer Börsenabmeldung gesunken sein. Bei Interesse hätte der Hauptakionär ja auch das Paket komplett kaufen können.
Dazu kommt noch diese interessante und optimistische Analyse, und W&W sieht immer interessanter aus.
http://investor-magazin.de/2821wuestenrot-wuerttembergische-aktie-wird-durch-aktienplatzierung-wachgekuesst/

levdul1 - Dienstag, 2. Juni 2015 - 09:44
Operativ gesehen sind W&W sicherlich nicht gerade eine Ertragsperle. Und auf die Probleme der Versicherer im Niedrigzinsumfeld hatten wir schon hingewiesen.

Andererseits ist das Eigenkapital über Jahre gewachsen und der Aktienkurs stagniert seit über 10 Jahren. Somit sind wir jetzt bei einem KBV von unter 0,5 angelangt.

Somit ist die Prognose von stw über 50 % in drei Jahren valide. Wenn das Zinsumfeld sich wieder ändert (und darauf deutet der Bund-Future langsam hin), könnte ich mir auch noch mehr vorstellen. KBV 0.8 bis 1 ist sicherlich gerechtfertigt.

Ich werde mir ein paar Stückchen in mein Privatdepot legen.

stw - Montag, 8. Juni 2015 - 10:35
W+W will wohl vom General Standard in den Prime Standard wechseln und wäre dann sogar ein MDAX-Kandidat. Offenbar hat das Management nun tatsächlich Interesse daran, den Kurs zu steigern. ICh bin sehr positiv für die Aktie.

:-) stw

stw - Dienstag, 21. Juli 2015 - 13:36
Ich denke es ist nur eine Frage der Zeit, bis die im Branchenvergleich deutlich zurückgebliebene Aktie entdeckt wird. Das KGV im laufenden GJ beträgt unter 7 nach der aktuellen Erhöhung der Gewinnprognose.

:-) stw

Wüstenrot & Württembergische AG / Schlagwort(e): Prognose

21.07.2015 12:55

Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung nach § 15 WpHG, übermittelt durch
DGAP - ein Service der EQS Group AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.

=--------------------------------------------------------------------------


Die Wüstenrot & Württembergische AG (W&W) erhöht ihre Prognose für das
Konzernergebnis 2015. Der IFRS-Jahresüberschuss wird sich voraussichtlich
in einer Bandbreite von 200 bis 240 Millionen Euro bewegen. Vorausgesagt
waren bislang rund 200 Millionen Euro. Die Anhebung der Prognose beruht auf
dem positiven Geschäftsverlauf im 1. Halbjahr 2015, einem Sondereffekt
sowie einem günstigeren Schadensverlauf im Kraftfahrtgeschäft.

stw - Donnerstag, 8. Oktober 2015 - 14:04
Kaufempfehlung der DZ Bank, hier die Analyse zum Download: http://www.ww-ag.com/rmedia/media/konzern/dokumente_2/analystenmeinung/20150814_DZBank_Deutsch_Flash_Q2.pdf

Wenige überraschendes Fazit: Die W&W-Aktie ist mit einem KGV2015e von 6,1 und einem Kurs/Buchwert von 0,41 im Vergleich zu anderen Banken und Versicherern niedrig bewertet

:-) stw

stw - Freitag, 6. November 2015 - 13:01
Gestern kam eine nochmalige Anhebung der Gewinnprognose. Ob dies hilft, die Aktie aus ihrem Dornröschenschlaft zu wecken? Das KGV für 2015 beträgt weniger als 6.

2015-11-05 / 16:56
Veröffentlichung einer Ad-hoc-Mitteilung nach § 15 WpHG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.

Die Wüstenrot & Württembergische AG (W&W) erhöht ihre Prognose für das Konzernergebnis 2015. Der
IFRS-Konzernjahresüberschuss wird sich voraussichtlich in einer Bandbreite von 240 bis 280 Millionen Euro bewegen.
Vorausgesagt waren bislang 200 bis 240 Millionen Euro. Die Anhebung der Prognose beruht auf einer weiteren Optimierung
des Geschäftsmodells, die sich auch in reduzierten Kosten niederschlägt, der zuletzt positiven Entwicklung an den
Aktienmärkten sowie einem günstigeren Schadensverlauf im Bereich der Sachversicherung.

levdul1 - Donnerstag, 12. November 2015 - 17:17
Börse online empfiehlt W&W mit Einsatz eines Hebelproduktes mit Hebel=5,9 !!!

