Diskussionsforum der stw-boerse: Auslandswerte: Chinesische Aktien
  Thema Posts Stand
Archivierte Beiträge bis 20. Oktober 2006 20    20.10. - 04:11

chinaman - Samstag, 21. Oktober 2006 - 05:46
Handelsblatt Nr. 203 vom 20.10.06 Seite 25


Deutsche fallen in China zurück

Britische und amerikanische Unternehmen engagieren sich weit stärker

JENS KOENEN ROBERT LANDGRAF CHRISTIAN POTTHOFF | FRANKFURT Die deutschen Unternehmen müssen sich in China stärker engagieren, wenn sie nicht abgeschlagen werden wollen, sagten Experten im Frankfurter Gespräch, einer regelmäßigen Diskussionsrunde des Handelsblatts. Im Vergleich zum Ausland hielten sich heimische Unternehmen bei Übernahmen deutlich zurück. Doch sie könnten es sich nicht leisten, das Land zu ignorieren. Neben einem knapp zweistelligen Wirtschaftswachstum lockten Kaufkraft und privater Verbrauch einer Milliardenbevölkerung.

Im vergangenen Jahr haben sowohl Großbritannien als auch die USA deutlich über vier Mrd. Dollar in chinesische Unternehmen investiert und stellten damit zusammen 48 Prozent des Dealvolumens. Deutschland folgt weit abgeschlagen auf Platz 14. Dabei drohen die hiesigen Firmen einen Trend zu verpassen. China liegt nach Berechnungen von Thomson Financial inzwischen nach Japan und Australien auf Platz drei der fünfjährigen Bestenliste bei Fusionen und Übernahmen (M&A) in Asien. Das Land verdrängte mit einem Volumen von 107 Mrd. Dollar bei knapp 3 000 Transaktionen Südkorea auf Rang vier. Das M & A-Gewicht von China wird nach einer Umfrage der renommierten Economist Intelligence Unit unter 231 Führungskräften in den nächsten fünf Jahren weiter zunehmen. Der private Verbrauch soll in den nächsten sechs Jahren um sieben bis neun Prozent wachsen. Das verfügbare Einkommen soll ähnlich steigen.

Europäische Firmen kauften chinesische Unternehmen vor allem, weil sie einen billigen Produktionsstandort suchen, sagte Managing Director Kai Tschöke von Morgan Stanley. Dagegen nutzten die Nordamerikaner Übernahmen inzwischen verstärkt, um einen neuen Absatzmarkt für die eigenen Produkte zu erschließen. Kai Lucks, bei Siemens für Integration, Fusionen und Übernahmen zuständig, rät den Unternehmen zu einem möglichst frühen Einstieg in chinesische Unternehmen, da sie rasant wüchsen und es damit später teurer werde, sich einzukaufen.

In jüngster Zeit wird das M&A-Geschäft in China vor allem von großen, milliardenschweren Bankendeals geprägt. Dazu gehörte 2005 das Engagement der Bank of America an der China Construction Bank oder in diesem Jahr die Beteiligung von Goldman Sachs, American Express und des Allianz-Konzerns an der International Construction Bank of China (ICBC). Der jetzt geplante Börsengang von ICBC dürfte mit über 21 Mrd. Dollar die bisher größte Emission weltweit werden.

Doch gute Chancen für die deutsche Industrie böten sich auch im Automobilsektor, in der Chemie- und in der Elektronikindustrie, sagte Margot Schüller vom Institut für Asienkunde in Hamburg. Ein Einkauf in einer dieser Branchen ist um so leichter, je stärker der chinesische Staat das fördert: "China hat die klare Strategie, mittelfristig globale Champions in vielen Branchen aufzubauen", sagte Lucks. Allerdings bremse die Regierung Gemeinschaftsunternehmen mit Ausländern aus, wenn sie zu stark würden. Sie sorge dafür, dass rein nationale Unternehmen einen Vorsprung behalten. Trotzdem böten sich dem Mittelstand in China Potenziale, "die es weder in Osteuropa noch in Deutschland gibt", sagte Wilhelm Niggemann, Partner bei Ernst & Young. Ohnehin müssten viele Mittelständler den Global Playern folgen, denen sie zulieferten. Das gelte etwa für die Autoindustrie.

Vor einem Kauf stehen allerdings viele Probleme, die es zu bewältigen gilt. "Das beginnt bei der Suche des richtigen Partners, und es geht weiter mit der Frage, wem das Unternehmen letztlich gehört", sagte Expertin Schüller. Zudem hätten die Unternehmen in aller Regel kaum wirtschaftliche Kennzahlen, meinte Lucks von Siemens. Oft genug zahlten Ausländer nur für den strategischen Wert eines Unternehmens. Anlagen, die sie mitkauften, würden dann gleich verschrottet. Investmentbanker Tschöke rät, in Kaufverhandlungen gleich zu Beginn die Eckpunkte für eine Akquisition klar zu machen. Und um gegen unliebsame Überraschungen in letzter Sekunde gewappnet zu sein, müsse man mit mehreren Firmen gleichzeitig verhandeln, sagte Lucks.

