Diskussionsforum der stw-boerse: TecDAX: Aixtron
stw - Dienstag, 6. Mai 2003 - 09:41
Wer hätte gedacht, dass auch Aixtron nochmal interessant für die antizyklisch orientierten unter uns sein könnte. Nun ist es soweit, zumindest mal hingucken werde ich da zukünftig:

:-) stw

AIXTRON: Ergebnis Q1/2003

Gesamter Restrukturierungsaufwand bereits in Q1 ergebniswirksam erfasst Konzernumsatz 18,7m EUR (Vj. 47,2m EUR),davon 65% Asien, 28% USA, 7% Europa. Im ersten Quartal fielen bereits die gesamten Kosten der Restrukturierungsmaßnahmen an, da die Vereinbarungen mit dem Betriebsrat früher getroffen werden konnten als erwartet, und verteilen sich dadurch nicht auf spätere Berichtsperioden. Außerden steigerte AIXTRON die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung aufgrund weiteren Fortschritts bei OVPD- und Tricent-Technologie auf 3,4m EUR (Vj. 2,4m EUR). Dadurch Erhöhung des bereits angekündigten negativen EBIT auf
-7,1m EUR (Vj. 11,5m EUR). EBT -6,7m EUR (Vj. 12,3m EUR), Verlust nach St. -
4,4m (Vj. 7,3m), EPS -0,07 EUR (Vj. 0,11 EUR). Liquide Mittel 61,2m. EUR (Vorquartal 62,3 Mio. EUR), weiterhin keine Bankverbindlichkeiten. Eigenkapitalquote 80% (Vorquartal: 79%).
AIXTRON Vorstand erwartet Rückkehr zur Profitabilität aufgrund proportional höherer Umsätze in weiteren Berichtsperioden sowie positiven Effekten der Kosteneinsparungen in zweiter Jahreshälfte. Planzahlen 2003: Umsatz 110m EUR (Vj. 150,7m EUR), EAT 0,8m EUR (Vj. 15,3m EUR).Anhaltender geopolitischer Konflikt und allgemeine Investitionszurückhaltung beeinflussten weiterhin Bestellverhalten der Kunden. Auftragseingang in Q1 15,2m EUR (Vj. 25,0m EUR), Auftragsbestand 88,2m EUR (Vj. 118,2m EUR).VLSI Research Inc: AIXTRONs Weltmarktanteil auf 67% in 2002 gestiegen (2001: 58%), während der US-Hauptwettbewerber unter 20% fällt. Vollständiger Quartalsbericht unter http://www.aixtron.com.-Kontakt: AIXTRON, Dr. Claus Ehrenbeck, Head of IR, +49.241.8909.444

stw - Mittwoch, 30. Juli 2003 - 08:22
Katastrophale Zahlen von Aixtron, der Kurs dürfte weiter abstürzen.

:-) stw

AIXTRON: Bericht über Q2 und H1 2003 Ergebnis H1 beeinflusst von Einmal-Aufwendungen und Wertberichtigung. Anhaltend schwierige Marktbedingungen erfordern Anpassung der Gesamtjahresprognose

H1/03: Umsatz EUR 41,0 Mio. (Vj. EUR 83,3 Mio.), davon 21% USA, 71% Asien, 8%Europa. Halbjahresergebnis von Einmal-Aufwendungen für die Restrukturierung in Q1 sowie Wertberichtigung von Lagerbeständen in Höhe von EUR 9,1 Mio in Q2, vorgenommen nach Überprüfung des Auftragsbestandes (Details s.u.).

Ergebnis H1: vor Wertberichtigung wäre EBIT EUR -11.9 Mio. (Vj. EBIT EUR 15.7 Mio.), EBT EUR -11,2 Mio. (Vj. EBT EUR 17,0 Mio.), EAT EUR -7,1 Mio. (Vj. EAT EUR 10,3 Mio.); nach Wertberichtigung ist EBIT EUR -21.0 Mio. (Vj. EBIT EUR 15.7 Mio.), EBT EUR -20,3 Mio. (Vj. EBT EUR 17,0 Mio.), EAT EUR -12,7 Mio. (Vj. EAT EUR 10,3 Mio.), EPS EUR -0,20 (Vj. EPS EUR 0,16).

Liquide Mittel Ende H1 EUR 49,8 Mio (Vorquartal EUR 61,2 Mio.), dem gegenüber keine Bankverbindlichkeiten. Eigenkapitalquote 80%.