Auch wenn die Aktie günstig ist, empfinde ich einen Hebel von fast 6 als recht spekulativ.

prof - Donnerstag, 12. November 2015 - 17:33
An diesen Chart gehe ich nicht mal ungehebelt ...
;-) Prof

stw - Montag, 23. November 2015 - 15:07
W+W wird wohl demnächst in den SDAX aufgenommen. Das sollte dem Kurs weiteren Rückenwind verleihen, da sich in diesem Zusammenhang wesentlich mehr institutionelle Anleger mit dem Wert beschäftigen werden.

:-) stw

Wüstenrot positioniert sich als SDAX-Kandidat

Die Liste der Unternehmen, die in den SDAX drängen, ist soeben länger geworden. Der jüngste Kandidat ist die Wüstenrot & Württembergische AG, die mit der Aufnahme in den Prime-Standard die Grundlage schafft, in die DAX-Familie aufgenommen zu werden. Ob es im Dezember 2015 allerdings noch klappt, ist nicht sicher. Als sicher gilt an der Börse allerdings, dass die Aktie des Finanzdienstleisters spätestens im kommenden Jahr im SDAX notiert sein wird.

helmut - Mittwoch, 25. November 2015 - 14:42
Also Al wir hatten schon einen Faden für die W&W
http://www.stw-boerse.de/main.php3?url=http://www.stw-boerse.de/forum/board.php3?url=http://www.stw-boerse.de/forum/messages/38/2735.html?1187164674

und ich war auch schon investiert (2007 bis 2009). Die Firma hat sich in der Zwischenzeit doch ordentlich entwickelt - ohne, dass der Kurs wirklich davongelaufen wäre.


Ich nehme mal meine eigene Analyse von damals (Auf Basis JA 2006) als Basis für einen Vergleich:

- Lebensversicherung:

2006:
Diese freie RfB betrug per 1.1.2004 noch minus (!!) 66 Mio., per 1.1.2005 lag sie immer noch bei mickrigen 6 Mio., erst per 31.12.2005 stieg sie auf gut 600 Mio (aus dem Kauf der Karlsruher heraus). Hier steht jetzt also wieder Risikopuffer für zukünftige Zuweisungen zur Verfügung und hat sich auch die Marktposition stark verbessert.
Was ist der Bereich wert? Die Karlsruher wurde um knapp 190 Mio. gekauft . Wenn man die Deckungsrückstellung als Vergleichsmaßstab nehmen würde, dann müsste der gesamte Bereich der heutigen W&W ca. 500 Mio. wert sein. Aufgrund der schlechten Ausgangslage würde ich aber nur 300 Mio. ansetzten (bei einem Segment EK von 220 Mio.)

Und heute:
Die RFB lag Ende 2014 bei 2,6 Mrd. – und die Zuführung war über 1 Mrd. Das ist schon ein Wort. Da wurden Ergebnisse für die Versicherten zurückgestellt, die einen großen Risikopuffer darstellen (zum Vergleich die Deckungsrückstellung beträgt 27 Mrd., die RfB damit 10% der DRST – im deutschen Markt beträgt der Durchschnitt gerade 7%).
Das Segment EK beträgt heute 470 Mio. (das liegt bezogen auf die Kapitalanlagen damit im Branchenschnitt) – das für die Aktionäre verbleibende Ergebnis beträgt 46 Mio.
Ich denke, dass das LV-Geschäft damit etwa das zugrundeliegende EK wert sein müsste.

- Kompositversicherung:

2006:
Die Ergebnisse sind gut – hier hat nur die unüblich hohe Steuerlast in 2005 ein niedriges Nach-Steuer-Ergebniss bewirkt. Die im GB angegebenen Abwicklungsergebnisse zeigen, dass eine ausreichende Reservierung gemacht wurde – und diese nicht systematisch schlechter geworden ist. Hier stecken in den Rückstellungen nach meiner Einschätzung stille Reserven von ca. 100 bis 120 Mio. In Summe würde ich den Wert dieses Konzernteils auf ca. 500 Mio. schätzen. Das entspricht dem 4fachen Vor-Steuer-Ergebnis und dem 1,5fachen EK des Bereichs).

Und heute:
Die Ergebnisse sind immer noch extrem gut. Ein Ergebnis von 128 Mio. bei einem Segment-EK von knapp 800 Mio. ist beachtlich (entspricht 16% EK-Rendite). Und das EK hat sich in diesen 8 Jahren immerhin um den Faktor 50% erhöht. Eine Schadenquote von 68% im Jahr 2014 ist zwar sicher nicht dauerhaft, aber selbst bei einem Anstieg auf z.B. 75% wäre das Ergebnis in Ordnung. Die Reserven habe ich mir jetzt nicht im Detail angesehen – das ist aber sicher auch nicht schlechter geworden. Der Wert dieses Teiles sicher zumindest dem EK entsprechen – das wären dann 800 Mio.