Eine weitere Hürde sei der Mangel an geeigneten chinesischen Managern - 700 000 würden in den nächsten Jahren benötigt, nur etwa 5 000 seien entsprechend geeignet, sagte Lucks. "Um die balgen wir uns alle."

Das Problem des Patentschutzes ist ebenfalls noch nicht gelöst. China sei zu 80 Prozent von externer Technologie abhängig, urteilt Schüller. Um diese Abhängigkeit zu reduzieren und die Entwicklung eigener Technologien zu fördern, erzeuge die Regierung einen erheblichen Druck in Richtung Patentschutz. Auf lokaler Ebene werde er jedoch oft nicht umgesetzt. So berichtete Lucks: "Wenn wir bei Siemens ein neues Produkt auf den Markt bringen, dann ist es schon passiert, dass es innerhalb von sechs Wochen 30 Kopien gab."

Koenen, Jens
Landgraf, Robert
Potthoff, Christian



20. Oktober 2006

chinaman - Donnerstag, 26. Oktober 2006 - 05:14
Handelsblatt Nr. 206 vom 25.10.06 Seite 28


VERSICHERER: Wie die internationalen Branchenriesen den chinesischen Markt beackern

Das fröhliche Lied der Vertreter

HOLGER ALICH | SCHANGHAI Die rund 50 jungen Chinesinnen und Chinesen im kargen Besprechungsraum der Axa in Schanghai haben es geschafft: Sie dürfen für den französischen Versicherungskonzern Policen im Reich der Mitte verkaufen. "Und jetzt singen wir das Axa-Lied", fordert die Agenturleiterin ihren Nachwuchs auf. Die neuen Vertreter, zumeist in graues oder blaues Tuch gehüllt, stehen geschlossen auf und trällern die Melodie nach, die aus den Lautsprechern scheppert. Der Text ist chinesisch, zwischendurch sind indes englische Fragmente wie "Go ahead, take the world" eingeflochten.

"Die Szene ist nicht für die Presse gestellt", sagt nach der Vorstellung fast entschuldigend Jamie McCarry, der Chef des französisch-chinesischen Versicherungs-Joint-Ventures Axa-Minmetals. Pro Monat heuert das Unternehmen 50 bis 100 neue Vermittler an. Motivationstreffen gehören da zum Alltag. "Ich bin wohl einer der wenigen Vorstandschefs in der Welt, die ihren Tag mit einem Motivationslied anfangen", scherzt McCarry.

Die Manager der weltweiten Versicherungsriesen wie Axa, Allianz, AIG oder Prudential brauchen allerdings keine stimulierenden Songs zu intonieren, um sich für die Region zu begeistern. Das Wirtschaftswachstum der asiatischen Länder, allen voran China und Indien, übertrifft jenes reifer Regionen wie Westeuropa bei weitem. Die Versicherungsdichte - sprich, der Anteil der Versicherungswirtschaft am Bruttosozialprodukt - liegt etwa in China mit 2,5 Prozent zudem deutlich unter den Werten von Ländern wie Deutschland, Japan oder den USA. Im Klartext: Der Versicherungsmarkt dürfte noch schneller als die gesamte Wirtschaft wachsen. Zudem erreichen die Sparquoten in Asien Rekordwerte. Daher schätzen die Experten des weltweit größten Rückversicherers Swiss Re, dass bis zum Jahr 2015 allein der chinesische Markt für Lebenspolicen pro Jahr um über 13 Prozent wachsen wird.

Die französische Axa ist entschlossen, sich von diesem Kuchen eine dicke Scheibe abzuschneiden. "Asien ist ein Eldorado", schwärmt Philippe Donnet, der bei Axa für Asien inklusive dem Mega-Markt Japan zuständig ist. Der französische Riese fasst auch Zukäufe in Asien ins Auge. Vor allem drängt es die Franzosen nach Südkorea zurück, den zweitgrößten Versicherungsmarkt nach Japan, aus dem sich Axa Anfang des Jahrtausends zurückgezogen hatte, weil die Regulierungsbehörden zu teure Garantien für Lebenspolicen verlangt hatten. Das ist mittlerweile Geschichte, "daher würde ich lieber heute als morgen dorthin zurückkehren", sagt der Axa-Manager. Branchenbeobachter erwarten daher einen Zukauf des Versicherers in Südkorea.

Axa ist aber weder der erste noch der einzige Versicherer, der den Wachstumsmarkt Asien bearbeitet. Neben der etwa in China dominierenden lokalen Konkurrenz tummeln sich dort alle namhaften Adressen. Der US-Riese AIG ist in China bereits seit 1919 aktiv. Große Pläne hegt auch die Allianz, die im Januar für eine Milliarde Dollar 2,5 Prozent an der Industrial and Commercial Bank of China (ICBC) erworben hatte, um über die Schalter der drittgrößten chinesischen Bank landesweit ihre Policen zu verkaufen.