Auftragsbestand Ende H1 EUR 53,5 Mio. (Vj. EUR 110,3 Mio.), resultierend aus Überprüfung des Auftragsbestandes hinsichtlich vom Vorstand vorgenommener Einschätzung bzgl. Wahrscheinlichkeit von Auslieferungen in vorhersehbarer Zukunft.

Q2/03: Umsatz EUR 22,3 Mio. (Vj. EUR 36,1 Mio.).

Ergebnis Q2: vor Wertberichtigung wäre EBIT EUR -4,8 Mio, EBT EUR -4,5 Mio, EAT EUR -2,7 Mio.; nach Wertberichtigung ist EBIT EUR -13,9 Mio. (Vj. EUR 4,2 Mio.), EBT EUR -13,6 Mio. (Vj. EBT EUR 4,7 Mio.) und EAT EUR -8,3 Mio. (Vj. EAT EUR 3,0 Mio.), EPS EUR -0,13 (Vj. EPS EUR 0,05).

Auftragseingang in Q2: EUR 15,9 Mio. (Vj. EUR 26,1 Mio.), damit leicht über dem Wert des Vorquartals von EUR 15,1 Mio., resultierend aus allgemeiner Investitionszurückhaltung sowie dem durch SARS negativ beeinflussten Bestellverhalten der Kunden.

Planzahlen 2003: AIXTRON Vorstand erwartet Umsatz zwischen EUR 90,0 Mio. bis EUR 95,0 Mio. (Vj. EUR 150,7 Mio.), EAT zwischen EUR -15,2 Mio. bis EUR -13,5 Mio. (Vj. EAT EUR 15,3 Mio., aufgrund anhaltend unsicherer Wirtschaftslage und Konsolidierungsaktivitäten bei verschiedenen Kunden, insbesondere bei den Herstellern von Telecom/Datacom-Anwendungen.

gambler - Mittwoch, 30. Juli 2003 - 16:37
Das ist ein totales "Schrottunternehmen" geworden. Da scheinen noch eine Menge Marktteilnehmer vorhanden zu sein, die noch der Meinung sind, dass der Name Aixtron für ein Topinvestment steht. Die hatten doch nur ein tolles Jahr in ihrer bisherigen Unternehmensgeschichte (2000), und danach kam nichts mehr. Der Wert ist total überteuert, 240 Mio. EUR Marktkapitalisierung und damit deutlich über Buchwert ist viel zu viel, dazu kommt noch die Tendenz hin zu rückläufigen liquiden Mitteln.

Kann nur jedem raten, die Finger von Aixtron zu lassen. Da sind z. B. Werte wie Funkwerk oder Rofin, die ebenfalls als absolute HIgh-Techs anzusehen sind, mit ihrer erstklassigen Ertragsentwicklung trotz der allgemein schwachen wirtschaftlichen Lage im Vergleich spottbillig.

stw - Mittwoch, 30. Juli 2003 - 16:42
Sehe ich genauso, wahrscheinlich sind hier ohnehin keine Aixtron-Aktionäre unter uns, oder ? Man kann da nur warnen, diese Aktie ist wirklich nur optisch billig !

:-) stw

mib - Donnerstag, 31. Juli 2003 - 10:09
mir tut die Region Leid - Aixtron war/ist fuer die strukturschwache Region noerdlich von Aachen sehr wichtig...

Mib

stephan - Sonntag, 3. August 2003 - 13:10
Ich möchte mich nicht bullish in die Diskussion über Aixtron einmischen, allerdings ist die Aussage von Gambler "Die hatten doch nur ein tolles Jahr in ihrer bisherigen Unternehmensgeschichte (2000), und danach kam nichts mehr" so falsch, das er sich die Unternehmensentwicklung der Firma wohl doch noch ein zweites Mal anschauen sollte.

Natürlich teile ich Eure Ansichten, dass man Aixtron aufgrund der aktuellen Zahlen und insbesondere wenn diese länger bestand haben sollten, sehr kritisch sehen muss. Bei Aixtron standen immer die Marktstellung und die langfristigen Perspektiven der Technologie im Vordergrund, beides kann ich nicht bewerten.

Mein Vater ist im AR von Aixtron, daher halte ich mich mit einer Einschätzung der Firma zurück, aber sachlich falsche Aussagen wie die von Gambler darf man hoffentlich noch kritisieren. Bei seinem Posting denkt man, es handle sich um ein Unternehmen in einer Existenzbedrohenden Krise, das dieses nicht so ist, erkennt man mit einem Blick auf die Bilanz.

