Diskussionsforum der stw-boerse: DAX / MDAX: Sixt
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Archivierte Beiträge bis 27. Februar 2012 93    22.3. - 17:28

al_sting - Montag, 27. Februar 2012 - 16:28
Nächster Handel: 16:11:09; Kurs 15,84 EUR

--> 15,84€ * 300 = 4752,00 €

al_sting - Mittwoch, 29. Februar 2012 - 10:35
Womit ich nicht rechnete: gestern wurde das Level von 16,50 € geknackt.

Sollte ich hier zu voreilig gewesen sein und direkt vor dem Ausbruch ausgestiegen sein? Es scheint so, als hätte ich kein Händchen für Sixt.

al_sting - Sonntag, 22. März 2020 - 17:28
Ich kopiere mal mein Post zu Sixt hierher:

Ich glaube nicht, dass Sixt in existentielle Not kommt - anders als bei Lufthansa.

1. Ich denke, dass gerade jetzt einige Leute aus Sorge vor einer Einstellung des Bahnverkehrs oder auch nuir der Ansteckungsgefahr in der Bahn Mietverträge über ein paar Monate suchen, auch bei Sixt. Auch wenn das die Rückgänge der Automieten nicht abfängt.

2. Sixt bekommt gerade ordentlich Geld für den Anteilsverkauf bei Sixt Leasing.

3. Sixt hat vor wenigen Tagen (also mitten in der Coronakrise) zusammen mit der Dividendenaussetzung einen Ausblick veröffentlicht, laut dem sie auch 2020 positive Zahlen schreiben werden: http://www.dgap.de/dgap/News/adhoc/sixt-sixt-veroeffentlicht-ausblick-fuer-das-geschaeftsjahr-vorstand-beschliesst-vorschlag-zur-aussetzung-der-dividendenzahlung-sowie-weitere-massnahmen-zur-begrenzung-der-finanziellen-auswirkungen-der-coronakrise/?newsID=1295469
Das kann sich zwar ändern, ist aber optimistischer als bei anderen Firmen.

4. Soweit ich weiß, hält Sixt seine Autos nur etwa 6 Monate, dann wird weiterverkauft. Damit können sie auf Nachfrageeinbrüche relativ schnell reagieren (während Lufthansa die Flugzeuge kaum komplett los wird). Anders sieht es natürlich für Mitarbeiter und Mietkosten aus, aber das gilt auch für alle anderen Firmen.

al_sting - Sonntag, 22. März 2020 - 17:34
Nachtrag: Zum Anteilsverklauf von Sixt Leasing an Hyundai fand ich bei Sixt selber nur folgendes: "[...] Verkauf der Beteiligung an der Sixt Leasing SE, dessen Vollzug im 2. Halbjahr 2020 erwartet wird [...]"
http://about.sixt.com/websites/sixt_cc/German/2999/news-details.html?newsID=1925185#news-EQS
Klingt für mich so, als könnte Hyundai es noch abblasen, auch wenn darauf sicherlich Strafzahlungen stehen. Aber
1. Würde ich an Hyundais Stelle mit dem Corona-Schock jede größere Ausgabe noch einmal kritisch hinterfragen und neu verhandeln. Sprich: Eine Preissenkung oder gar ein Abblasen des Verkaufs würde mich absolut nicht wundern.
2. Eine derartige Veränderung wäre ein Schlag für Sixt, der deutliche Auswirkungen auf den Aktienkurs hätte.
3. Je stärker Sixts Hauptmärkte herunterfahren, also Europa und die amerikanischen Flughäfen, desto härter wird das Jahr für Sixt.

Will heißen: Sixt ist doch nix für die nächste Woche, die Aktie darf in der Watchlist ruhig noch etwas reifen.

prof - Sonntag, 22. März 2020 - 17:54
Nicht zu vergessen: Am 21. Februar waren wir alle in Champagnerlaune, ich war zu einer Hochzeit eingeladen und freute mich über 9% Gewinn seit Jahresanfang.

Danach ist jeweils von Woche zu Woche das Worst Case Szenario eingetreten und wir haben vermutet: Schlimmer geht nimmer. Aber es ging eben doch schlimmer.
Wirtschaftlich wäre wohl ein Stillstand der europäischen und der US-Wirtschaft das Horrorszenario. Daraus könnte aber auch noch der Zusammenbruch des Euro resultieren, auch kriegerische Auseinandersetzungen sind zumindest denkbar.

