Diskussionsforum der stw-boerse: DAX / MDAX: Metro
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muc - Donnerstag, 24. Januar 2019 - 11:04
Bei METRO wird es jetzt spannend. Nach der HV am 15.02. werden 213 Mio € ausgeschüttet. Das macht bei der aktuellen Bewertung nicht nur 4,5 % Rendite aus, sondern es stellt sich auch die Frage, wer die bekommt.

Dumme Frage, die Aktionäre am Ende des 15.02.2019 natürlich. Dieses Mal ist das bei der METRO nicht anders, aber immerhin 20 % der Aktien hat sich Herr Kretinsky per Option gesichert. Wahrscheinlich steht in den Optionsvereinbarungen, die er mit Haniel und Ceconomy geschlossen hat, drin, dass der das Geld bekommt, der die Aktien im (noch oder neu) im Eigentum hat. Das wären immerhin über 40 Mio € Haben oder Nichthaben.

Somit wird sich vielleicht nicht erst geben Ablauf der Optionsvereinbarungen im (m.W.) Mai etwas tun, sondern schon innerhalb der nächsten drei Wochen. Falls Daniel Kretinsky zuschlägt, überschreitet er die 30 % Anteilsbesitz und muss ein Pflichtübernahmeangebot abgeben. Ein Schelm, wer die aktuell niedrigen Kursziele der Banken"profis" und die Attacken der Shortseller sieht, sich Böses dabei denkt, weil er die trotzdem steigenden METRO-Kurse sieht.

muc - Samstag, 26. Januar 2019 - 08:04
stw hat sich vor einem halben Jahr negativ zur "Digitalen Transformation" der METRO geäußert.

Ein aktueller Bericht der Lebensmittelzeitung beschreibt deren derzeitige Aktivitäten auf diesem Gebiet.

"Metro baut beim M-Shop auf Microservices
von Sonia Shinde

Donnerstag, 24. Januar 2019

Stein um Stein: Wie bei Lego sollen alle Software-Module miteinander verknüpfbar sein.

Agiles Vorzeigeprojekt für E-Commerce

Der Großhändler ändert seine IT-Architektur, um Betreiber von Kiosken und Tante-Emma-Läden online persönlicher ansprechen zu können. Software-Module sollen per Baukasten-Prinzip ineinander greifen.

Timo Salzsieder liebt Legosteine, zumindest, wenn es um Software geht. Der Metro-IT-Chef lässt den Online-Shop des Großhändlers nach dem Baukasten-Prinzip konstruieren. Microservices heißt das im Fachjargon. Gemeint ist damit eine schnelle, wendige, cloud-basierte IT-Architektur, die es erlaubt, den Online-Shop besser auf die verschiedenen Zielgruppen auszurichten und zu personalisieren, neue Endgeräte beim Kunden einzubinden und rasch neue Zahlungsmethoden anzuflanschen.

"Wir bekommen jeden Tag neue Anforderungen an die IT unseres Shop-Systems und darauf müssen wir schnell reagieren", sagt Salzsieder. 250 agile Teams arbeiten vor allem in Düsseldorf, Berlin und Rumänien unter anderem an Bausteinen für den M-Shop. Mit ähnlicher Technik arbeitet auch Rewe, die 2014 das Start-up Commercetools übernommen hat. Die Services sollen allerdings nicht nur die Rewe-IT aufmöbeln, sondern auch Kunden wie Red Bull und dem Wasserfilterhersteller Britta helfen.

Bislang waren Online-Shops meist Monolithen und bestanden aus vielen tausend Zeilen Code, "die hart miteinander verdrahtet sind", erklärt Alexander Graf, Chef von Metros Kooperationspartner Spryker. Auch die Metro setzte bis vor drei Jahren auf die Lösung aus einem Guss. Doch so ein Koloss aus Code ist schwerfällig. "In der Regel dauert die Planung für einen Shop aus einem Guss etwa zwei bis drei Jahre, die Implementierung noch einmal genauso lange."

Das will Salzsieder mit Spryker schneller hinkriegen, zunächst als Front-End für die Trader-Linie, also Metro-Kunden, die Kiosken und Tante-Emma-Läden betreiben. Seit 2018 bauen Metro und Spryker daran. Das Backend bildet nach wie vor der von Metro selbst entwickelte M-Shop. Der spielt spezifische Angebote und Preise aus, zum Beispiel für Ho-Re-Ca-Kunden.