Das Aixtron absurd bewertet wurde, hat mich auch immer erstaunt, aber die Analysten haben das Unternehmen "geliebt" (weil die Banken selbst sehr gut verdient haben). Ich hatte / habe keine bullishe Meinung zu Aixtron, weil ich die Technologie nicht verstehe. Ich habe aber großen Respekt vor der Entwicklung des Unternehmens und finde es einfach schade wenn es durch den Dreck gezogen wird, solange der Aktienkurs stieg bewunderten alle die mehr als zehnjährige technologische und ökonomische Spitzenleistung der Firma und jetzt soll sie plötzlich nur noch ein tolles Jahr in Ihrer ganzen Unternehmensgeschichte gehabt haben?

@ gambler

Ich finde Deine kritische Haltung eigentlich sehr sympathisch und ich äußere mich auch selten diplomatisch über Firmen die mir nicht gefallen (siehe TFG, Helkon Diskussionen). Nur wenn man die Unternehmen näher kennt ist man wahrscheinlicher ggü. Fehlinformationen etwas sensibler. Ich bitte um Verständnis darum, dass ich einen längere Diskussion über Aixtron aufgrund der verwandtschaftlichen Insiderregulungen (obwohl ich nur die öffentlichen Unternehmensnachrichten verfolge und sonst nichts) nicht führen kann.

Gruß
Stephan

j_r_ewing - Montag, 4. August 2003 - 17:42
Ich finde auch, daß A. hier zu scharf abgekanzelt wird.

Sicher sind die Zahlen derzeit schlecht (vor allem der halbierte Auftragsbestand ist seltsam), und die Bewertung ungerechtfertigt hoch. Und ja: es gibt im HiTech-Sektor weiß Gott Billigeres.

Nur muß man die BRanche berücksichtigen mit ihrer extremen Zyklizität. Im Halbleitersektor ist es nicht allzu sinnvoll, mit dem üblichen analytischen Besteck anzutreten. Wer hier wartet, bis die Zahlen "stimmen", sieht vom Zug i.A. nur noch die Rücklichter.

Seht Euch z.B. die Infineon an: da sieht es etwa ähnlich aus. Aber würde ernsthaft jemand darauf wetten, daß I. kaputtgeht?

Das einzige stichhaltige Gegenargument (neben einer Eurostärke) würde ich darin sehen, daß A. seine technologische Führungsstellung verloren hätte - was zu prüfen wäre, was ich aber nicht sehe (wobei ich allerdings auch nicht so tief in der Elektronik stecke).

Ich würde A. - bei gewahrtem technologischem Standing - neben den US-volkswirtschaftlichen Wiederbelebungs-Ansätzen stark charttechnisch angehen (auch mit dem SOX im Hinterkopf) - und da sieht es gar nicht so schlecht aus.

Gruß
JR

chinaman - Dienstag, 5. August 2003 - 16:21
"Aber würde ernsthaft jemand darauf wetten, daß I. kaputtgeht? "

Mal ganz im Ernst: Es ist momentan sehr schwierig eine Forderung aus Lieferung und Leistung gegen I. bei einem 7stelligen Wert über einen Warenkreditversicherer abgesichert zu bekommen.


:-)
Gruß
Chinaman

j_r_ewing - Dienstag, 5. August 2003 - 17:50
Das wird wohl so sein, wie Du sagst (und macht I. das Leben sicherlich nicht leichter).

Die Frage bleibt allerdings, wie weitreichende Folgerungen man daraus ziehen kann.

Da werfe ich zum Vergleich mal einen Blick auf die Banken und ihre derzeitige Kreditvergabepraktiken. Nachdem da so manche Leiche aus dem Überschwang der Vorjahre (und den Belastungen aus der Sphäre der Politik) aus dem Keller zu schaffen war, wird da jetzt ein so restriktiver Kurs gefahren, daß allenthalben gestöhnt wird, wie sehr die "mauern": jede Bank will wieder die Bilanzen flicken und ihr angeschlagenes Soliditäts-Image aufpolieren; da ist konservative Vergabe angesagt, und kein Angestellter will als leichtsinniges schwarzes Schaf in die Schußlinie geraten. (Volkswirtschaftlich wurde ja auch - bis vor kurzem wenigstens - schwarz gemalt.)

Zwischen ihnen und den Versicherungen dürften wohl nicht ganze Welten liegen (zumal beide ja nicht nur vielfach kapitalmäßig verflochten sind, sondern meist auch auf der Filialebene beide unter einem Dach anzutreffen sind). So scheint es mir mehr an der Einstellung und Kurzsichtigkeit des Finanziers-Sektors ganz allgemein zu liegen.
Zumal es bei den Versicherungen im Tagesgeschäft ja doch gut läuft, wie wir in anderen Threads gesehen haben. Die Prämien konnten deutlich erhöht werden. Das spricht für Marktmacht in einem Anbietermarkt. Man hat es einfach nicht so sehr nötig.

