Diskussionsforum der stw-boerse: SDAX: Klöckner & Co
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al_sting - Mittwoch, 14. Oktober 2015 - 11:52
Eine sehr spannende vergleichende Analyse zwischen Klöckner und dem amerikanischen Metallhändler Reliance: http://commentsonpositions.blogspot.co.at/2015/10/stahlhandel-versuch-2-reliance-steel.html

Danach gefällt mir Reliance sehr gut, das kommt bei mir auf die Watchlist.
Lerneffekte für mich:
- Bei Branchen mit nichtverderblichen Gütern wie dem Metallhandel scheint Lifo (Last In, First Out) als Kalkulationsmaßstab deutlich klüger zu sein als Fifo (First in, first out). Neue Erkenntnis für mich.
- Ob die Digitalisierung einer Branche längerfristig positive Margenentwicklungen für die Einzelfirma verspricht, wenn viele Player darauf setzen, erscheint mir fraglich. Denn dann wäre das kein Alleinstellungsmerkmal mehr.

Vor dieser Analyse gab es noch zwei weitere Analysen zu Klöckner, auch lesenswert.
Klöckner und Digitalisierung: http://commentsonpositions.blogspot.co.at/2015/08/klockner-und-die-digitalisierung-des_10.html
Update zu Klöckner und anderen: http://commentsonpositions.blogspot.co.at/2015/08/update-august-2015.html

stw - Donnerstag, 15. Oktober 2015 - 10:49
Sehr interessante Links zu diesem spannenden Blog, vielen Dank! Ich sehe das Klöckner Management allerdings viel positiver als der Autor dieses Blogs. Mir gefällt wie diese Herkulesaufgabe der digitalen Transformation dort angegangen wird. Diese Bereitschaft zur Veränderung ist in den meisten anderen Bereichen der Old Economy ja noch gar nicht angekommen.

:-) stw

stw - Sonntag, 14. Februar 2016 - 17:19
Klöckner hält sich sehr gut in den vergangenen Wochen wohl da der neue Grossaktionär (der Kunde aber auch Wettbewerber con Klöckner ist) mittlerweile eine Sperrminorität von 25% erreicht hat. Hier stehen wohl grössere Veränderungen an. Eine Übernahme wird aber wohl kaum zum derzeitigen Kurs (50% des Buchwertes) möglich sein.

:-) stw

Der Klöckner & Co-Großaktionär Friedhelm Loh hat seine Beteiligung an dem Stahlhändler erneut ausgebaut. Er erwarb weitere Anteile über seine Investmentfirma Swoctem und hielt damit am 2. Februar 25,25 Prozent, wie aus einer Stimmrechtsmitteilung vom Dienstag hervorgeht.

Die Investition diene der Umsetzung finanzieller und strategischer Ziele, erläuterte Loh. Die Beteiligung an der Duisburger Gesellschaft könne in den kommenden zwölf Monaten aus- oder abgebaut werden.

Wie auch schon in der Vergangenheit erklärte der Investor weiter, dass er auf die Besetzung von Verwaltungs-, Leitungs- und Aufsichtsorganen Einfluss nehmen wolle. Eine Änderung der Kapitalstruktur oder der Dividendenpolitik werde nicht angestrebt.

al_sting - Montag, 15. Februar 2016 - 00:38
Ich denke eher, dass wir bei Klöckner wie auch bei Salzgitter und anderen Stahlaktien Freudensprünge sehen, weil die EU Einfuhrzölle auf chinesischen (und russischen) Stahl beschlossen hat. Das gibt etwas Preispuffer gegen die chinesische Überproduktion.
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/china-und-russland-eu-kommission-fuehrt-zoelle-auf-stahl-ein-1.2860909

stw - Mittwoch, 2. März 2016 - 11:30
Die 2015-Zahlen von Klöckner waren unter dem Strich miserabel (Rekordverlust!), aber der bessere Ausblick und der positive Cashflow reichte offenbar, um dem Aktienkurs etwas auf die Sprünge zu helfen. Die KlöCo Aktie ist langfristig wirklich eine Wette auf den Erfolg deren digitale Transformation. Ziel ist ein 50% Online-Umsatzanteil in 2019.