Asien ist mindestens so vielfältig wie Europa: Während die internationalen Adressen der Assekuranz in Japan und Hongkong - in Euro gerechnet - jeweils die Milliarden-Schwelle bei den Prämieneinnahmen überschritten haben, steckt das Geschäft im Boomland China noch in den Kinderschuhen: Allianz nahm 2005 in China 28,7 Millionen Euro ein, das chinesische Joint Venture der Axa, Axa-Minmetals, kommt auf 45 Millionen Euro. Zudem wird kein ausländischer Versicherer auf mittlere Sicht in China Geld verdienen, was unter anderem an regulatorischen Hindernissen liegt (siehe Kasten). In China zum Beispiel müssen die Versicherer für jede Provinz eine Lizenz beantragen. Auch wegen dieser Hindernisse kommen in China alle ausländischen Adressen zusammen nur auf einen Marktanteil von gut drei Prozent. Den Löwenanteil halten die chinesischen Anbieter wie China Life (51 Prozent) oder Ping An Life (19 Prozent).

Wie in jedem Versicherungs-markt entscheidet über Erfolg oder Niederlage nicht nur die Produktpalette, sondern vor allem die Verkaufspower. "Anders als zum Beispiel AIG setzen wir nicht nur auf provisionsabhängige Vermittler, sondern auf einen Multi-Kanal-Ansatz", sagt Marc Pearson, der für das Lebensversicherungsgeschäft der Axa in Asien verantwortlich ist. Derzeit verkauft der Versicherer seine Policen in China über 1 600 konzerngebundene Vermittler auf Provisionsbasis. Jetzt soll ein festangestellter Vertrieb hinzukommen, wie er bereits in Hongkong mit großem Erfolg eingesetzt wird.

Laut Swiss Re ist indes der Vertrieb über die Banken in Asien entscheidend, denn dieser Kanal weist die höchsten Wachstumsraten auf. "Der für uns beste Weg dabei besteht in der Begründung eines Joint Ventures mit einer Bank", sagt Axa-Manager Pearson. Denn reine Vertriebsabkommen könnten jederzeit aufgelöst werden, bei einem Joint Venture müssten dagegen beide Partner in Ausbildung und Technik investieren. "Daher ist das Engagement dauerhafter", argumentiert Pearson.

Allerdings sind speziell in China solche Joint Ventures zwischen Banken und Versicherern nicht erlaubt. Also gehen die europäischen Konkurrenten Axa und Allianz unterschiedliche Wege. Axa bleibt bei der Devise, keine Bankbeteiligungen einzugehen. Also bleibt den Franzosen nur der Abschluss von Vertriebsabkommen mit örtlichen Banken. Derzeit hat die Axa derer acht.

Die Allianz setzt große Hoffnungen auf ihre mit einer Kapitalbeteiligung unterlegte Kooperation mit der landesweit tätigen ICBC. Dank des neuen Partners konnte die Allianz allein im ersten Quartal 2006 so viele Prämien einnehmen wie im gesamten Vorjahr. In einigen Jahren soll die Schwelle von einer Milliarde Euro erreicht sein.

Axas Zukauf der Schweizer Winterthur dürfte die Position der Franzosen im Reich der Mitte stärken. Denn via Winterthur bekommt Axa Zugriff auf eine 15,6-Prozent- Beteiligung an der chinesischen Nummer fünf im Lebensversicherungsgeschäft, der Taikang Life. Die hält mit fünf Prozent einen größeren Marktanteil als alle ausländischen Anbieter zusammen und ist zudem bereits profitabel.

Doch wie eine Zusammenarbeit mit der Taikang aussehen kann, darüber schweigt sich Axa aus: "Wir prüfen, was mit dieser Beteiligung geschehen soll", meint Axa-Manager Pearson. Der Grund für das Lavieren: Die Asientochter Axa Asia Pacific Holdings (Axa APH) gehört den Franzosen zwar zu 51 Prozent. Wegen umfangreicher Abkommen muss sich der Konzern im Asiengeschäft aber mit Minderheitsaktionären in komplizierten Verfahren arrangieren.

Der Axa-Manager Pearson sieht jedoch in der Struktur der Axa APH kein Wachstumshindernis. Fröhlich hält er in der ersten Reihe Händchen mit den anderen Top-Managern und singt mit seinen neuen Vertriebsleuten das Motivationslied.

Alich, Holger



25. Oktober 2006

chinaman - Mittwoch, 1. November 2006 - 03:05
Handelsblatt Nr. 209 vom 30.10.06 Seite 24


DAS FULMINANTE DEBÜT der Industrial and Commercial Bank of China an den Börsen in Hongkong und Schanghai stellt die Anziehungskraft der Volksrepublik unter Beweis

Chinas Börse feiert die ICBC

ANDREAS HOFFBAUER | PEKING Die Industrial and Commercial Bank of China (ICBC) ist mit dem rasanten Börsenstart zur fünftgrößten Bank der Welt aufgestiegen. Gemessen am Marktwert liegt Chinas größte Staatsbank nun in der internationalen Rangliste hinter Citigroup, Bank of America, HSBC und JP Morgan Chase und noch vor großen Namen wie UBS oder Royal Bank of Scotland.