(Von den Rating-Agenturen gar nicht zu reden - die haben ja keinen Schaden davon, wenn sie eine Firma niedermachen. [Zumindest, solange die nicht klagt...])

Von daher scheint es mir mehr an dem Kurs der Versicherungen zu liegen als an einer verzweifelten Lage bei Infineon.

Im übrigen: ich habe meine obige Aussage durchaus mit Bedacht gerade so gewählt: an der aktuellen Finanzlage einer Firma herumzummäkeln, ist eines; aber die (im englischen Sinne) positive Aussage zu treffen (oder gar Geld darauf zu setzen), daß sie den Bach runter gehen wird, etwas wesentlich anderes!

Fragen wir doch mal so: Wer wäre denn bereit, Infineon-Puts zu kaufen und sich bindend darauf festzulegen, sie mindestens ein Jahr lang nicht zu verkaufen...?

Gruß
JR

chinaman - Mittwoch, 6. August 2003 - 16:52
Ich sicher nicht !!!

;-))
Gruß
Chinaman

j_r_ewing - Mittwoch, 6. August 2003 - 22:10
[Mist! ich hatte gedacht, ich könnte ihn drauf festnageln...]

Heimtückischen Gruß
JR ;-)))

chinaman - Donnerstag, 6. Mai 2004 - 07:42
05.05.2004 - 20:47 Uhr
Aixtron AG deutsch
AIXTRON Q1 Ergebnis

Ad-hoc-Mitteilung übermittelt durch die DGAP. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.


Ad-hoc-Mitteilung 1. Quartal 2004 - Die AIXTRON AG weist nach einem schwierigen Jahr 2003 eine Rückkehr zur Gewinnschwelle aus. Der Auftragseingang nimmt weiter zu und bestätigt den bereits veröffentlichten Forecast für 2004
* Umsatz: EUR 25,4 Mio., (Anstieg um 36% ggü. Q1 2003)
* Gewinn nach Steuern: EUR 0,1 Mio. (Q1 2003: EUR -4,4 Mio.)
* Auftragseingang Anlagen: EUR 30,1 Mio., (Anstieg um 98% ggü. Q1 2003)
* Auftragsbestand Anlagen zum Quartalsende: EUR 66,5 Mio. (Q1 2003: EUR 52,9 Mio.)Für 2004 wird Forecast bestätigt
* Umsatz: EUR 121 Mio. (Anstieg um 33% ggü. 2003)
* Gewinn: EUR 0,0 Mio. (2003: EUR -19,2 Mio.)

1. Quartal 2004: Umsatz EUR 25,4 Mio. (Q1 2003: EUR 18,7 Mio.)Gewinn vor Steuern EUR 0,1 Mio. (Q1 2003: EUR -6,7 Mio.)Konzernüberschuss EUR 0,1 Mio. (Q1 2003: EUR -4,4 Mio.)Gewinn je Aktie EUR 0,00 (Q1 2003: EUR -0,07).Eigenkapitalquote von 76% (Q4 2003: 79%) bei liquiden Mitteln von EUR 47 Mio. (Ende 2003: EUR 45,3 Mio.).
Auftragseingang Anlagen in Q1 2004: EUR 30,1 Mio. (Q1 2003: EUR 15,2 Mio.), ein weiterer Folgeanstieg um 17% gegenüber Q4 2003 (Q4 2003: EUR 25,8 Mio.).
Auftragsbestand Anlagen in Q1 2004: EUR 66,5 Mio. Dem kürzlich von VLSI veröffentlichten Wettbewerbsbericht zufolge liegt der Marktanteil von AIXTRON nach wie vor bei über 60%.
Prognose für 2004: Umsatz von EUR 121 Mio. (+ 33% ggü. Vj.), Konzernüberschuss EUR 0,0 Mio. Der vollständige Quartalsbericht ist unter www.aixtron.com verfügbar. Weitere Informationen erhalten Sie bei

Investor Relations AIXTRON AG Kackertstrasse 15 - 17 52072 Aachen Deutschland


Tel: +49 (241) 8909-444 Fax: +49 (241) 8909-445 E-mail: invest@aixtron.com http://www.aixtron.com

(c) AIXTRON AG, 5. Mai 2004

Ende der Ad-hoc-Mitteilung (c)DGAP 05.05.2004

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