Der DAX hat in der Dotcom Blase 70% verloren, in der Finanzkrise 50%. Jetzt stehen wir erst bei 35%. Obwohl ich das Szenario als deutlich bedrohlicher empfinde. Genau das dürften auch die Menschen beider Kontinente tun und es wird ein nie gekanntes Angstsparen von einem hohen Level aus einsetzen. Es gibt so viel Sparpotential und so wird die Wirtschaft über Jahre gelähmt. Dazu noch das menschliche Leid, die Einsamkeit vieler Menschen und das Fehlen von Vergnügen wie Urlaub, Kneipe, Partys etc.

Natürlich werden wir nicht den Tiefpunkt erwischen und irgendwann sachte einsteigen. Ich als Chartie bin mir bewusst, dass ich leicht in die nächstbeste Bullenfalle tappen kann.
Halten wir einen regen Erfahrungsaustauchs!

levdul1 - Montag, 23. März 2020 - 08:33
Ich sehe im Augenblick auch kein Licht am Ende des Tunnels. China fährt die Wirtschaft wieder hoch und sofort steigen die infiziertenzahlen wieder an.

Ähnlich wird das bei uns verlaufen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass im Sommer bei 30 Grad die Leute zu hause sitzen. Damit werden die Fallzahlen auch wieder ansteigen. Bis eine Therapie/Impfstoff gefunden sind, ist keine Entspannung in Sicht.

covacoro - Montag, 23. März 2020 - 17:34
Kopf hoch Jungs, das wird wieder.

http://www.diezukunftnachcorona.com/

Viele Grüße!

levdul1 - Dienstag, 24. März 2020 - 15:41
@covacoro

Nimm es mir nicht übel, aber das Video ist gähnend langweilig. Hier werden kurzfristige Geschehnisse auf langfristige Prognosen ausgewalzt. Dazu ein bisschen Zweckoptimismus und Selbstbeweihräucherung.

Ich sehe 2 grosse Gefahren als relativ real:

1. Im Augenblick wird kaum etwas produziert, trotzdem wollen alle einen kompletten finanziellen Airbag haben. Dabei gibt es im Augenblick gar nicht so viele Möglichkeiten, das Geld auszugeben. Wenn das viele Geld irgendwann auf eine reduzierte Warenmenge trifft, sollte es Inflation geben (gegen die aufgrund der hohen Staatsverschuldung nicht gegengesteuert werden kann). Hoffen wir, dass sich die Inflation auf den Aktienmarkt konzentriert,

2. Der Corona-Virus hat in Afrika gerade erst angefangen sich auszubreiten. Bei der Lebensdichte in den dortigen Grossstädten kann dies recht schnell explosionsartig anwachsen. Da ich das Gesundheitssytem dort als nicht unbedingt leistungsfähiger als das italienische erachte, können noch ganz schreckliche Nachrichten zu uns kommen, auf welche wir auch reagieren müssen.

Und bei uns ist ja auch noch keine dauerhafte Lösung in Sicht. Die Neuinfektionszahlen werden jetzt abebben und nach dem Neustart wieder ansteigen. Wollen wir dann in Wellen rauf und runter fahren ? Werden die Leute bei 35 °C im Sommer in Ihren Wohnungen bleiben ?

Ich bin eigentlich Daueroptimist, aber dieses Thema wird uns wohl länger beschäftigen.

covacoro - Dienstag, 24. März 2020 - 17:25
Na ja, sind halt Zukunftsforscher.

Deren Prognosen sind immer zu 90% falsch, aber enthalten hier und da ein Körnchen Wahrheit.
Hr. Horx hatte ja 2001 prognostiziert, dass das soziale Internet (Internet 2.0) nix Durchschlagendes wird, wenn ich mich recht erinnere.
Das Video ist auch nicht so gut, der Artikel war interessanter: http://www.diezukunftnachcorona.com/die-welt-nach-corona/

Zu deinen Argumenten:
1. "Kaum etwas produziert" - viele Unternehmen fertigen noch, nur die "just in time" Fraktion, also Automobilindustrie, ist gebeutelt und fährt als erste (!) Industrie herunter.
Die ist aber nicht alles, auch wenn sie wieder einmal am lautesten nach Hilfe schreit!

2. "Afrika": Ja, in Afrika wird es Opfer geben. Aber niemand kann schätzen, wie die im Durchschnitt sehr junge Bevölkerung wirklich betroffen sein wird. Und obwohl jedes Land eine eigene Strategie entwickelt (besonders spannend: Schweden), kommen wir der Lösung jeden Tag etwas näher.