http://www.kloeckner.com/de/dl/Kloeckner_Co_Pressemitteilung_FY2015.pdf

Klöckner & Co SE mit deutlichem Ergebnisrückgang aber
hohem positiven Cashflow im Geschäftsjahr 2015
 Umsatz aufgrund von niedrigeren Preisen und Mengen trotz positiver
Währungseffekte um 0,9 % auf 6,4 Mrd. € gesunken
 Rohertragsmarge belastet durch negative Preisentwicklung bei 19,2 % nach
19,4 % im Vorjahreszeitraum
 EBITDA vor Restrukturierungsaufwendungen bei 86 Mio. € nach 191 Mio. € im
Vorjahr; EBITDA nach Restrukturierungsaufwendungen von 63 Mio. € bei
24 Mio. €
 Konzernergebnis – zusätzlich belastet durch Wertberichtigungen auf den
Goodwill der Nordamerika-Aktivitäten – bei -349 Mio. €
 Stark positiver Free Cashflow von 191 Mio. € nach -64 Mio. € im Vorjahr
 Weiterhin sehr solide Bilanz mit Eigenkapitalquote von 39 %
 Forcierte Umsetzung der Digitalisierungsstrategie mit erheblichen Fortschritten
und positiver Resonanz von Lieferanten, Kunden und Wettbewerbern
 Deutlich steigendes EBITDA und wieder leicht positives Konzernergebnis in
2016 erwartet

prof - Freitag, 4. März 2016 - 17:59
... wandern jetzt aufgrund geringer Marktkapitalisierung in den SDAX.

stw - Donnerstag, 12. Mai 2016 - 18:57
Die Klöckner Aktie hat den Abstieg in den SDAX gut verkraftet. Meine Musterdepotposition liegt mittlerweile (nach ca 1 Jahr) mit über 35% im Plus, obwohl sich fundamental noch nicht so wirklich viel zum Besseren gewendet hat. Die fundamentale Tendenz zeigt nach oben, das hat anscheinend gereicht auf dem niedrigen Niveau, Die Aktie wird jetzt wieder in der Nähe ihres Buchwertes gehandelt und ist damit wesentlich teurer als zB Salzgitter. Für mich nur noch eine Halteposition, die Rückschlaggefahr steigt solange nicht fundamental deutlich bessere Zahlen kommen.

:-) stw

hier der vorbildliche Zwischenbericht: https://www.kloeckner.com/de/dl/KCO/Kloeckner_Co_Zwischenmitteilung_Q12016.pdf

al_sting - Donnerstag, 12. Mai 2016 - 22:11
Ich frage mich allerdings, ob die Hausse bei Stahlwerten mit dieser Spekulationseuphorie in China zu tun hat und jederzeit wieder platzen könnte: http://www.bloomberg.com/news/articles/2016-05-09/world-s-most-extreme-speculative-mania-is-unraveling-in-china

stw - Montag, 11. Juli 2016 - 13:58
Das ist ja mal eine positive Überraschung. Die Aktie macht auch gleich einen Freudenhüpfer.

:-) stw

Duisburg, 11. Juli 2016 - In den für Klöckner & Co bedeutsamen Märkten
Europa und USA haben sich die Marktpreise für Stahl- und Metallprodukte bei
leicht anziehender Nachfrage im 2. Quartal deutlich erholt.

Unterstützt durch ein weiter optimiertes Bestandsmanagement über eine enge
Anbindung wichtiger Lieferanten und digitale Pricing Tools im Vertrieb
konnte Klöckner & Co stärker als erwartet von der positiven Marktentwicklung
profitieren.