Beim größten Börsengang in der Finanzgeschichte war der Kurs der ICBC-Aktie am Freitag in Hongkong um 14,7 Prozent in die Höhe geschnellt. Das Debüt in Hongkong sorgte für neue Hochstimmung. Analysten erwarten nun, dass der dortige Hang-Seng-Index schon bald die Marke von 18 400 Punkten auf Dauer durchbrechen wird. In Schanghai fiel der erste Handelstag mit einem Zuwachs von 5,1 Prozent dagegen deutlich schwächer aus.

Die ICBC nahm insgesamt ein Rekordvolumen von knapp 22 Mrd. Dollar ein. Der Börsengang wurde erneut als Beweis bewertet, dass chinesische Konzerne an den internationalen Finanzmärkten eine immer größere Rolle spielen. Bereits Anfang Juni hatte die Bank of China in Hongkong für Furore mit einem Milliarden-Listing gesorgt.

ICBC-Chairman Jian Jianqing nannte den Börsenstart einen "Meilenstein in der Entwicklung" der Bank. Sie hatte als erste chinesische Bank ein zeitgleiches Listing in Hongkong und Schanghai gewagt. Der deutliche Unterschied zwischen der Kursentwicklung am ersten Handelstag sei ein Indiz dafür, dass Schanghai als Finanzplatz noch lange nicht akzeptiert sei, meinen Analysten. Viele hatten auch in Schanghai mit einem Anstieg von bis zu 20 Prozent gerechnet. Der schwächere Start auf dem Festland biete nun für chinesische Anleger aber Kurschancen, meint Zhuang Qianhua von Huatai Securities.

Für die Aktie, die mit 3,28 Yuan in die Woche startet, erwarte er langfristig einen Kurs von 3,50 Yuan. Der Ausgabepreis hatte in Schanghai 3,12 Yuan betragen, in Hongkong 3,07 Hongkong-Dollar.

China hofft, durch Notierungen großer Konzerne in Schanghai seine Festland-Börsen für Investoren attraktiver zu machen. Als nächstes soll die China CITIC Bank für rund zwei Mrd. Dollar an die Börsen in Hongkong und dem Festland gebracht werden. Auch andere Firmen wie die Fluglinie Air China planen eine Notierung in Schanghai.

Der Rekord-Börsengang der ICBC wurde aber vor allem als positives Signal der weltweiten Anleger für Chinas Wirtschaft gesehen, die auch dieses Jahr wieder um rund zehn Prozent wachsen wird.

ICBC war der vierte Börsengang unter den fünf großen Topbanken Chinas. Die Emission übertraf die des Wettbewerbers Bank of China deutlich. Die Bank of China hatte Anfang Juni beim Debüt in Hongkong knapp 11,2 Mrd. Dollar kassiert. Vor einem Jahr hatte dort bereits die China Construction Bank mit einem Listing 9,2 Mrd. Dollar erzielt. Als erste chinesische Großbank war zuvor die Bank of Communications an die Börse gegangen.

Die chinesische Regierung will den Bankensektor für den Wettbewerb fit machen und hat allein in drei große Topbanken 60 Mrd. Dollar gepumpt. Denn zum Jahresende muss laut Regeln der Welthandelsorganisation der Bankenmarkt für ausländische Investoren vollkommen geöffnet werden.

Die ICBC will das frische Kapital aus dem Börsengang in den Ausbau des Privatkundengeschäftes und in neue Bankentechnik stecken. Gerade das Privatkundengeschäft gilt in China mit Blick auf das Kreditkartengeschäft als große Chance.

Ausländische Banken wie die britische HSBC, die amerikanische Citibank oder die Deutsche Bank haben sich schon Partner in China gesucht. Der Ausblick ist verlockend: 2012 gibt es laut McKinsey eine wohlhabende Mittelschicht von 300 Mill. Chinesen. Zum Vergleich: So viele Einwohner haben die USA.

"Wir haben vor, aus der ICBC eine Bank zu machen, die besten Service bietet und große wirtschaftliche Gewinne einfahren wird", sagte Bankenchef Jiang. Experten sind jedoch skeptisch, ob Chinas Staatsbanken der schnelle Wandel gelingt. Es müsse sich erst noch erweisen, ob die Großbanken nach den Börsengängen tatsächlich privatwirtschaftlich geführt würden, sagt Michael Nock, Chef von Doric Capital in Hongkong. " Auch an der ICBC hält die Regierung in Peking nach dem Börsengang noch immer rund drei Viertel der Anteile.

Zu den Anteilseignern gehört auch der deutsche Allianz-Konzern, der vor gut einem Jahr bei der ICBC gemeinsam mit Goldman Sachs und American Express eingestiegen war. Die Allianz hatte eine Mrd. Dollar bezahlt. Der Buchwert des Anteils von knapp zwei Prozent hat sich durch den Börsengang mehr als verdoppelt.