Was "on" und "off" angeht: Schon heute verschwenden wir nicht nur 40% aller erzeugten Lebensmittel, sondern auch 40% unserer Zeit mit unproduktiven Dingen (manche Meetings, viel Bürokratie, alte Zöpfe). Wir werden erstaunt sein, wieviel man trotzdem gebacken bekommt und wie solche Zeiten eingeschränkten Konsums auf uns wirken. Auch das sehe ich nicht nur negativ.

Außerdem können wir bei jedem "off" dazulernen. Vielleicht ist beim nächsten Mal schon die Südkorea-Strategie machbar: fast alle testen, regelmäßig, Infektionsketten vermeiden.

Covacoro

levdul1 - Freitag, 27. März 2020 - 09:41
@Covacoro

Versteh' mich nicht falsch, ich sehe auch nicht alles negativ. Ich geniesse die Zeit sogar, weil trotz home office insgesamt mehr Zeit zur Verfügung steht und ich doch irgendwie etwas zur Ruhe komme.

Ich denke nur, dass der Einschnitt in das Wirtschaftsleben grösser sein wird, als bisher angenommen und dass wir den Boden am Aktienmarkt noch nicht gesehen haben.

Andererseits wurden wieder einmal Billionen in den Markt gepumpt. Das kann kurzfristig noch einmal für einen Sauerstoffschub führen.

Falls das doch zu Inflation führen sollte, was wird die EZB dann tun ?

prof - Freitag, 27. März 2020 - 09:57
Falls das doch zu Inflation führen sollte, was wird die EZB dann tun ?
Interessante Frage: Da das Geld nicht durch Waren gedeckt ist, stellen viele fest: Bedrucktes Papier kann man nicht essen. Auch nicht noch mehr bedrucktes Papier.

Der Weg zur Erkenntnis dürfte aber noch einige Zeit dauern, denn das Angstsparen bewirkt genau das Gegenteil: Deflationäre Tendenzen. Erst wenn tatsächlich die Waren knapp werden, schlägt die Sache um.

al_sting - Freitag, 27. März 2020 - 10:12
Naja, die Regierung sagt ja sinngemäß "Ihr werden für das von uns ausgegebene Geld mit Waren zu dem entsprechenden Wert versorgt werden."

Ich sehe die Regierung als "letzte Macht" in unserem Land, die notfalls auch in Besitz und Verteilung dieser Waren eingreifen kann (siehe derzeit Monopolisierung und Verteilung von medizinischen Versorgungsgütern). Ich sehe keine Anzeichen für einen Zusammenbruch dieser Regierung. Entsprechend halte ich deren Versprechen (und die Währung ist eines davon) für die derzeit belastbarsten Versprechen.
Es ist kein Zufall, dass Kryptowährungen in der Krise nicht direkt Zulauf erhalten.

levdul1 - Freitag, 27. März 2020 - 17:39
Aber Gold hält sich extrem wacker. Gold wurde nur in der Panik kurz verkauft. Jetzt zieht es schon wieder an.
Gold ist für mich ein Anzeiger für das Vertrauen in die Währung.

al_sting - Montag, 26. Oktober 2020 - 21:57
Beeindruckende Quartalszahlen bei Sixt:
"Gewinn trotz Flaute im Geschäft Sixt übertrifft Sparziel

Auch im Sommer ist das Geschäft von Sixt um 40 Prozent eingebrochen. Der Autovermieter antwortete mit einem drastischen Abbau der Flotte und erreichte schwarze Zahlen. Den gewährten Staatskredit musste Sixt bislang nicht antasten.

22.10.2020, 08.32 Uhr

Deutschlands größter Autovermieter Sixt spart sich in der Corona-Krise im dritten Quartal wieder zu einem Gewinn. Das Ergebnis vor Steuern lag von Juli bis September mit 66 Millionen Euro zwar um 55 Prozent unter Vorjahr, war anders als im zweiten Quartal aber wieder positiv, wie das Unternehmen am Mittwochabend in Pullach mitteilte.

Dabei brach der Umsatz in den drei Sommermonaten um 41 Prozent auf 460 Millionen Euro ein und erholte sich damit kaum vom Minus im Frühjahr. In den ersten neun Monaten lag er mit 1,17 Milliarden Euro 39 Prozent unter Vorjahr. Sixt machte für den Quartalsgewinn neben den teilweise aufgehobenen Reisebeschränkungen vor allem Kostensenkungen verantwortlich.