- Investmentprodukte:

2006:
Ein kleiner Bereich, der aber Wachstum und gute Ergebnisse verspricht. Das Ergebnis hat sich hier von 2004 auf 2005 mehr als verdoppelt. Bei einem Ansatz des 12,5fachen 2005er-Ergebnisses kommt man auf einen Wert von ca. 100 Mio. Euro. Das Segment EK beträgt hier nur 23 Mio. Euro.

Und Heute:
In der Segmentrechnung wird das nicht mehr getrennt ausgewiesen. Die „anderen Segmente“ kommen aber auf ein netto Ergebnis von knapp 50 Mio. – wenn man da 300 Mio. Wert für alle „sonstigen Segmente“ ansetzt, sollte das eigentlich konservativ sein.

- Baufinanzierung:

2006:
Baufinanzierung: Ich frage mich, wie man es schafft in so einem simplen Geschäftssystem so schlechte Ergebnisse zu erwirtschaften. Es ist zwar gelungen von 2004 auf 2005 wieder positive Ergebnisse zu schreiben – aber 6 Mio. bei einer Bilanzsumme von 16 Mrd. Euro – das ist einfach nur eine schwarze Null. Das gesamte Finanzergebnis beträgt gerade mal 140 Mil. Das ist weniger als 0,1% Zinsspanne!!! Ein normales Kreditinstitut mit Einlagen und Krediten hat da je nach Geschäftsausrichtung 1% bis 2% (dh das 10 bis 20fache).
Bausparen: Das wichtigste Segment mit einem Segment EK von 1,4 Mrd. (dh. 60% des Konzern EK). Da tue ich mir schwer mit einer Einschätzung. Das Finanzergebnis von 420 Mio. ergibt eine Zinsspanne von ca. 0,2% - also beschämend niedrig. Das kann aber eventuell auch ein Ergebnis des Zinszyklus sein. …. Das Jahresergebnis von 50 Mio. würde eigentlich nur einen Wert von 500 bis vielleicht 800 Mio. rechtfertigen. Andererseits sollte es mittelfristig doch möglich sein, hier ein so gutes Ergebnis zu erwirtschaften, dass der Wert zumindest dem EK von 1,4 Mrd. entspricht.

Und heute:
Die beiden Bereiche werden in Form der Bausparbank als ein Segment ausgewiesen.
Die Ergebnisse sind immer noch sehr unbefriedigend, das Nettoergebnis ist aber z.B. von 2013 auf 2014 immerhin von 20 auf 52 Mio. angestiegen. Bei einer Bilanzsumme von 38,6 Mrd. entspricht das für 2014 immer noch 0,14%. Werte von 0,6 bis 0,8 wären da wohl „normaler“. Das Problem ist weiterhin klar das Zinsergebnis. Im Bereich der Kosten gibt es tatsächlich große Fortschritte. Die Kosten in dem Segment konnten von 402 auf 365 Mio. gesenkt werden. Vor dem Hintergrund ist deutlich, dass das Bankgeschäft /Zinsergebnis selber in 2014 nochmals schlechter war als 2013.

Ich hätte mir 2006 nicht vorstellen können, dass so eine Niedrigzinsphase kommt, die den Wert der Bank deutlich „geschrumpft“ bzw. zurückgehalten hat. Meine damalige Schätzung von 1,4 Mrd. war deutlich zu optimistisch. Heute werden Banken in dem Bereich mit vielleicht Faktor 0,7 des EK bewertet. Das wäre bei der WuW dann 1,3 Mrd. und damit weniger als vor 8 Jahren.

Gesamtbetrachtung:
2006:

In Summe bleibt ein ganz grob geschätzter Wert von 1,9 bis 2,4 Mrd. Euro (wobei in den 2,4 Mrd. Euro schon einiges an Erwartungen hinsichtlich des Bauspargeschäftes eingepreist ist). Das entspricht auch in etwa dem bilanziellen EK von 2,3 Mrd. per 30.6. Die Marktkapitalisierung liegt derzeit bei 1,8 Mrd..