Hoffbauer, Andreas



30. Oktober 2006

chinaman - Mittwoch, 1. November 2006 - 03:07
Handelsblatt Nr. 209 vom 30.10.06 Seite 24


DAS FULMINANTE DEBÜT der Industrial and Commercial Bank of China an den Börsen in Hongkong und Schanghai stellt die Anziehungskraft der Volksrepublik unter Beweis

Das Problem der faulen Kredite ist noch nicht gelöst

ANDREAS HOFFBAUER | PEKING Auf Chinas Bankensektor lastet ein Berg fauler Kredite. Die Wurzeln des Problems reichen weit zurück. Über Jahrzehnte finanzierten die Staatsbanken als Arm der Zentralbank die kommunistische Planwirtschaft. So galt vor zehn Jahren jeder zweite Kredit im chinesischen Bankenwesen als uneinbringlich. Das Thema ist noch lange nicht bereinigt. "Die faulen Kredite sind weiterhin ein großes Problem", sagt Guo Shuqing, Chef der Construction Bank. "Aber die Situation ist viel besser als früher."

Denn der Milliardenberg wurde in den vergangenen Jahren stetig abgebaut - allerdings nur mit massiver staatlicher Hilfe und mit statistischen Tricks, wie Experten sagen. Ein Beispiel: Da die Kreditvergabe in China weiter kräftig zulegt - in den ersten neun Monaten des laufenden Jahres waren es 15 Prozent - verwässert sich der Anteil der faulen Kredite.

Liu Mingkang, Chef der China Banking Regulatory Commission (CBRC), teilte vor wenigen Tagen mit, dass die fünf Top-Institute in der Volksrepublik ihre faulen Kredite seit Jahresbeginn um 16,4 Mrd. Yuan (1,6 Mrd. Euro) reduziert hätten. Nach Ansicht der Aufsichtsbehörde liegt dies am eingeführten Risikomanagement.

Die Namen der fünf Topbanken geben heute noch Auskunft über die alten Zuständigkeiten: Agricultural Bank of China, Industrial and Commercial Bank of China (ICBC), China Construction Bank, Bank of Communications und die für den staatlichen Außenhandel zuständige Bank of China.

Trotz des Rückgangs sitzen Chinas fünf Topbanken nach der offiziellen Statistik noch immer auf uneinbringlichen Krediten im Wert von umgerechnet rund 110 Mrd. Euro. Die Beratungsfirma Ernst & Young hat vor einigen Monaten die Summe sogar auf mehr als das Doppelte geschätzt. Die Studie wurde aber nach heftigen Protesten der chinesischen Seite zurückgezogen. Ernst & Young hat unter anderem auch ein Mandat als Wirtschaftsprüfer bei der ICBC.

Besonders schlecht fällt die Kreditbilanz bei der Agricultural Bank of China aus. Das unmoderne Institut bedient mit fast 500 000 Mitarbeitern und 30 000 Filialen den ländlichen und armen Teil Chinas. Nach der CBRC-Statistik war hier in den ersten neun Monaten 2006 jeder vierte Kredit notleidend.

Bei der ICBC und bei der Bank of China liegt der Anteil der faulen Kredite am gesamten Kreditgeschäft danach bei rund vier Prozent. Die China Construction kommt auf 3,5 Prozent und die Bank of Communications auf 2,1 Prozent.

Stimmen die Zahlen, ist dies ein Riesenerfolg. Bei der ICBC hatte der Anteil der faulen Kredite vor zwei Jahren noch bei 20 Prozent, 1999 noch bei 47,5 Prozent gelegen. Doch Chinas Regierung hat in den vergangenen Jahren für mehr als 160 Mrd. Euro faule Kredite aufgekauft und so die Bilanzen der Banken entlastet. Als nächstes soll die Agricultural Bank börsenreif gemacht werden. Geschätzt wird, dass dies mindestens noch einmal 80 Mrd. Euro kostet.

Aber die unkontrollierte Vergabe von Krediten durch die Staatsbanken sei bei allen Reformerfolgen noch immer nicht gestoppt, warnen Kritiker. Experten der Ratingagentur Standard & Poor's rechnen mit weit höheren Beständen an notleidenden Krediten in China. Sie schätzen die Summe auf umgerechnet rund 400 Mrd. Euro, andere Analysten nennen sogar bis zu 700 Mrd. Euro.

Hoffbauer, Andreas



30. Oktober 2006

chinaman - Mittwoch, 1. November 2006 - 03:09
Handelsblatt Nr. 209 vom 30.10.06 Seite 25


DAS FULMINANTE DEBÜT der Industrial and Commercial Bank of China an den Börsen in Hongkong und Schanghai stellt die Anziehungskraft der Volksrepublik unter Beweis

Der mächtige Mann hinter den Banken

PEKING. Auch nach den Milliarden-Börsengängen verbleiben Chinas Top-Banken in Staatsbesitz. Wurden diese Anteile früher direkt vom Finanzministerium in Peking gehalten, liegt heute die Macht hinter den Kulissen bei einem kleinen Investmenthaus. Die größten Aktienpakete an Chinas Geldriesen gehören nämlich der Central Huijin Investment Corp. Diese wurde erst 2003 von der Regierung gegründet. Der Investmentarm organisierte die Milliarden-Finanzspritzen für die maroden Banken und Broker in China. 60 Mrd. Dollar hat Huijin so in den vergangenen Jahren allein in die drei Topbanken - Bank of China, China Construction Bank und Industrial and Commercial Bank of China (ICBC) - gepumpt.