In den ersten neun Monaten seien unter anderem durch eine Reduzierung der Mietwagenflotte deutlich mehr als 200 Millionen Euro eingespart worden. Zum Ziel gesetzt hatte sich Sixt 150 Millionen - für das gesamte Jahr.
Immer noch keine Prognose für 2020

Nach neun Monaten steht aber noch ein Verlust vor Steuern von 57 Millionen Euro zu Buche - vor einem Jahr war es noch ein Gewinn von 260 Millionen. Dazu kommen aber 65 Millionen Euro, die der Verkauf der Tochter Sixt Leasing an die Hyundai Capital Bank Europe netto einbringt. Sie sind noch nicht in den Zahlen der ersten neun Monate enthalten.

Die steigenden Infektionszahlen machen Vorstandschef Erich Sixt (76) aber vorsichtig. Eine Prognose für das Gesamtjahr traut er sich weiterhin nicht zu. "Aufgrund der in den letzten Tagen und Wochen wieder drastisch ausgeweiteten Reisebeschränkungen ist weiterhin nicht absehbar, in welchem Ausmaß die Geschäftsentwicklung von den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie beeinträchtigt werden wird", hieß es in der Mitteilung.

Das Geld geht Sixt nach eigenen Angaben aber längst nicht aus. Ende September lag rund eine halbe Milliarde Euro auf Bankkonten. Ein Konsortialkredit über 1,4 Milliarden Euro, den sich Sixt mithilfe der Staatsbank KfW besorgt hatte, sei bisher nicht einmal angetastet."
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/sixt-autovermietung-reduziert-flotte-drastisch-a-e2348e9c-aecd-4ae2-8b01-d63ff3da2679

al_sting - Montag, 26. Oktober 2020 - 22:21
Weiterhin beachtlich:

- Wenn Sixt über die 500 Mio Cashreserven und 1,4 Mrd€ KfW-Kreditlinie noch mehr Geld benötigt, würde VW gerne als Großaktionär mit 15% einsteigen. (Was ich aber strategisch nicht unkritisch sähe, weil damit die Markenunabhängigkeit beeinträchtigt werden kann.) http://www.wiwo.de/unternehmen/auto/mietwagen-carsharing-auto-abo-sixt-einstieg-vw-auf-dem-weg-zum-mobilitaetsdienstleister/26197490.html

- Sixt hat die Hertz-Insolvenz genutzt, indem sie von der (ebenfalls insolventen) Hertz-Tochter Advantage Rent a Car aufgegebene Stationen in 10 US-Flughäfen übernommen haben. Das Marktpotential für Autovermieter an diesen Flughäfen soll beträchtlich sein und jenem der Autovermietung in ganz Deutschland (!) zu entsprechen. Was ich mir zugegeben kaum vorstellen kann.
"Ab voraussichtlich Mitte Juli bekommt SIXT damit die Flughafenkonzessionen an den strategisch wichtigen Standorten Boston (BOS), New York (JFK und LGA), New Jersey (EWR) und Houston Texas (IAH) endgültig übertragen. Auch in Orlando (MCO), Denver (DEN), Maui (OGG), Honolulu (HNL) und Las Vegas (LAS), wird SIXT künftig seine Premiumflotte direkt im Flughafen-Terminal vermieten.
[...]
Die USA mit einem riesigen Marktvolumen von über 36 Mrd. US-Dollar sind derzeit der mit Abstand größte Wachstumsmarkt für den Mobilitätsanbieter.Allein der Erwerb der neuen Stationen birgt ein hohes Potenzial, da der Umsatz der zehn Flughäfen insgesamt auf etwa 3,4 Mrd. US-Dollar geschätzt wird. Das entspricht ungefähr dem Gesamtpotenzial des Mietwagengeschäfts in Deutschland."
http://about.sixt.com/websites/sixt_cc/German/2999/news-details.html?newsID=1993819

- Auch ein kanadischer Markteintritt scheint vorbereitet zu werden:
"Der Autovermieter Sixt rüstet sich für eine weitere Internationalisierung. Knapp zehn Jahre nach der Eröffnung seiner ersten Station in den USA bereitet sich der größte deutsche Autovermieter auf einen Markteintritt in Kanada vor. Nach Informationen von WELT AM SONNTAG wurde soeben eine Sixt Canadian Holding im Handelsregister eingetragen. Wie der Konzern auf Anfrage mitteilt, erfolge dies, „um zu einem aktuell nicht definierten Zeitpunkt handlungsfähig zu sein“. Wörtlich: „Damit schließen wir einen zukünftigen Markteintritt nicht aus.“"
http://www.welt.de/wirtschaft/article218515910/Sixt-bereitet-sich-auf-Markteintritt-in-Kanada-vor.html

- Last but not least: Die Sixt-Vorzüge sind mit ca. 41€ wieder relativ günstig geworden.
(März-Tief bei 27,15€, Juni-Hoch bei 53€)
Zur Einordnung: Im (bislang besten) Jahr 2019 lag der Gewinn je Aktie bei 9,09€ und die Dividende je Aktie bei 2,17€.