Damit liegt der „Discount“ bei meiner Betrachtungsweise bei ca. 20%, was ein Investment durchaus interessant erscheinen lässt. Richtig spannend wird der Wert rein fundamental allerdings nur, wenn es dem neuen CEO gelingt das grundsätzlich vorhandene Potenzial (die bewegen ganz schön viel Volumen bezogen auf die MK) zu heben. Ich glaube schon, dass eine reelle Chance besteht, dass die Ergebnisse nach einem Resturkturierungs-loch signifikant besser werden (und damit der innere Wert des Unternehmens steigt).

Und heute:
Ich komme jetzt ganz grob auf einen Wert von 2,5 bis 3,0 Mio. Das ist nicht wirklich ein großer Fortschritt zu damals. Die MK beträgt heute (Kurs 18,8) aber nur 1,75 Mrd. dh. sogar weniger als vor 8 Jahren.

Ich schätze die Chancen aber deutlich höher ein, dass die zugrundeliegenden Fundamentaldaten jetzt besser werden. Das Zinsniveau bleibt vermutlich noch länger niedrig – die Kosten sind aber stark gesenkt worden und werden weiter sinken. Man könnte auch sagen, dass es doch viel länger braucht, bis sich solche Aktivitäten bei einer Versicherung/Bank tatsächlich in den Zahlen zeigt.

Wenn man die bessere Perspektive durch den Prime-Standard mit SDAX-Chance in Betracht zieht, dann ist vielleicht jetzt (noch besser vor ein paar Wochen/Monaten) die Chance groß, dass man an den positiven Entwicklungen partizipiert. Und bei einem Ergebnis von z.B. 250 Mio. liegt man auch bei einem sehr günstigen KGV von 7.

Ich bin über meinen Ausstieg im Jahr 2009 zu unter 16 Euro aber nicht traurig. In der Zeit haben andere Gesellschaften eine viel bessere Performance gezeigt. Mein Verlust von gut 25% in der Zeit von 2006 bis 2009 war ja auch geringer als der Markt in Summe. Insoferne hat man mit der WuW auch eine gute defensive Wahl – falls es wieder einen Einbruch gibt. Und so wie ich das sehe könnte das schon bald der Fall sein (wobei ich da als Prognostiker nicht tauge).

prof - Mittwoch, 25. November 2015 - 17:24
20% Anstieg in den letzten Tagen!
Prof

al_sting - Mittwoch, 25. November 2015 - 18:23
Drei neugierige Fragen:
1. Wie schätzt ihr bei W&W die Pensionslasten und die Nachschussrisiko im Niedrigzinsenland ein?
2. Wie stark sind Lebensversicherungen bei W&W? Wie hoch sind die Gefahren, dass W&W die gesetzlichen Mindestzinsen nicht erwirtschaftet und hier zubuttern muss?
3. Gibt es einen Goodwill wegen der Fusion? Falls ja: Wie hoch und wie belastbar ist dieser?

Ich hatte vor einiger Zeit MMI nach seiner Einschätzung zu W&W gefragt, er hat ja ein Faible für die Finanzwirtschaft. Seine Kurzeinschätzung: "Bilanzielle Black Box (verdammt schwer zu analysieren), mäßig gutes Management, hohe Risiken in den Pensionslasten - nix für ihn." Daraufhin habe ich mich auch davon abgewendet.

prof - Freitag, 4. März 2016 - 18:05
... jetzt im SDAX, das kann nicht schaden!

stw - Montag, 1. August 2016 - 15:21
Seit der Aufnahme in den SDAX hat sich unter dem Strich bei W&W nicht viel bewegt. Aktuell gibt es eine Empfehlung von Capital: http://www.capital.de/investment/tipp-der-woche-w-w.html

:-) stw

al_sting - Dienstag, 2. August 2016 - 09:37
Nachdem bei Lufthansa gerade die Eigenkapitalquote einbrach, weil sie den Verrechnungszins für die Pensionlasten anpassen mussten (Nachschussrisiko hat gezogen), möchte ich meine Fragen aus dem November wiederholen, insbesondere die erste:
1. Wie schätzt ihr bei W&W die Pensionslasten und die Nachschussrisiko im Niedrigzinsenland ein?

stw - Dienstag, 2. August 2016 - 10:07
Ich kann die Frage nicht wirklich beantworten, ein Risiko besteht da sicherlich wie bei vielen vielen anderen Unternehmen auch. Aber ist das ein existentielles Risiko, welches die Bewertung eines nachhaltig profitablen Unternehmens zu weniger als dem halben Buchwert rechtfertigt? Das ist hier evtl. sogar die Königsfrage...