Auf Basis vorläufiger Zahlen wird gegenüber der Prognose eines operativen
Ergebnisses (EBITDA) zwischen 50 und 60 Mio. EUR für das 2. Quartal nunmehr
mit einem EBITDA in einer Größenordnung von rund 70 Mio. EUR gerechnet.

Auch für das 3. Quartal wird trotz der aktuellen Konsolidierung der
Stahlpreise mit einem Anstieg des operativen Ergebnisses im Vergleich zum
Vorjahreswert gerechnet. Die Erwartung für das Gesamtjahr, eines deutlichen
EBITDA-Anstiegs gegenüber dem um Restrukturierungsaufwendungen bereinigten
Vorjahreswert, wird damit bestätigt.

Der vollständige Zwischenbericht zum 30. Juni 2016 mit den endgültigen
Zahlen wird am 4. August 2016 veröffentlicht.

stw - Donnerstag, 4. August 2016 - 10:13
Wie erwartet gute Zahlen von Klöckner. Ist schon toll wie schnell die Digitalisierungsstrategie greift. Die Aktie läuft und läuft und ist nun doch ziemlich rückschlaggefährdet.

:-) stw

*Klöckner & Co konnte das operative Ergebnis
(EBITDA) im
2. Quartal mit 72 Mio. EUR deutlich gegenüber dem Vorjahreswert von -17 Mio.
EUR steigern und damit auch wieder ein positives Konzernergebnis in Höhe von
33 Mio. EUR (2. Quartal 2015: -55 Mio. EUR) erzielen. Auch im 3. Quartal
wird mit einem über dem Vorjahr liegenden operativen Ergebnis in Höhe von 65
bis 75 Mio. EUR gerechnet. Die Ziele für das Gesamtjahr eines deutlich
steigenden EBITDA und eines wieder positiven Konzernergebnisses werden
bestätigt.

Gisbert Rühl, Vorsitzender des Vorstands der Klöckner & Co SE: "Mit Hilfe
des zunehmenden Einsatzes digitaler Pricing-Tools konnten wir stärker als in
der Vergangenheit von den steigenden Marktpreisen für Stahl- und
Metallprodukte profitieren und als Folge das beste Quartalsergebnis seit
über 5 Jahren erzielen."
Auch bei der Umsetzung der Digitalisierungsstrategie konnte Klöckner & Co
weitere Fortschritte erzielen. In Summe wurden bereits rund 10 % des
Konzernumsatzes über digitale Kanäle erzielt.

Klöckner & Co hat in den vergangenen Jahren das europäische
Distributionsgeschäft auf Länderebene restrukturiert, Kapazitäten abgebaut
und zusammengelegt. Im Rahmen des neuen Programms "One Europe" werden jetzt
die Aktivitäten in den Landesgesellschaften in Belgien, Deutschland,
Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden, Österreich und
Spanien noch stärker zusammengefasst. Durch die neue Struktur sollen nicht
nur Kosten eingespart und Synergien leichter gehoben werden, sondern es soll
auch eine schnellere und effizientere Umsetzung der digitalen Transformation
gewährleistet werden. In den kommenden drei Jahren soll "One Europe" einen
inkrementellen EBITDA-Beitrag von insgesamt rund 30 Mio. EUR erbringen -
davon bereits 10 Mio. EUR in 2017.

stw - Freitag, 2. September 2016 - 23:15
Die Klöckner-Aktie hat gestern vorübergehend zweistellig an Wert verloren. Der Grund ist die Ausgabe von fast 10Mio Wandelanleihen, die zwar knapp 150Mio€ zu günstigen Konditionen in die Kasse spülen, aber andererseits zu einer deutlichen Verwässerung der Altaktien führen können, falls die AKtie in den kommenden Jahren weiter steigt.
Ich sehe diese kreative Form der Unternehmensfinanzierung nicht sehr negativ, aber mich ärgert der Ausschluss des Bezugsrechts für die Altaktionäre, denn dies kommt doch einer regulären Kapitalerhöhung sehr nahe.