Was denkt ihr zu dem Unternehmen?
Und was sagt Prof zu dem Chart?

prof - Dienstag, 27. Oktober 2020 - 20:12
Seit Juni haben wir einen stabilen Abwärtstrend, da ist Vorsicht angesagt. Die Vorzüge sind im Verhältnis zu den Stämmen im Augenblick deutlich billiger. Mal sehen, wann Du günstig reinkommst.

al_sting - Mittwoch, 28. Oktober 2020 - 13:59
Ja, der Chart hält mich zurück.
Oder anders formuliert: Sixt ist mal wieder auf meine Watchlist gewandert, damit ich bei geeigneten Randbedingungen (entweder heftiger Crash mit Schnäppchenpreisen ohne Rücksicht auf den Chart oder aber einer Stabiliserung und Aufwärtsbewegung mit attraktivem Chart zu attraktiven Kursen) zuschlagen kann.

al_sting - Freitag, 30. Oktober 2020 - 14:53
Von al_sting am Freitag, 30. Oktober 2020 - 14:48:

Prof heutiger Satz zur Marktlage brachte mich ins Grübeln:"Ist zwar keine Charttechnik, aber:
Der DAX hat seinen ersten Tiefpunkt etwa bei Verkündung des ersten Lockdown erreicht.
Warum sollte nicht das zweite lokale Minimum etwa bei Verkündung des zweiten Lockdown erreicht sein? Dazu noch die Unsicherheit vor der US-Wahl."

Im März war ich schon sehr stark an Sixt interessiert. Ich wartete aber noch ab. Ich ging davon aus, dass nach einem ersten Kurssturz wegen des norditalienischen Coronaschocks ein zweiter Kurssturz beim einem amerikanischen Coronaschock zu erwarten sei.
Das fiel komplett aus. Es war kein Schoock mehr, es war vorhersehbar. Und dann war mir Sixt davongelaufen...

Seitdem März hat Sixt beachtliche Fortschritte gemacht:
- Der Verkauf von Sixt Leasing an Hyundai ging anscheinend ohne Nachverhandlungen über die Bühne und ermöglichte Sixt einen Sondergewinn von 65 Mio €. Das hielt ich im März noch für zweifelhaft.
- Das ehrgeizige Sparprogramm von 150 Mio€ konnte Sixt noch übertreffen (200 Mio€)
- Im Sommer konnte Sixt daher trotz deutlicher Umsatzeinbrüche leichte Gewinne erzielen.
- Die Liquidität ist mehr als gesichert (0,5 Mrd Cashreserve + 1,4 Mrd KfW-Kreditini+VW als Möchtegern-Einsteiger im Falle eineer KE)
- Damit kann Sixt bei besonderen Chancen in der Krise beherzt zuschlagen - und das haben sie auch getan (Neue Lizenzen für US-Flughafenstationen, Vorbereitung für Einstieg in Kanada)

Natürlich, frühestens 2022 kann für die Reisebranche und damit auch Sixt wieder ein normales Geschäftsjahr werden. Aber Sixt kann und dürfte nach meiner Wahrnehmung gestärkt aus der Krise gehen, während der zweitgrößte US-Autovermieter Hertz insolvent wurde und dem größten europäischen Mitbewerber Europcar ein ähnliches Schicksal blühen könnte.

Sixt war Ende September 2001 eine meiner ersten Aktien überhaupt, und ich habe sie damals nach einem schnellen Verdoppler wieder verkauft. Die damals zu etwa 7€ gekauften Aktien, seitdem einmal gesplittet, sind heute mehr als das Zehnfache wert, und alleine mit den Dividenden hätte ich den Einsatz wieder komplett herausbekommen. Die Firma fasziniert mich seit geraumer Zeit, ich suchte nur nach einem geeigneten Neueinstieg.

Langer Rede kurzer Sinn: Ich steige mit einer Position bei Sixt ein. Im Fall deutlicher weiterer Kursrücksetzer ist ein Ausbau bis auf 2 Positionen denkbar.

--> Kauf 430 Stück, Xetra, Kurs 40,90€
430 x 40,90€ = 17.587€

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