:-) stw

helmut - Donnerstag, 29. Dezember 2016 - 20:32
Also in der Form gibt es das bei W&W nicht. Trotzdem gibt es Effekte, die man beachten muss:

Für das Lebensversicherungsgeschäft sind die niedrigen Zinsen natürlich eine Belastung. Je länger die Zinsen niedrig bleiben um so mehr. Der Unterschied ist aber, dass die Versicherer das Kapital tatsächlich angelegt haben und sie damit mit dem Zinsrückgang über steigende Kurse der Anleihen stille Reserven aufgebaut haben. Diese schmelzen jetzt aber, weil die Versicherten mehr bekommen, als verdient wird. Je länger das dauert, desto stärker schlägt das auch auf die Ergebnisse durch. Aufgrund der Langfristigkeit des Geschäftes wird das aber immer ein Mischsatz sein. Was im Umkehrschluss natürlich auch heißt, dass in der Zukunft bei höheren Zinsen die Versicherten weniger bekommen werden als erwirtschaftet wird. (Das ist auch der Grund weshalb ich das klassische Lebensversicherungsgeschäft für tot halte.)

Kurz gesagt - die abschmelzenden stillen Reserven führen zu einem Rückgang des teilweise aufgeblähten EK (das läuft aber nicht über die GuV sondern wird direkt mit dem EK verrechnet!)
Die Ergebnisse werden auch belastet - aber nie in der Größenordnung wie das durch ein Anpassung der Pensionsrückstellungen bei einem Industrieunternehmen der Fall wäre.

Existenzbedrohend ist das Problem nicht - das wird laufend über zig Simulationen und Stresstests durch die BaFin überprüft.

levdul1 - Donnerstag, 29. Dezember 2016 - 23:31
Danke Helmut,

Ich wollte dieses Thema schon lange ansprechen: die hohe Quote von Anleihen bei Versicherungen.
Ob die Zinsen weiter sinken weiß niemand. Wenn das Bargeld und die Möglichkeit Geld in Gold zu parken bestehen bleiben, wird dies aber nicht mehr endlos weiter gehen können.
Andererseits zeigt die Entwicklung in den USA aber, daß die Zinsen auch wieder steigen können. Wenn dann die Kurse der Anleihen schmelzen wie Eis in der Sonne, wird es um die Bilanzen der Lebensversicherer nicht so gut aus sehen.
Deshalb würde ich im Moment bei einer Versicherung weniger auf die Substanzseite sondern eher auf die Ertragseite schauen.

stw - Montag, 29. Mai 2017 - 12:33
Für mich enttäuschend bislang die Kursentwicklung bei W+W auch nach der SDAX-Aufnahme vor gut einem Jahr. Die BO berichtet nun, dass der beherrschende Grossaktionär (Wüstenrot Stiftung) wohl 16% der Anteile verkaufen will, was den Streubesitz um erhebliche 50% vergrößern würde. Stellt sich natürlich die Frage, ob eine solche außerbörsliche Transaktion tatsächlich zu aktuellen Kursen, d.h. zu nur 50% des Buchwertes stattfinden würde. Falls der Käufer mehr zahlt, sollt der Kurs jedenfalls entsprechend reagieren.

:-) stw

stw - Montag, 29. Mai 2017 - 14:01
Interessant: W+W hat die Pensionsverpflichtungen nun ausgelagert an die Metzler Pensionsfonds: http://citywire.de/news/metzler-pensionsfonds-ubernimmt-pensionsverpflichtungen-von-wustenrot-bausparkasse/a1016481?ea=461066&re=46654&utm_source=BulkEmail_International+Daily+Germany&utm_medium=BulkEmail_International+Daily+Germany&utm_campaign=BulkEmail_International+Daily+Germany

:-) stw

stw - Mittwoch, 31. Mai 2017 - 23:00
Mal sehen ob diese Meldung über einen evtl. Verkauf der W+W- Bank etwas Schwung in den KUrs bringt:
Die Wüstenrot & Württembergische AG (W&W) untersucht Zukunftsoptionen für die Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank. Diese reichen von einer weiteren Fokussierung der Geschäftstätigkeit über Kooperationen bis hin zu einem Verkauf der Bank, an der die W&W 100 Prozent der Anteile hält. Der Bank sollen durch diesen Prozess größere Wachstumschancen ermöglicht werden. Die Prüfung findet ausdrücklich ergebnisoffen statt. Sie hängt zusammen mit der vorgenommenen Verlagerung des Baufinanzierungsgeschäfts auf die Wüstenrot Bausparkasse AG, die jetzt auch Pfandbriefe begibt. Beide Aktivitäten hat das neue Bausparkassengesetz ermöglicht. Die Bausparkasse, ebenfalls eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der W&W AG, hat damit ihre Stellung im W&W-Konzern ausgebaut.

al_sting - Mittwoch, 31. Mai 2017 - 23:26
Ehrlich gesagt verstehe ich den Nutzen eines Verkaufes nicht, wenn man parallel die gleichen Kompetenzen an anderer Stelle im Konzern aufbauen will. Warum nicht die bestehenden Kompetenzen bündeln?
Klingt für mich nach Machtrangeleien im Konzern - und so etwas ist oft eher kostentreibend. Auf mich klingt diese NAchricht daher eher abtörnend.