:-) stw

Wandelschuldverschreibungen mit einem Kupon von 2,00 % und 7 Jahren Laufzeit
- Wandlungspreis auf EUR 14,82 festgesetzt, Prämie von 27,5 %
- Erlös von EUR 147,8 Mio. für allgemeine Unternehmenszwecke
Duisburg, 1. September 2016 - Der Vorstand der Klöckner & Co SE ("Klöckner & Co") gibt die erfolgreiche Platzierung der nicht nachrangigen, unbesicherten Wandelschuldverschreibungen (die "Schuldverschreibungen") in Höhe von EUR 147,8 Mio. bekannt. Die Schuldverschreibungen wurden ausschließlich institutionellen Investoren außerhalb der USA zum Kauf angeboten. Klöckner & Co plant, die Erlöse aus der Emission für allgemeine Unternehmenszwecke einzusetzen.
Die Schuldverschreibungen werden von Klöckner & Co Financial Services S.A. (die "Emittentin"), einer 100 %-igen luxemburgischen Tochtergesellschaft von Klöckner & Co, begeben, von Klöckner & Co garantiert und sind in neue oder bestehende auf den Namen lautende Stammaktien von Klöckner & Co wandelbar.
Im Anschluss an das heute durchgeführte beschleunigte Platzierungsverfahren (Accelerated Bookbuilding) wurden der halbjährliche Kupon auf 2,00 % pro Jahr und die Wandlungsprämie auf 27,5 % festgesetzt, was einem anfänglichen Wandlungspreis von EUR 14,82 entspricht, der wiederum der volumen-gewichtete XETRA-Durchschnittskurs der Aktie von Klöckner & Co im Zeitraum zwischen dem Beginn des Angebots und der Preisfestsetzung im beschleunigten Platzierungsverfahren (Accelerated Bookbuilding), multipliziert mit 1 plus die Wandlungsprämie, ist.
In Folge dessen beträgt das Gesamtplazierungsvolumen EUR 147,8 Mio., wobei den Schuldverscheibungen (anfänglich) 9,973 Mio. Aktien unterliegen. Die Laufzeit der Schuldverschreibungen beträgt 7 Jahre. Die Ausgabe und Lieferung der Schuldverschreibungen erfolgen voraussichtlich am 8. September 2016 (der "Liefertag"). Die Schuldverschreibungen werden bei Endfälligkeit zum Nennbetrag in bar zurückgezahlt.

stw - Donnerstag, 3. November 2016 - 10:30
Diese Zahlen zum Q3 lesen sich auf den ersten Blick gar nicht so schlecht, doch negative Analystenkommentare lassen die Aktie heute deutlich abrutschen. Ob da die Erwartungen an den Turn-Around doch zu hoch waren?

:-) stw

Klöckner & Co SE mit sehr deutlichem Ergebnisanstieg in den ersten neun Monaten 2016
 Operatives Ergebnis (EBITDA) von 159 Mio. € im Vergleich zum Vorjahreszeitraum mehr als
verdoppelt
 Konzernergebnis nach Verlust von 85 Mio. € im Vorjahreszeitraum mit 50 Mio. € wieder
deutlich positiv
 Umsatzanteil über digitale Kanäle sukzessive auf 11 % im 3. Quartal gesteigert
 Ziele für das Gesamtjahr bestätigt; EBITDA-Erwartung auf 180 Mio. bis 190 Mio. €
konkretisiert
Duisburg, 3. November 2016 – Auch wenn der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum
restrukturierungs- und preisbedingt rückläufig war, konnte Klöckner & Co das operative Ergebnis
(EBITDA) auf 159 Mio. € (9M 2015: 76 Mio. € vor Restrukturierungsaufwendungen) mehr als
verdoppeln. Maßgeblich dazu beigetragen hat der von 940 Mio. € auf 996 Mio. € gesteigerte
Rohertrag. Die Rohertragsmarge stieg entsprechend stark von 18,9 % auf 23,0 %. Die EBITDAMarge
verbesserte sich von 1,5 % auf 3,7 %. Das Konzernergebnis war mit 50 Mio. €
(9M 2015: -85 Mio. €) wieder deutlich positiv.
Im Schlussquartal sollte sich der positive Jahrestrend mit einem voraussichtlich erneut über dem
Vorjahreswert liegenden operativen Ergebnis fortsetzen. Für das Gesamtjahr wird ein EBITDA
zwischen 180 Mio. € und 190 Mio. € bei einem positiven Konzernergebnis erwartet.