Inzwischen gilt Huijin als treibende Kraft hinter Chinas großen Finanzreformen. Ohne diesen Investor "wäre die Bankenreform in China weit zurück", ist etwa May Yan, Vizepräsident von Moody`s Asia Pacific überzeugt. Geführt wird Central Huijin von Xie Ping. Der Ex-Mitarbeiter der Zentralbank ist bekannt dafür, kein Blatt vor den Mund zu nehmen. So soll er vor Jahren bei einem Treffen des Staatsrates unter Führung von Zhu Rongji nicht wie vorgeschrieben die Notenbank-Sicht vertreten haben. Normalerweise hätte dies seine Karriere beendet. Doch Xie verschaffte sich bei Zhu großen Respekt. Und als der heutige Regierungschef Wen Jiabao vor drei Jahren nach einem "Banker mit Biss" Ausschau hielt, um den neuen Investmentarm Central Huijin zu führen, fiel seine Wahl bald auf Xie.

Dieser trieb den Umbruch im Finanzssektor mit Hochdruck voran. Denn die Zeit ist knapp: 2007 muss China seine Bankenbranche für ausländische Anbieter völlig geöffnet haben, so will es die WTO-Vereinbarung. Und Chinas Topbanken sind noch lange nicht fit für den Wettbewerb. "Eine unserer großen Aufgaben ist es, den Banken bei ihrem Umstrukturierung zu helfen", hat Huijins Vice-Chairman Jesse Wang klar gemacht, dass der Investor von Staats wegen keineswegs nur eine stille Teilhabe anstrebt.

So wurden bei Chinas Banken neue Sitten eingeführt: Zentralisiertere Kreditvergabe, Komitees für Risikomanagement und häufigere Vorstandssitzungen. Denn die alten Banken-Vorstände trafen sich nur sehr selten und unregelmäßig. Als die Bank of China vor dem Börsengang im Mai zu einem Aktionärstreffen ohne die notwendigen Unterlagen lud, erwirkte Huijin erstmals eine Verschiebung der Sitzung - zum Ärger der alten Kader.

Vielen geht der Einfluss der Modernisierer um Banker Xie zu weit. Bereits vor einem Jahr formierte sich im Finanz- und Reformministerium sowie in der Kommunistischen Partei offen Widerstand. Die Zentralbank versuche gemeinsam mit Capital Huijin "nach der Macht" in der wichtigen Finanzbranche zu greifen, hieß es. Doch Xie gibt keine Ruhe. Unterstützung bekommt er von Experten. "Die Partei sollte das Tagesgeschäft und die Oberaufsicht der Banken lieber dem Vorstand überlassen", sagt Wang Songqi vom Institut of Finance an der Chinese Academy of Social Sciences in Peking.

Der Ausgang des Machtkampfs ist noch offen. Der Börsengang der ICBC ist ein wichtiger Meilenstein. Capital Huijin will seine Anteile - 36,2 Prozent an der ICBC und knapp 70 Prozent an der Bank of China - zunächst einmal halten. Xie Ping: "Ich habe bis heute noch nicht eine Aktie verkauft." and

and



30. Oktober 2006

chinaman - Donnerstag, 2. November 2006 - 04:12
Betrugsvorwürfe


Chinas reichste Brüder in Bedrängnis


Wegen des Verdachts auf Kreditbetrug und Immobilienspekulation hat das Ministerium für öffentliche Sicherheit eine massive Untersuchung eingeleitet. Der Fall stärkt Skepsis an sicherer Finanzierung des Wirtschaftsbooms.


Von Johnny Erling


Peking - Der 37-jährige Huang Guangyu, Präsident der größten chinesischen Handelsgruppe für Konsumelektronik "Gome", wurde Mitte Oktober auf Platz zwei der reichsten Chinesen gewählt. Sein Vermögen umfasst 2,5 Mrd. Dollar. Huangs Bruder, der Immobilienmakler Huang Junqin, folgt ihm mit 813 Mio. Dollar auf Platz 20. Zusammen sind sie die reichsten Brüder Chinas.

Ihr vieles Geld schützt sie aber nicht vor dem Fall. Finanzbeamte sind ihnen seit knapp einem Monat auf der Spur und verdächtigen sie als Kreditbetrüger und wahrscheinlich hochverschuldete Immobilenspekulanten. "Das Ministerium für Öffentliche Sicherheit hat eine massive Untersuchung eingeleitet", meldete das Hausmagazin des chinesischen Börsenrats "Caijing." Die Brüder verteidigten sich mit Ehrenerklärungen gegen die Vorwürfe.