Nebenbei, zur Nachricht mit den Pensionsfonds: Klingt für mich nach einem guten und wichtigen Schritt, aber aus der Pressemitteilung lässt sich nicht herauslesen, wie belastbar dieser ist.
Ich hätte insbesondere dazu Fragen:
- Hat W&W mit diesen 5.000 Pensionsberechtigten jetzt ALLE Pensionsverpflichtungen abgegeben oder wie viel bleibt übrig?
- Falls Metzler die Grätsche macht, muss W&W dann wieder einspringen bzw. nachschießen oder konnten sie sich so endgültig herauskaufen? Falls W&W keine Nachschusspflichten mehr hat: Wie teuer hat sich Metzler diese Risikoübernahme bezahlen lassen?

stw - Freitag, 30. Juni 2017 - 14:19
Heute kam eine Erhöhung der Gewinnprognose. Sehr schade, dass man sich nicht traut, konkrete Zahlen zu nennen. Was ist eine "erkennbare" Steigerung des Überschusses? Um welchen "erwarteten Einmaleffekt" geht es da. Ich finde diese Meldung ein bisschen ärgerlich, da sie mehr Fragen aufwirft als beantwortet.Aber natürlich freut mich, dass sich wie erwartet nun herausstellt, dass hier sehr konservativ prognostiziert wurde und der Aktienkurs damit noch einiges an Luft nach oben haben sollte.

:-) stw

Die Wüstenrot & Württembergische AG (W&W) passt ihre Prognose für das
Konzernergebnis 2017 an. Der IFRS-Konzernjahresüberschuss wird
voraussichtlich das Vorjahresergebnis von 235 Millionen Euro erkennbar
übersteigen. Bislang war für 2017 ein Konzernüberschuss in der
Größenordnung des Jahres 2016 prognostiziert.

Die Anhebung der Prognose beruht auf Zuwächsen im Neugeschäft, den Effekten
von Maßnahmen in Vertrieb und Kundenbetreuung sowie einem bislang sehr
günstigen Schadensverlauf im Bereich der Sachversicherung. Zusätzlich wird
sich ein erwarteter Einmaleffekt auswirken.

Die W&W-Gruppe plant weitreichende Investitionen in eine verbesserte
Kundenansprache und Kundenbetreuung sowie in die Digitalisierung und
erwartet zugleich eher eine weitere Zunahme der Wettbewerbsintensität. Der
Vorsorgekonzern wird die Resultate der derzeit guten Entwicklung auch
nutzen, um die erforderlichen Investitionen aus eigener Kraft vorzunehmen
sowie die Substanz weiter zu stärken.

Eine Fortschreibung der jüngsten Ertragsentwicklung über das Jahr 2017
hinaus ist aus dem bisherigen Geschäftsverlauf des Jahres nicht abzuleiten.

Die Prognose für 2017 steht unter dem Vorbehalt, dass wesentliche
Kapitalmarkt- und Schadenereignisse ausbleiben.

al_sting - Freitag, 30. Juni 2017 - 20:05
Mit der Aussicht auf (langsam) steigende Zinsen werden Versicherer so langsam für mich wieder diskutabel. Ein so verklausulierter Einmalertrag spornt allerdings nicht wirklich an.

Meine Idee ins Blaue: Der Teilverkauf von Pensionsverpflichtungen an einen unabhängigen Fonds, der etwas früher verkündet wurde, verhalf ihnen zu einer Reduktion der eigenen Vorsorgeverpflichtungen. Das wäre dann allerdings eine sehr positive Nachricht, weil das die grundsätzliche Möglichkeit einer Überdeckung statt einer Unterdeckung der Pensionsverpflichtungen bedeuten würde - bisher sehe ich dort noch große Risiken.

prof - Dienstag, 8. August 2017 - 10:04
Kauf 450 Stück zum nächsten Tradegate Kurs.