prof - Donnerstag, 3. November 2016 - 17:23
Vielleicht mal ein reinigendes Gewitter: Ich vermute, dass die 9.30 halten. Sonst wäre ein Chartverkauf fällig!

stw - Donnerstag, 3. November 2016 - 19:32
Wow - 10% Kurssturz nach diesen Quartalszahlen hätte ich nicht erwartet. Anscheinend hat die Analysten insbesondere der Ausblick auf die kommenden Quartale enttäuscht. Ich muss mir da noch ein genaueres Bild machen, denke aber dass der Anstieg in diesem Jahr einfach zu schnell ging.

:-) stw

al_sting - Donnerstag, 3. November 2016 - 23:53
Im Augenblick werden negative Kommentare überall begeistert zum Ausstieg genutzt - die Angst vor einem Trump-Sieg führt zu gewissen Übertreibungen.

Zu den Entwicklungen bei chinesischem Stahl las ich bei ai gerade einen interessanten Kommentar, der mein Interesse an der Branche in Europa wieder weckte: http://www.antizyklisch-investieren.com/index.php/Thread/1666-China-Chancen-Risiken/?postID=133387#post133387

"Es wirkt mir so als ob das Zeitalter von China's extremer Wettbewerbsfähigkeit (bzw. Dumping) langsam dem Ende zugeht. Man liest es verstärkt und vor allem ist es auch mein Eindruck in der Praxis.

Lesen, z.B.:
http://www.bloomberg.com/news/articles/2016-10-30/china-s-factory-to-the-world-mulls-the-unthinkable-price-hikes
http://www.bloomberg.com/news/articles/2016-10-31/china-shows-a-cheap-currency-doesn-t-pack-the-same-punch-anymore

Praxis:
Wir produzieren in Shanghai für den asiatischen Markt, hauptsächlich Japan. Die Stahlpreise ziehen seit dem Frühjahr schon ziemlich deutlich an. Jetzt auch Aluminium, etc. Die Schuldensituation ist dabei ja bekannt, da ist also denk ich im Moment nicht mehr viel Spielraum im System.
Der Punkt für mich ist, dass dieses Dumping die ganze Volkswirtschaft ausgemacht hat. Wir z.B., als private, deutsche Firma, haben genauso von den staatlich subventionierten niedrigen Stahlpreisen profitiert, bzw. damit gearbeitet.
Wir waren öfter mal mit irgendwelchen Vorständen/Kadern/wie-auch-immer-man-das-nennen-will von Stahlfirmen beim Essen/Saufen und das sind meistens widerliche, korrupte Typen die da einzige und allein wegen irgendwelchen Beziehungen sind. Soweit so bekannt. Es war halt jeder daran interessiert, sein Stahlwerk am laufen zu halten etc., Profite interessieren da nicht. Ich denke das ist so langsam nicht mehr möglich. Der Westen macht verstärkt dicht, was ich persönlich absolut richtig finde (konkret bei Stahl mein ich). Vor allem aber, bei den Schulden ist denk ich nicht mehr viel möglich (Faktor Kapital), d.h. Überkapazitäten müssen abgebaut werden. Und ich hab nicht das Gefühl dass China in solchen Branchen von der fallenden Währung profitieren kann wie manche annehmen. Ich denke die steigenden Rohstoffkosten + Kapitalkosten (weniger bzw. keine Verluste mehr möglich) überkompensieren das. Von steigenden Löhnen ganz zu schweigen.
Und die Mär von den modernen Stahlwerken in China glaub ich überhaupt nicht. Manchmal hört man ja, die haben halt die moderneren Werke, deshalb sind die günstiger. Lächerlich. Außer keine Filter einzubaun gilt als modern.