Um wie viel schneller der Software-Output via Microservices wird, ließe sich mangels Vergleichswerten allerdings nicht sagen. Spryker-Chef Graf spricht von mindestens einer Verdoppelung des Outputs an IT-Modulen. Seit Ende 2014 werben Graf und sein Team für ihr modulares Shop-System, das ähnlich wie ein Satz Legosteine funktioniert, aus denen sich wahlweise ein Haus, eine Brücke, ein Turm oder ein ganzes Fußballstadium oder eben ein Kaufmannsladen bauen lassen. – So sich denn alle Steine problemlos zusammenstecken lassen. Das wiederum sollen offene Schnittstellen (API) ermöglichen.

Baukasten-Prinzip braucht mehr Koordination
500 verschiedene Grundbausteine bietet das Start-up seinen Kunden an, zu denen neben Metro auch Tom Tailor und Hilti gehören. Die Methode hat nicht nur Vorteile: "Das Baukasten-Prinzip erhöht die Komplexität", sagt Metro-Mann Salzsieder. "Natürlich passiert es auch, dass beim Anbau neuer Teile andere Teile nicht mehr miteinander sprechen, da gab es durchaus schon Zwischenfälle", räumt er ein. Doch in der Regel ließen sich derartige Unverträglichkeiten rasch beheben: "Unsere Prüfsysteme ermitteln schnell, welche Schnittstelle nicht funktioniert."

Microservices brauchen Disziplin: "Fünfe gerade sein lassen, erzeugt einen Domino-Effekt", warnt Salzsieder. "Das ist, als würde jemand an einer Fußballarena bauen und statt gebogener Legosteine, die vorhandenen eckigen mit dem Feuerzeug ankokeln und verbiegen", sagt auch Graf.

Später sollen weitere Länder folgen, sobald die entsprechenden Stammdaten der Produkte vorliegen. Daran hapert es teilweise noch. Weiterer Knackpunkt: Mitarbeitermangel. Bislang musste Metro den Großteil seiner Microservice-Projekte an Externe vergeben. Bis 2020 soll der Anteil aber auf ein Fünftel sinken.

Die Microservice-Architektur ist ein weiterer Schritt in Salzsieders Strategie für eine schnellere und effizientere IT. Dazu zählt das interne Coaching seiner Computer-Experten auf agiles Arbeiten und das Auslagern von Services in die Google Cloud seit August 2018. Deren Schnittstellen nutzt Metro nicht nur, um eigene Microservices im Metro-Universum verfügbar zu machen, sondern zum Beispiel auch, um weitere anzubauen. Dazu zählen Bilderkennung und Voice Recognition, also vor allem das Einkaufen über Sprach-Assistenten.

Salzsieder will aber noch mehr: Sukzessive soll die komplette Metro-E-Commerce-IT aus Microservices bestehen. "Im Prinzip ersetzen wir Stein um Stein das Gesamtgebäude von innen."

Quelle:

https://www.lebensmittelzeitung.net/it-logistik/IT-Architektur-Metro-baut-beim-M-Shop-auf-Microservices-139184

prof - Sonntag, 27. Januar 2019 - 11:51
Interessant, aber das Ladengeschäft dürfte wie ein Felsbrocken am Bein hängen.

muc - Freitag, 10. Mai 2019 - 09:43
Nach dem gestrigen Kurssturz aufgrund der Abschreibung auf die REAL-Beteiligung ist folgende Einschätzung der Kenner im Handelsgeschäft interessant.

LZ (Lebensmittelzeitung) am Freitag von CHRISTIANE PREUSCHAT 10. Mai 2019

"Einfach mal das scheinbar Unmögliche schaffen, so wie Jürgen Klopp und sein FC Liverpool. Nach der 0:3 Niederlage gewann er 4:0 im Rückspiel. Völlig gedreht hat sich auch das Spiel um REAL. Medien hatten Metro-Chef Olaf Koch vorschnell ins Abseits drängen wollen. Ein Konsortium um den Immobilieninvestor X+Bricks sei der einzige Bieter für die Metro-Tochter, und der biete nicht genug, hieß es.

Aber Koch konterte: Mit dem Immobilieninvestor Redos, der eigentlich schon aus dem Bieterprozess ausgeschieden schien, zog er einen Joker aus dem Ärmel – und der könnte die Partie für sich entscheiden. Denn die Verhandlungen mit den Düsseldorfern sind exklusiv."

Wichtig zu wissen, ist die Nähe von REDOS zu EDEKA, sodass nicht nur die Immobilien, sondern auch das operative Geschäft eine mögliche Perspektive hat.

al_sting - Freitag, 10. Mai 2019 - 22:01
Metro klingt in der Tat damit immer interessanter.

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