Sie gerieten ins Visier der Behörden, als diese Ende September den 62-jährigen ehemaligen Pekinger Filialleiter der "Bank of China" (BOC), Niu Zhongguang, verhafteten. Niu wurde zum Verhängnis, dass die BOC im Jahr 2004 beschloss, an die Börse zu gehen. Die Bank durchforstete ihre Zweigstellen nach schlechten Schulden. Nach Angaben von "Caijing" waren darunter auch von Niu bewilligte illegale Immobilien- und Autokredite im Wert von umgerechnet 130 Mio. Euro an die Brüder Huang. Beide sollen sich mit ihren Immobiliengruppen und Dutzenden Untergesellschaften Bankfinanzierungen unter falschen Namen oder falschen Sicherheiten erschlichen haben. Die Ermittler mussten sich durch ein "Labyrinth" an unübersichtlichen Kreditvorgängen durchkämpfen. Sie stießen etwa auf Bankkredite, die zum Bau von Büroflächen vergeben wurden, die dann wiederum der Bank zu extrem überhöhten Preisen auf 50 Jahre vermietet wurden. "Caijing" fragt, warum die Brüder, die angeblich auf Milliardenvermögen sitzen, ihre schlechten Kredite nicht rechtzeitig auslösten. Insider vermuten, dass sie "wahrscheinlich gar kein Geld flüssig haben."

Der neue Fall verstärkt die Skepsis von Kritikern, die den Wirtschaftsboom in China für nicht solide finanziert halten und die "noch viele Leichen in den Bankenkellern" vermuten. Gier, Korruption und politische Intrigen haben inzwischen mehr als ein Dutzend Milliardäre zu Fall gebracht. Im gerade aufgedeckten Korruptionssumpf um Shanghais gestürzten Parteichef Chen Liangyu stecken bereits mehr als 50 Funktionäre und Geschäftsleute. Der Autobahnbauer Zhang Rongkun von der Fuxi-Gesellschaft wurde jetzt als erster förmlich verhaftet. Der 39-Jährige war 2005 noch die Nummer 48 auf der Reichstenliste Chinas. Er gehörte zur Seilschaft, die Shanghais Sozialkassen plünderten.

Im April 2006 wurde der Milliardenbankrotteur und Präsident des D'long-Konzerns, Tang Wanxin, wegen Betrug und Aktienmanipulation zu acht Jahren Haft verurteilt. Er und sein Bruder standen einst oben auf der Reichstenliste, ebenso wie Gu Chunjun, Ex-Vorstandschef des Haushaltsgeräte-Konzerns Kelon Holdings. Gu war der neuntreichste Unternehmer Chinas, bevor ihn Pekings Börsenaufsicht lebenslang für Aktienmärkte sperrte. Auch Konzernchefs wie Mou Qizhong (2000 zu 18 Jahren Haft verurteilt) oder Yang Bin (2001 zu lebenslang verurteilt) führten einst die Riege der neuen Milliardäre an, bevor sie in der Versenkung verschwanden.

Artikel erschienen am 01.11.2006

Artikel drucken
WELT.de 1995 - 2006

al_sting - Montag, 27. April 2015 - 18:58
Zwei aktuelle Impressionen zu chinesischen Aktien:
1. Bei Joujou besteht Verdacht auf Bilanzfälschungen: http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/sonderuntersuchung-bei-joyou-grohe-tochter-im-visier-der-buchpruefer/11694446.html
Joujou war (wegen des Mehrheitseigners Grohe) bislang die EINZIGE in Deutschland gelistete China-Aktie, der ich über den Weg getraut hätte. Jetzt sieht es so aus, als könnte die Fraud-Quote in diesem Marktsegment bei soliden 100% liegen.

2. Wie ich erst vor kurzem durch einen Tipp erfuhr, veröffentlicht der von mir geschätzte Shorter John Hempton von Bronte Capital monatliche Briefe an die Anleger seines Amathea-Fonds: http://www.brontecapital.com/amalthea_letters.html
Im März-Brief berichtet er von Erlebnissen auf einer kürzlichen Chinareise auf der Suche nach China-Frauds. Fand ich extrem lesenswert!

Ich weiß nicht, wann das endet, aber ich rechne dort mit einem soliden Knall.

prof - Montag, 27. April 2015 - 20:59
Solche Beiträge sind immer nachdenkenswert. Das Wachstum kann auch nicht unendlich weitergehen.
Prof

levdul1 - Dienstag, 28. April 2015 - 10:31
Trotz aller Unkenrufe steigen chinesische Aktien wieder.