Ich glaube auch nicht unbedingt dass es da unbedingt einen lauten Knall geben muss. Aber ich denke die werden sehr, sehr viel Geld drucken müssen und die Wettbewerbsfähigkeit wird sinken.
Außerdem die extremen Kapitalkontrollen. Ist nicht so toll wenn man seine Gewinne schlecht rausbringen kann wenn gleichzeitig die Währung absackt.
Außerdem die Schattenbankzinsen von über 20 %.

Ich frag mich eher wie man sich positionieren muss, um nicht extrem negativ betroffen zu sein oder sogar zu profitieren. Jetzt mal weitergedacht als keine chin. Banken anfassen. Bei Stahl bin ich z.B. sehr positiv eingestellt (westliche Firmen mein ich).

Und generell glaub ich dass das eine ziemlich positive Entwicklung ist. Ich glaub dass ein ziemlicher weltweiter deflationärer Druck von China ausging und jetzt steigen langsam endlich wieder die Preise, Rohstoffe, etc. Bei Investitionsgüter und rohstoffabhängigen Produkten mein ich. Ich bin kein Volkswirt, aber es erscheint mir logisch dass bei den bestehenden Inputfaktoren Boden, Kapital und Arbeit die Preise durchaus sinken können wenn das Kapital immer billiger wird (durch Easing, bzw. Subventionen). Obwohl die Lehrmeinung ja gegensätzlich ist. Ich hab das Gefühl dass der Zyklus langsam in die andere Richtung geht."

stw - Mittwoch, 18. Januar 2017 - 10:49
Ich bin nun zu 12,15€ bei Klöckner ausgestiegen hier im stw-Musterdepot und auch im Wikifolio, da ich nur noch begrenzt Potential sehe in den kommenden 12 Monaten. https://www.wikifolio.com/de/de/wikifolio/stock-picking-nach-peter-lynch

Die Aktie ist im vergangenen Jahr um immerhin 65% gestiegen, da wurden schon viele positiven Nachrichten vorweggenommen. Zudem wollte ich mein Engagement im Stahlbereich reduzieren und da ist Salzgitter derzeit einfach attraktiver bewertet.

:-) stw

al_sting - Mittwoch, 18. Januar 2017 - 11:34
Glückwunsch, die Stahlwette ist voll aufgegangen!
Ob die Digitalisierungsschritte bei Klöckner viel ausgemacht haben, bezweifle ich zwar, ist letztlich aber auch irrelevant.

stw - Donnerstag, 11. Mai 2017 - 19:17
Klöckner macht weitere gute Fortschritte, die Zahlen zum Q1 waren über den Erwartungen: http://www.onvista.de/news/dgap-news-kloeckner-co-se-mit-dem-besten-quartalsergebnis-seit-sechs-jahren-deutsch-60719673

Dennoch ist die Aktie seit meinem Ausstieg um mehr als 20% gegen einen steigenden Gesamtmarkt gefallen. Hat jemand eine Begründung dafür? Falls nicht ist Klöckner wieder ein Kandidat für meine Watchlist.

:-) stw

al_sting - Donnerstag, 11. Mai 2017 - 21:31
Vielleicht deshalb?
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/stahl-warum-donald-trump-deutschland-dumping-vorwirft-a-1141696.html

stw - Freitag, 12. Mai 2017 - 10:08
Viellicht spielt das eine Rolle, aber Salzgitter sollte dann doch mindestens genauso betroffen sein. Ich denke da steckt was anderes dahinter. Vielleicht wirklich eine Kaufgelegenheit, denn die Modernisierung des Unternehmens kommt wohl gut voran.

:-) stw

stw - Donnerstag, 18. Mai 2017 - 10:03
Hier die aktuelle Präsentation von der HV. http://www.kloeckner.com/de/dl/KCO/Kloeckner_Co_Praesentation_HV2017.pdf
Ich denke ernsthaft über einen Wiedereinstieg nach zu den aktuellen Kursen.

:-) stw

al_sting - Donnerstag, 18. Mai 2017 - 10:42
Mir gefällt der Cashflow nicht. Überhaupt nicht.
Nach meinem traditionellen Verständnis ist Klöckner in erster Linie ein Stahlhändler, der seine großen Abschreibngsverluste durch Abwertungs seiner Metalle auf Lager bei sinkenden Preisen und seine Gewinne durch Aufwertung seiner Metalle auf Lager bei steigenden Preisen erzielt hat. So weit ist Klöckner eine Wette auf die Entwicklung der Metallpreise.

Zur Bewertung der Wertschöpfung des Unternehmens erscheint mir der CF bei Klöckner deutlich aussagekräftiger. Und der ist dünn.
2015-> 2016: OCF von 276 auf 73 Mio gefallen, FCF von 191 auf 21 Mio gefallen.
Q1-16 -> Q1-17: OCF von 5 auf -78 Mio gefallen.
Ich verstehe, dass KLöckner das in seiner Präsentation nicht weiter thematisiert, wer erläutert gerne schwierige Zahlen. Aber es steigert mein Vertrauen in die Firma auch nicht.

Weiterhin vermisse ich eine Darstellung von Umsatz- und Gewinnanteilen nach Regionen. Klöckner hat eine Weile kräftig in den USA zugekauft. Wie stark sind das europäische, das amerikanische Geschäft gewichtet, wie stark sind andere Regionen?
Und wie sehen sie ihre Chancen und Risiken im Fall von amerikanischen Strafzöllen auf ausländische Stahlexpexporte, wie sie Trump fordert? Ich würde zumindest ein grobes Statement zu den möglichen Auswirkungen erwarten.

Die IDee einer antizyklischen Stahlwette gefällt mir an sich, aber ich würde da eher an Salzgitter denken. Die halte ich für besser geführt.

mandarina - Dienstag, 18. Juli 2017 - 13:34
ich hab gekauft ...die Digitalisierungsstory gefällt mir immer besser ..nimmt langsam Hand und Fuß an ..und könnte über die Einzigartikeit eine Neubewertung bringen ...als"" Stahlwert "" ist Klöco zum breiten Markt und speziell zur Peer kaum gelaufen ...Stichwort Nacholbedarf .

Zahlen stehen vor der Tür ...

Mandi

stw - Dienstag, 18. Juli 2017 - 18:10
Zustimmung: Klöckner ist 25% zurückgekommen seit ich verkauft habe. Ich habe ehrlich gesagt auf einen Wiedereinstieg zu 9€ gehofft, aber das wird dann wohl derzeit nix. In der aktuellen "Börse Online" Zeitschrift wird auch erneut der Einstieg empfohlen und spekuliert, dass die Metallhandelsaktivitäten von Thyssenkrupp mit Klöckner fusionieren könnten.

:-) stw

prof - Dienstag, 18. Juli 2017 - 20:00
Durch das Junitief sieht der Chart nicht mehr gut aus!

stw - Mittwoch, 19. Juli 2017 - 08:42
das macht es ja so interessant. Ich hoffe die Charties verkaufen kräftig weiter, so dass ich bei 9€ nochmals reinkomme ;-)

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