Bei diesem Chart kann ich nicht länger widerstehen!

prof - Dienstag, 8. August 2017 - 10:38
Ausgeführt um 10:31 Uhr zu 22,15 €.

stw - Dienstag, 8. August 2017 - 11:14
Oha.. Fundis und Charties in einem Boot. Hoffentlich wird es da nicht zu voll. Mein antizyklisches Herz reagiert da immer etwas nervös...

:-) stw

prof - Dienstag, 8. August 2017 - 13:53
Keine Angst, bei 19 € bin ich ja wieder draußen!
;-)

stw - Mittwoch, 16. August 2017 - 11:47
Nach den aktuellen Halbjahreszahlen habe ich meine Position von W+W im wikifolio auf knapp 10% aufgestockt und damit übergewichtet. Die Ergebnisse waren trotz des sicherlich weiterhin schwierigen Umfeldes sehr gut, der Nettogewinn ist um 28% gestiegen. Die Gewinnerwartungen für das Gesamtjahr wurden angehoben, aber m.E. wird da weiter tiefgestapelt: nun wird offiziell eine "erkennbare Steigerung des Überschuss von €235Mio erwartet" und davon hat man nach dem Q2 bereits €155Mio erwirtschaftet. Genauso wichtig wie diese Profitabilität in schwierigen Zeiten ist für mich, dass man offenbar die Digitalisierung schneller als bisher vorantreiben will. So soll im 2. Halbjahr einen neue digitale Drittmarke starten. Alles in allem sehe ich keinen Grund warum die Aktie dauerhaft weit unter dem Buchwert von derzeit knapp 40€ notieren sollte. Für mich ist das - zumindest in einem verbesserten Marktumfeld mit moderat steigenden Zinsen - das Kursziel auf Sich von 3 Jahren auch wenn sich das jetzt sicher etwas optimistisch anhört...
:-) stw

prof - Mittwoch, 16. August 2017 - 14:24
Die Aktie hat heute auch wieder ein neues Hoch errecht!

stw - Dienstag, 14. November 2017 - 19:03
Keine Überraschungen von W+W in den neuesten Zahlen zum 3. Quartal: das ist eine Aktie mit der wir zwar keine grossen Sprünge machen werden, die aber Stabilität ins Depot bringen sollte. Der planbare Rückgang im Geschäft rund ums Bausparen + Lebensversicherung kann weiterhin gut kompensiert werden. Irgendwann wird sich auch am Markt die Meinung durchsetzen, dass bei W+W nicht so schnell die Lichter ausgehen werden trotz der Digitalen Transformation der Branche...

:-) stw

Die Wüstenrot & Württembergische-Gruppe (W&W) hat in den ersten neun Monaten 2017 einen deutlichen Ergebniszuwachs erzielt. Mit 214,7 Millionen Euro lag der Konzernüberschuss um knapp 35 Millionen Euro beziehungsweise 19,4 Prozent über dem Niveau im gleichen Vorjahreszeitraum (179,8 Millionen Euro). Den größten Ergebnisbeitrag lieferte erneut die Schaden- und Unfallversicherung; zusätzlich verzeichnete die W&W einen positiven Ergebniseffekt aus einem Beteiligungsverkauf. Für das Gesamtjahr 2017 rechnet der Finanzdienstleister weiterhin mit einem Konzernüberschuss, der den Vorjahreswert von 235 Millionen Euro erkennbar übersteigen wird.

Jürgen A. Junker, Vorstandsvorsitzender der W&W AG, kommentiert: "In dem für Finanzdienstleister seit Jahren herausfordernden Umfeld gewinnt unser Vorsorgekonzern immer mehr an Dynamik und Geschwindigkeit. Unser zentrales Ziel bleibt, im Neugeschäft nachhaltig stärker als der Markt zu wachsen. Der bisherige Geschäftsverlauf des Jahres 2017 zeigt, dass wir dazu in der Lage sind. Klar ist aber auch, dass der weitere Weg nicht einfacher wird. Intensiver Wettbewerb, der Aufbruch ins digitale Zeitalter und veränderte Kundenanforderungen prägen unsere Branche. In diesem Umfeld ist für die W&W-Gruppe ein Punkt zentral: den Kundennutzen als absolute Leitgröße zu realisieren. Vor diesem Hintergrund investieren wir weiter kräftig in unseren Vertrieb, in neue Produkte und in die Digitalisierung."

Entwicklung der Geschäftsfelder nach neun Monaten 2017 Segment BausparBank: Das Neugeschäft in diesem Segment entwickelte sich im dritten Quartal 2017 gut, gemessen am Markt. Das Brutto-Neugeschäft erreichte 10,11 Milliarden Euro und lag damit nur noch rund 3 Prozent unter dem Wert für den Vorjahreszeitraum (10,43 Milliarden Euro). Das Netto-Neugeschäft nach Bausparsumme lag bei der Wüstenrot Bausparkasse nach neun Monaten mit 8,46 Milliarden Euro fast auf dem Vorjahresniveau von 8,79 Milliarden Euro. Zu berücksichtigen sind hierbei insgesamt die Sondereffekte aus dem 2016 neu eingeführten Bauspartarif "Wüstenrot Wohnsparen", der das Neugeschäft 2016 erhöht hatte. Insgesamt konnte Wüstenrot die Marktposition als zweitgrößte deutsche Bausparkasse ausbauen. Bis zum Jahresende wird mit einer weiteren Belebung des Geschäfts gerechnet.

Auf Wachstumskurs ist das Baufinanzierungsgeschäft inklusive den Vermittlungen ins Fremdbuch, das konzernweit nach drei Quartalen um 3,1 Prozent auf 4,14 Milliarden Euro zulegte (neun Monate 2016: 4,01 Milliarden Euro).

Segment Schaden-/Unfallversicherung: In der Schaden- und Unfallversicherung nahmen die gebuchten Bruttobeiträge weiterhin deutlich zu. Sie stiegen um 4,3 Prozent auf 1,48 Milliarden Euro (neun Monate 2016: 1,41 Milliarden Euro). Die traditionell nachhaltige und risikobewusste Zeichnungspolitik der Württembergischen Versicherung führte zusammen mit moderaten Elementarschäden zu einer verbesserten Combined Ratio (brutto) von 90,7 Prozent (Vorjahreszeitraum: 91,3 Prozent). Das Segmentergebnis erhöhte sich von 84,2 Millionen Euro um nahezu ein Drittel auf 109,2 Millionen Euro.

Segment Personenversicherung: In der Personenversicherung, die die Lebens- und Krankenversicherung umfasst, betrugen die gebuchten Bruttobeiträge 1,55 Milliarden Euro nach 1,70 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum (- 8,6 Prozent). Dabei wurde bei der Lebensversicherung bewusst auf Einmalbeitragsgeschäft verzichtet und stattdessen auf nachhaltiges Wachstum gesetzt. Positiv verlief hierbei die Entwicklung im Bereich der betrieblichen Altersversorgung (bAV). Hier wurde ein Zuwachs der Beitragseinnahmen um 8,8 Prozent auf 583,9 Millionen Euro verzeichnet. Die Württembergische Krankenversicherung konnte die Bruttobeiträge um 7,3 Prozent auf 172,1 Millionen Euro steigern (neun Monate 2016: 160,4 Millionen Euro).

Erfreulicher Start der neuen Digitalmarke "Adam Riese" Um den sich ändernden Kundenanforderungen Rechnung zu tragen, hat die W&W im bisherigen Jahresverlauf zahlreiche digitale Initiativen gestartet. Im Oktober 2017 erfolgte - zunächst mit dem Angebot einer privaten Haftpflichtversicherung - der Start der eigenen Digitalmarke "Adam Riese" für den Versicherungsmarkt. Ausgerichtet auf online-affine Kunden, die Preise und Produkte über Makler oder eigenständig online vergleichen, bietet "Adam Riese" Basisprodukte von hoher Qualität. Damit erschließt die W&W-Gruppe neue Zielgruppen und Absatzwege im Finanzdienstleistungsmarkt.

Parallel dazu kommt die W&W-Gruppe mit der Weiterentwicklung elektronischer Kontakt- und Abschlussmöglichkeiten gut voran. So brachten Wüstenrot und die Württembergische vor allem in den letzten zwei Jahren diverse Online-Angebote und -Services auf den Markt. Schon seit Frühjahr 2016 kann das Wüstenrot Wohnsparen im Internet abgeschlossen werden, seither gingen zahlreiche weitere Produkte der W&W-Traditionsmarken online. Gleichzeitig werden die beiden Internetpräsenzen mein.wuestenrot.de und meine.wuerttembergische.de sukzessive zu Service-Portalen ausgebaut. Parallel dazu verstärkt der Vorsorgekonzern die Schnittstellen im traditionellen Geschäft, indem vermehrt Tandem-Büros beider Konzernmarken gegründet werden.

Diskussionsforum der stw-boerse: SDAX: W&W - Wüstenrot und Württembergische
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