Prof müßte sagen: Der Chart weiß mehr als wir :-)

huitzilopochtli - Dienstag, 28. April 2015 - 12:31
"2. Wie ich erst vor kurzem durch einen Tipp erfuhr,"

Woher kommt der Tipp? Gibt es da noch mehr Tipps?
Beste Möglichkeit davon zu profitieren? Puts/Bear KNowckouts auf chin Aktien oder Aktienbarometer in Deutschland kaufbar?

huitzilopochtli - Dienstag, 28. April 2015 - 13:15
http://www.nytimes.com/2015/04/29/world/asia/wang-jianlin-abillionaire-at-the-intersection-of-business-and-power-in-china.html?smid=tw-share

New york Times über den kometenhaften Aufstieg der Wanda Firmengruppe. Die Querverbindungen zu chinesischen Politikern sagt schon alles.

prof - Dienstag, 28. April 2015 - 14:33
Von Puts in diesem steigenden Markt rate ich strikt ab. Man wird eher nicht "profitieren".
Prof

al_sting - Dienstag, 28. April 2015 - 17:31
Den Tipp habe ich zuerst bei www.antizyklisch-investieren gelesen. Dort hat ihn auch MMI gefunden und in der letzten Linkliste in seinem Blog aufgeführt.
Beides gute Adressen, wo man auch andere Tipps bekommt.

huitzilopochtli - Dienstag, 28. April 2015 - 19:59
"Den Tipp habe ich zuerst bei www.antizyklisch-investieren gelesen. Dort hat ihn auch MMI gefunden und in der letzten Linkliste in seinem Blog aufgeführt.
Beides gute Adressen, wo man auch andere Tipps bekommt.
"

werde mir beide Seiten mal anschauen.

Puts mit ausreichend großer restllaufzeit sind sicherlich sinnvoller als direkt su shorten.

al_sting - Mittwoch, 29. April 2015 - 13:46
Aus der gleichen Quelle zwei weitere interessante Stimmungsbilder:
Kurzdoku "Rent-a-Foreigner in China": http://www.nytimes.com/video/opinion/100000003652442/rent-a-foreigner-in-china.html
Marktstimmung: "Chinese investors ‘among most optimistic in world’, survey suggests, even as economy slows": http://www.scmp.com/news/china/economy/article/1778786/chinese-investors-among-most-optimistic-world-survey-suggests

al_sting - Dienstag, 9. Juni 2015 - 20:13
Kleine Warnlampen:

Aktienkauf als große Mode in China, inklusive Akien auf Pump: "Chinese Are Piling Money Into Stocks Instead of Buying Cars"
http://www.bloomberg.com/news/articles/2015-06-07/chinese-defer-car-purchases-to-chase-stock-rally

Chinas Milliardäre finanzieren Unternehmenskredite auch gerne über Aktienbeleihung von Aktien
"China Billionaires Beat Bank Crunch by Pledging Shares"
http://www.bloomberg.com/news/articles/2015-06-08/china-billionaires-beat-bank-crunch-by-pledging-shares

al_sting - Mittwoch, 8. Juli 2015 - 08:50
Große Warnlampen: Der chinesische Aktienmarkt legt gerade einen soliden Absturz, vielleicht sogar Crash hin. Aktuell ist in Shanghai bei der Hälfte (!) aller gelisteten Unternehmen der Handel ausgesetzt.

Auswirkungen auf europäische Aktien?
----------------------------------------
As China’s steepest market drop in decades continues, over half of all listed companies in China had voluntarily suspended trading of their shares by midday on July 8, and about 800 others had their stocks automatically halted after reaching their daily limit. The benchmark Shanghai Composite Index was down 4.2% and the CSI 300 was down 4.9% in morning trading.

That leaves only a handful—just 22%, according to Quartz calculations, of all listed stocks on the Chinese stock market still trading. Dozens of stocks in Hong Kong have also voluntarily suspended trading in the past few hours, as the spill-over from China’s market drags down Hong Kong’s Hang Seng Index [...]
https://www.globaladvisors.biz/inc-feed/20150708/chinas-plunging-stock-market-has-virtually-shut-down/

al_sting - Mittwoch, 8. Juli 2015 - 08:53
Ach ja, die massenhafte Handelsaussetzung macht auch Put- und Shortseller-Wetten riskanter. Falls die Aktie später nicht mehr zum Handel zugelassen wird (Passiert bei Betrugs- und Pleitefirmen immer mal wieder), wird in aller Regel auf den letzten gestellten Börsenkurs abgerechnet.
Dieser könnte könnte einen Milliardenwert suggerieren, selbst wenn die Firma mittlerweile bankrott sein sollte.

levdul1 - Mittwoch, 8. Juli 2015 - 09:31
Wenn wir die Geschwindigkeit und das Ausmaß des Absturzes sehen, kann man es ruhig als Crash bezeichnen, was wir gerade in China sehen. Die Rohstoffpreise haben auch den Weg nach unten eingeschlagen. Also wird eine starke wirtschaftliche Abkühlung erwartet.

Die Aktienmärkte weltweit reagieren recht gelassen darauf. Das hätte ich so nicht erwartet. Da auch der DAX sportlich bewertet ist, bleibe ich vrsichtig.

Diskussionsforum der stw-boerse: Auslandswerte: Chinesische Aktien
Eine Nachricht hinzufügen

Benutzername:   Dies ist ein privater Board-Bereich. Bitte geben Sie Ihre ID und Ihr Passwort an.
Passwort: